Dienstag, 23. April 2013

Erste Momente im Internet

Wann gab's was zum ersten Mal? Dieser Frage geht Alyson Shontell vom Business Insider zum Thema Internet nach. Eine interessante Aufstellung mit 13 Fakten, die man nicht braucht, die aber auch nicht stören

Die erste Web Site ging am CERN on line
1. Die erste Email wurde 1971 von Ray Tomlinson und hießt QWERTYIOP oder so ähnlich, irgendeine Buchstabenkombination ohne Sinn.

2. Die erste Spam: 1978 erreichte das erste unerwünschte und nicht angefragte Rund-Email insgesamt 394 Empfänger.

3. Die erste Domain: 1985 wurde weltweit erstmalig ein Domain-Name vergeben, und es war weder microsoft.com, usa.gov oder unix.net sondern symbolics.com

4. Die erste Webseite ging am 6. August 1991 on line und kann heute noch betrachtet werden: http://info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html

5. Das erste Webfoto wurde von Tim Berners-Lee hochgeladen und zeigt eine Revuetänzerinnen-Gruppe namens Les Horribles Cernettes

6. Die erste AOL Instant Message: Am 6. Januar 1993 erhielt Frau Leonsis die erste AIM: "Don't be scared ... it is me. Love you and miss you." schrieb ihr Mann, der spätere AOL Vice Chairman Ted Leonsis

7. Das erste Werbebanner flackerte im Oktober 1994 durchs Web. Werbeträge war die Seite hotwired.com, Werbekunde sieben Kunstmuseen, die AT&T als Sponsor gewinnen konnten

8. Der erste Ebay-Verkauf: Für $ 14383 wechselte eine kaputter Laserpointer 1995 den Besitzer

9. Der erste Amazon-Verkauf: Ebenfalls 1995: Douglas Hofstadter, Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought

10. Der erste Satz bei Skype klang ziemlich estonisch: 'Tere, kas sa kuuled mind?' was heißt: Hallo, kannst du mich hören

11. Das erste Facebook-Mitglied war Mark Zuckerberg mit Mitgliedsnummer 4 (die ersten 3 brauchten die Entwickler für Test-User). Der erste, der nicht zum Gründungsteam von Facebook gehörte, war Arie Hasit.

12. Das erste YouTube Video: War ein privates Filmchen eines der Gründer von einem Aufenthalt im Zoo von San Diego

13. Der erste Tweet: just setting up my twttr schrieb Jack Dorsey am 21. März 2006. Gratulation Jack! Ohne diese Nachricht wäre die Welt heute ohne ihren heißgeliebten Kurznachrichtendienst

Portale neben Google wichtigste Navigationshilfe im Netz

Über Suchverhalten im Internet macht man sich außerhalb von SERP, SEO und SEA wenig Gedanken, denn eines ist klar: In Deutschland sucht man mit Google und sonst nirgends. Auf 96% Marktanteil kommt Google in Deutschland Stand Dezember 2012. Microsofts Bing folgt mit 1,4% , Ask mit 0,8%, Yahoo mit gerade mal noch 0,7% und Web.de mit 0,4%. Damit ist alles gesagt, oder?

Deutsche suchen auch außerhalb von Google ziemlich viel (Quelle: Comscore)
Interessant ist, laut der aktuellen Comscore-Marktstudie, dass die Deutschen durchaus neben Google noch viele andere Dienste nutzen, um per Suche zu neuen Ergebnissen zu kommen und man sich als Seitenbetreiber durchaus damit auseinandersetzen sollte. Nur eben keine generischen Suchmaschinen, sondern Portale.

So folgt nach Google hinsichtlich der Menge von Suchanfragen nicht etwa Yahoo (siehe oben), sondern Amazon, wo immerhin fast 28,8 Mio. Deutsche im Monat eine Suchanfrage abschicken. Nur knapp dahinter Ebay mit 26,3 Mio. Suchen.

Mit deutlichem Abstand folgen auf den Plätzen 4 und 5 zunächst die Seiten der Deutschen Telekom (hier wahrscheinlich vor allem das Angebot von T-Online und die dort teilweise vom Browser bei Fehleingaben der URL gestartete Suchmaschine) und dann von Facebook.

Ebenfalls ein Schwergewicht hinsichtlich der monatlichen Suchanfragen ist die Wikipedia: 8,9 Mio. Deutschen such im Monat auf Wikipedia nach Artikeln.

Dies zeigt deutlich, dass neben Google durchaus eine ganze Reihe von anderer Seiten relevant sind, um im Internet als Seitenbetreiber sichtbar zu sein und aufgefunden zu werden. Dies gilt vor allem für einzelne Marktsegment: Wenn jemand z.B. ein Ziel für einen Tagesausflug in der Nähe von Berlin sucht, wird er kaum "Tagesausflug Berlin" in Google eingeben, sondern sich über eine andere Suchstrategie und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über andere Webseiten neben Google Informationen beschaffen.

Montag, 22. April 2013

Wandern auf dem Vulkansteig: Von Frankfurt durch Wetterau und Vogelsberg nach Alsfeld

GPS Wanderatlas Deutschland stellt den Klassiker unter den Wanderwegen im Vogelsberg als Wandertipp des Monats vor
Bereits 1909 wurde der Vulkansteig Vogelsberg zum ersten Mal markiert. Prof. Georg Bender vom Vogelsberger Höhen-Club wollte den Großstädtern aus dem Rhein-Main-Gebiet damit eine gute Möglichkeit geben, sich für einige Tage wandernd eine Auszeit zu nehmen.

Der Marktplatz in Alsfeld
Ziel des Vulkansteigs Vogelsberg ist Alsfeld, das bekannt ist für sein Fachwerkrathaus, das schon mit einer eigenen Briefmarke gewürdigt wurde. Um Alsfeld zu erreichen, startet der Vulkansteig-Wanderer im Fankfurt Stadttteil Seckbach.

Von Seckbach geht es über den Lohrberg (185m) mit tollem Blick über die Skyline von Mainhattan in die Wetterau. Einer der Höhpepunkte der Fernwanderung: Der Abstecher nach Büdingen, das gerne auch das hessische Rothenburg genannt wird aufgrund seiner nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt.

Auf dem Hohen Vogelsberg nimmt der Vulkansteig natürlich Kurs auf den Hoherodskopf (764m), dem touristischen Herzen des Vogelsbergs. Von hier ist es dann nicht mehr weit bis nach Ulrichstein, der höchst gelegenen Stadt Hessens. Durchs Ohmtal leitet der Vulkansteig schließlich auf den Marktplatz von Alsfeld.

Der GPS Wanderatlas Deutschland stellt den Verlauf des Vulkansteig Vogelsberg in sechs Tagesetappen ab heute (22. April) als GPS Wanderweg des Monats vor. Die Wegführung kann nicht nur auf einer interaktiven Wanderkarte eingesehen werden, sondern steht auch als GPS-Daten zum kostenfreien Download bereit, um sie per Smartphone oder GPS-Gerät für die Wanderung zu nutzen.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein redaktionelles Angebot, das sich speziell an den Bedürfnissen von Wanderern, Tagesgästen und Ausflugstouristen orientiert. Wer kurzfristig etwas in der Region unternehmen möchte, findet im GPS Wanderatlas Deutschland eine sehr fein gegliederte und praktische Planungshilfe.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein Produkt der Wanderatlas Verlag GmbH mit Sitz in Beselich bei Limburg. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet, um Tagestouristen und Wanderer überregional und unabhängig mit Informationen für Touren, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten zu versorgen. Aktuell gibt es den GPS Wanderatlas für die Wandergebiete Sauerland, Westerwald, Taunus, Oberhessen und Bergisches Land.

Freitag, 19. April 2013

Wanderatlas Deutschland informiert (April 2013)

Auf dem Hatzenporter Laysteig (Mosel-Eifel)
Hallo liebe Wanderfreunde,

der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten und auch die meisten von uns sind kaum noch aufzuhalten. Endlich kann man wieder längere Touren in der Natur unternehmen. Wir haben heute einmal drei Wandertipps zusammengestellt, die sich klassisch für einen Tagesausflug an die Mosel eignen.





  • der Hatzenporter Laysteig (13km) führt uns in die Mosel-Eifel, den nördlichen Teil der Terrassenmosel. Start ist der Weinort Hatzenport. Von hier geht es hinauf in die Weinberge
  • Collis Steil- und Kletterpfad (6km) ist zwar kurz, aber anspruchsvoll. Die Tour führt in den Zeller Hamm, eine markante Mosellschleife auf der Hunsrückseite
  • durch die wilde Ehrbachklamm (12km) ist Borgets gewandert. Die Wanderung führt ins Gebiet der Stadt Boppard, ebenfalls im Hunsrück gelegen. Die Ehrbachklamm wird von einem Zufluss der Mosel ausgebildet

Als GPS Wanderweg des Monats werden wir im Mai den Vulkansteig Vogelsberg vorstellen. Er führt vom Frankfurter Stadtteil Seckbach über den Berger Rücken und durch die Wetterau hinauf auf den Hohen Vogelsberg. Ziel des bereits 1909 erstmals ausgewiesenen Traditionswanderwegs ist Alsfeld am Übergang vom Vogelsberg in den Knüll.

Viel Spaß in der Natur, viel Spaß mit dem Frühling und viel Spaß mit dem GPS Wanderatlas!

PS: Wie immer zum Schluss der Hinweis: Wir freuen uns auf neue Follower bei Twitter und Freunde bei Facebook. Und möchten natürlich daran erinnern, dass ihr alle herzlich eingeladen seid, selbst Wanderungen im GPS Wanderatlas zu veröffentlichen.

2012: Smartphones 5,6% Anteil am Internet-Traffic

Anteil der Endgeräte am Aufruf von Internetseiten
in Deutschland 2012 (Quelle: Comscore)
Man mag es kaum glauben, wenn man durch Berlin-Mitte marschiert und gefühlt jeder Passant mit seinem Smartphone vor Augen durch die Straßen marschiert und dabei Routenanweisungen folgt, Texte liest oder eine Suche startet. Doch Stand 2012 sind es erst 5% aller Seitenaufrufe im Internet, die durch Smartphones erzeugt werden - jedenfalls in Deutschland.

Für 90% der Internetanfragen sind nach wie vor PCs (Desktop und Laptop) verantwortlich. Zumeist stationär genutzte Tablets steuern derzeit 3,3% des Traffics bei.

Ich veröffentliche diese Zahlen, um sie parat zu haben, wenn es 2013 und 2014 Updates gibt, denn ich glaube ich Entwicklung wird sehr massiv in Richtung mobiler Abrufe gehen.

Samstag, 13. April 2013

Rollen im E-Commerce: Customer, Consumer, Contributor

Die klassische, sehr fixierte Verteilung von Verkäufer (Hersteller) und Käufer (Kunde) einer Ware ist im Internet aufgelöst. Ein Käufer bei Amazon kann eine Sekunde später in den Herstellprozess des Handelshauses eingreifen, in dem er eine Empfehlung ausspricht.

Wer wie ich Blogger für seinen Blog nutzt, der ist offensichtlich kein Kunde für Google. Aber er ist Hersteller von Content. Und Nutzer einer Publishing-Technologie.

Angeregt durch einen Beitrag von Sangeet Paul Choudary (Users or Customers) empfehle ich, die klassische Dichotomie - du Kunde, ich Hersteller - zugunsten eines dynamischen Rollenverständnisses aufzugeben.

Alle Teilnehmer an wirtschaftlichen Kommunikationsprozessen können frei in eine von drei Rollen schlüpfen. Sie sind

Customer - dann, wenn Sie für eine Leistung zahlen
Consumer - dann, wenn Sie eine Leistung nutzen
Contributor - dann, wenn Sie eine Leistung beitragen

So wie Amazon Consumer einer Rezension ist, die ein Customer in der Rolle als Contributor geschrieben hat, so ist Google Customer für den Blogautor, der als Contributor einen Text veröffentlicht und in dem Kontext Google Adwords/Adsense einbindet - also Consumer von Google ist.

19 Gebote für Social Media Erfolg

Forbes-Autor TJ McCue hat die 19 wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie man erfolgreich im Social Media Umfeld unterwegs ist. Seine Ideen für erfolgreiche Social Media Beziehungen und Social Media Marketing - mit Fokus auf Twitter - lauten:

#1 Glaube, einen wichtigen Beitrag zu leisten

#2 Zuhören und nur dann reagieren, wenn man was zu sagen hat

#3 Nicht jedes Social Network beherrschen wollen ...

#4 ... aber auf jedem Social Media Kanal dabei sein

#5 Nicht vergessen, dass man mit Email ggf. besser kommuniziert

#6 Ohne SEO läuft auch bei Social Media nichts

#7 Authentizität: Automatisch Antworten und Meldungen sollte man meiden

#8 Nicht alle Follower mit Direct Messages zuspammen

#9 Hashtags vernünftig auswählen und gezielt einsetzen

#10 Man fällt nicht darauf rein, dass einem andere erzählen, Social Media sei nur ein Nerd-Phänomen

#11 Weniger (Quantität) ist mehr (Qualität)

#12 Eine Botschaft lässt sich nicht 1:1 für alle Social Media Kanäle nutzen.

#13 Social Media ist persönlich und kann schlecht per Outsourcing vergeben werden

#14 Social Media ist öffentlich. Social Media Contributor einer Firma sollte ein Angestellter sein, aber einer, mit Erfahrung in Sachen Brand Management, Zielgruppe und Social Media

#15 Social Media ist privat. Nur Pressemitteilungen über Social Media zu verbreiten, macht den Kanal langweilig

#16 Social Media ist nicht gratis. Man muss viel Zeit und Engagement in den Social Media Bereich stecken, damit man mittelfristig als Unternehmen Erfolg hat.

#17 Social Media Contributors wissen: Nur wer misst, versteht.

#18 Die Zahl von Fans und Followers ist irrelevant. Die Intensität der Beziehung zu den Fansund Followers ist relevant

#19 Social Media Contributors ermunten ihr Netzwerk, die Beiträge weiter zu verbreiten.

Tageszeitung: Werbeerlöse haben sich in den USA halbiert

Werbeerlöse der Tageszeitungen in den USA
Quelle: Mathew Ingram auf paidcontent.org


In den USA haben die Tageszeitungsverlagen in den letzten zehn Jahren 40 Mrd Dollar - in Zahlen: $40.000.000.000 - an Werbeumsatz verloren. Trägt man die Umsatzentwicklung nach heutigen Preisen ab, sieht man die missliche Lage, in denen die Verlage stecken: Von einem 60-Milliarden-Markt Ende der 1990er Jahre ist man mittlerweile bei einem 20-Milliarden Markt angekommen. Und dabei sind die online erzielten Werbeumsätze der Verlage schon mit eingerechnet. Tendenz: Weiter klar fallend.

Kein Wunder, dass in diesem Kontext Tageszeitungen mit aller Kraft versuchen, ihre - ebenfalls sinkenden - Vertriebserlöse zu stabilisieren und z.B. durch die Einführung von Paywalls Inhalte auch bei Veröffentlichung im Internet kostenpflichtig zu machen.

Der Journalist Mathew  Ingram vergleicht die Entwicklung des Anzeigengeschäfts von Tageszeitungen mit der Entwicklung von Google. Auch hier zeichnet sich für den US-Markt ein spannendes Bild: Während die Tageszeitungen von rund 44 Mrd Dollar 2001 kommen (Google machte damals rund 100 Millionen), haben sich die Werbeerlöse der Verlage mehr als halbiert auf 19,5 Milliarden Dollar.
Google dagegen macht in den USA mit 15 Mrd Dollar Werbeumsatz heute fast genauso viel Geschäft, wie alle Zeitungsverlage zusammen - und das ohne Printmedien, ausschließlich im Internet. Die Onlineerlöse der Zeitungsverlage dagegen: Unter ferner liefen...

Freitag, 12. April 2013

IKEA: Cooler als Facebook und Twitter

Cultural Traction ist ein Ansatz, mit dem das Marktforschungsunternehmen Added Value die kulturelle Zugkraft von Unternehmen misst. Kulturelle Zugkraft bzw. cultural traction ist ein Konstrukt, das aus vier Elementen gebildet wird, dem sogenannten VIBE. VIBE steht als Akronym für folgende vier Eigenschaften einer Marke:
  • Visionary (vermittelt eine Vision)
  • Inspiring (inspiriert den Kunden)
  • Bold (kommuniziert laut, aber mit Substanz)
  • Exciting (ist aufregend)
Die aktuellen Marken-VIBEs hat Added Value nun veröffentlicht. Sie geben quasi an, was derzeit die globalen Trend- oder Zeitgeistmarken sind.

IKEA ist coole als Facebook und Twitter
Brand VIBE globaler Marken (Quelle: Added Value)
Wenig überraschend ist, dass diese Liste von drei Technologieunternehmen angeführt wird: Google auf Platz 1, gefolgt von Apple und Samsung, den beiden Platzhirschen im Smartphone-Markt.

Überraschend ist allerdings Platz 4 im globalen Marken-VIBE: Den belegt der Möbel-Oldie IKEA und liegt damit vor Marken wie Microsoft, Sony, BMW, Facebook und Twitter. Chapeau.

Mittwoch, 10. April 2013

Auf jedem 8. Smartphone läuft eine Finanz App

Finanz-App in Deutschland. Quelle: Statista
Jeder achte Smartphone-Nutzer nutzt regelmäßig eine Finanz-App. Interessant ist, dass die Bankenangebote so stark sind, während sich unabhängige Produkte wie z.B. Mint in den USA in Deutschland nicht durchsetzen können.

Das berichtet der Statista App Monitor. Der App Monitor Deutschland erhebt die tatsächliche App-Nutzung - nicht die irrelvante Zahl von Downloads. Dafür findet eine monatlich repräsentative Befragung unter 2.000 ausgewählten Nutzern von Smartphones und Tablets statt. Getrennt nach den Gerätetypen iPhone, Android Smartphone, iPad und Android Tablet werden monatlich im Wechsel die Nutzer nach ihren persönlich installierten Apps und der Nutzung dieser in den letzten acht Wochen befragt.

Freitag, 5. April 2013

Die kurze Geschichte des Kapitalismus

Kapitalismus ist eine Wirtschaftsordnung, in der die Kräfte des Marktes dafür sorgen, dass es allen gut geht was im Kapitalismus bedeutet: dass alle immer mehr konsumieren können. Güter bringen Glück. Wohlstand ist Warenbesitz. Kapitalismus ist Konsum. Und was ist die Grundidee des Konsums? Darauf hat John Atkinson eine perfekte Antwort ...
Geschichte des Konsum, Quelle: http://wronghands1.wordpress.com/2013/03/26/consumption-transumption/

Pro Tag 24,4 Mio Deutsche auf Google

Die Top-Webseiten in Deutschland (Quelle: Comscore)
Die Seiten von Google - inkl. Maps, YouTube etc. - wurden im Dezember 2012 täglich von 24,4 Mio. verschiedenen Nutzern angeklickt. Im gesamten Monat waren 53,6 Mio. Deutsche mindestens einmal auf Seiten von Google unterwegs. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 82 Mio. erreicht Google so 2/3 alle Deutschen, vom Baby bis zum Greis.

Diese Performance ist beeindruckend und beschränkt sich nicht allein auf Angebot im Internet. Auch hinsichtlich des Betriebssystems für Smartphones liegt Google bei mittlerweile 53,4% Marktanteil. Apple folgt mit 21,8%, Symbian liegt gerade noch bei 14,9% und Microsoft stagniert bei 5,8%.

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Comscore-Report Future in Focus: Digitales Deutschland 2013 und beziehen sich auf Dezember 2012.

Donnerstag, 4. April 2013

Innovation heisst Verborgenes im Offensichtlichen entdecken

Wie viele Quadrate sehen Sie? (Quelle)
Wie viele Quadrate sehen Sie auf diesem Bild?

Es gibt verschiedene Antworten. Eine ganz schnelle lautet: 16. Vier Reihen á vier Quadrate gibt 16 Quadrate, das ist offensichtlich.

Schaut man etwas genauer hin erkennt man schnell: Es sind doch mehr. Denn auch alle 16 einzelnen Quadrate bilden zusammen ein großes Quadrat und lassen sich in Gruppen zu zwei Quadraten oder drei Quadraten erkennen. Das ergibt dann 16 einzelne Quadrate + 9 Zweiergruppen + 4 Dreiergruppen plus einmal das gesamte Bild, in Summe also 30 Quadrate. Das ist schon ganz schön gegen das Offensichtliche gedacht.

Man kann aber auch noch eine andere Antwort geben, denn neben den 30 schwarzen Quadraten, gibt es ja auch noch 30 weiße Quadrate, also insgesamt 60 Quadrate. Vijay Govindarajan und Srikanth Srinivas empfehlen daher in  ihrem Blogbeitrag To innovate, find what's hiding in plain sight: "don't stop at 30 squares. Think creatively to find what other solutions may be hiding in plain sight."

Meeting Troll: 12 Merkmale, die ihn entlarven

Ein Meeting Troll ist eine Person, die die Effektivität und Effizienz von Meetings als Instrument der internen Kommunikation negativ beeinflusst. Und zwar nicht durch Ignoranz oder reine Provokation, sondern unter dem Deckmantel der Mitarbeit.

Seth Godin hat in einer Art Bestimmungsbuch zwölf Merkmale zusammengetragen, die helfen, einen Meeting Troll zu entlarven:

1. Der Meeting Troll hat eine unendliche Liste von Einwänden. Es ist die Länge der Liste, die diese unzumutbar macht.

2. Der Meeting Troll sagt niemals "wir", sondern immer "Sie" oder "Du" oder "Ihr"

3. Der Meeting Troll will nicht unbedingt das Scheitern des Meetings, aber er baut von Anfang an vor, dass er im Falle des Scheiterns nicht mit dem Meeting in Zusammenhang gebracht wird.

4. Obwohl der Meeting Troll immer bekundet, wie sehr er Meetings hasse, kann er nicht ohne, sind Meetings doch die einzige Möglichkeit seiner Betätigung.

5. Der Meeting Troll verwendet überdurchschnittlich oft die Phrase vom Advocatus diaboli

6. Der Meeting Troll versucht immer die "Neins" und das Contra zu einer Idee zu finden

7. Der Meeting Troll ruft nicht selbst Treffen ein, er nimmt nur Teil

8. Manchmal sagt ein Meeting Troll in einem Meeting gar nichts und kommuniziert ausschließlich non-verbal: mit Augenrollen, Stirnfalten u.ä.

9. Der Meeting Troll hat ein tolles Gedächtnis, was Fehlschläge angeht, kann sich aber selten an Erfolge zurückereinnern.

10. Der Meeting Troll nutzt Analogien, um andere zu verunsichern und ihnen nahezulegen, dass sie gerade dabei sind, einen großen Misserfolg zu starten.

11. Der erfahrene Troll nutzt endloses Hinterfragen, nicht um ein Projekt direkt zu töten, sondern um die Saat der Unsicherheit und des Misstrauens in das Projekt zu säen und damit das Projekt mittelfristig zum Scheitern zu bringen.

12. Der Meeting Troll ist nicht wirklich böse oder schlecht, er ist nur ein Angsthase: "Change is a threat, and trolling is his well-intentioned but erroneous response to the threat of change."

Paywalls kommen, Zeitungen gehen

In a dying industry, the sensible thing to do is to maximize your revenues before you die. Paywalls might well make money for newspapers. But that doesn’t mean that newspapers aren’t dying.

So lautet das Resümee von Felix Salmon von Reuters über die Einführung von Paywalls im Zeitungswesen. Paywalls werden kommen, Paywalls werden den Zeitungen noch ein paar Zusatzumsätze spendieren. Paywalls werden aber nicht verhindern, dass das universelle Nachrichtengeschäft in seiner gewohnten Form als eigenständiger Markt wohl ein Ende finden wird.

Das Zeitungssterben wird durch Paywalls nicht aufgehalten, sondern nur versilbert. Man nimmt mit, was geht (vgl. WAZ) oder man versucht sich neu zu erfinden (vgl. Springer), aber das eine allgemeine Tageszeitung im heutigen Sinne Aussicht auf Bestand hat, erscheint mehr als zweifelhaft.

Spezialisierung und Fragmentierung auf der einen Seite und die Diskussion von Nachrichten-Events in Gruppen andererseits lassen sich eher kommerzialisieren als die Bereitstellung schlichter Fakten, die es - weil es im Interesse der Nachrichtenereignisse ist - meist auch ohne mediale Unterstützung in die Öffentlichkeit schaffen.


Mittwoch, 3. April 2013

Internetnutzer in Deutschland: Die meisten sind älter als 55

So alt sind deutsche Internet-Nutzer
Internetnutzung nach Alter in Deutschland (Quelle: Comscore)
Selbst im Jahr 2013 hat man manchmal den Eindruck, dass sich der Volksglaube hält: Das Internet sei etwas für die jungen Hüpfer, die da irgendwie ihre Zeit vertändeln. Die empirisch messbare Realität sieht anders aus. Die meisten Internetnutzer in Deutschland stellen die "golden surfer" oder "best agers", also diejenigen, die ihren 50. Geburtstag schon hinter sich haben.

Das liegt natürlich sehr stark an der Alterspyramide in Deutschland. Dennoch zeigen diese aktuellen Zahlen aus dem von Comscore veröffentlichten Report "Future in Focus. Digitales Deutschland 2013" eines ganz deutlich: Internetangebote sollten nicht möglichst "jugendlich" zugeschnitten werden, sondern sich hinsichtlich Navigation, Lesbarkeit und Usability an der Majorität der Nutzer orientieren.

Dies gilt übrigens nicht nur fürs "normale" Internet. Auch bei Facebook legen die "Alten" zu, während die Jugend zu trendigeren Alternativen wechselt, wie Holger Schmidt heute auf Focus berichtet.

Spickzettel für Fleischenthusiasten

Ok, das hier hat nichts mit Medien und Kommunikation zu tun, auch nicht mit Wandern und GPS. Aber Spaß und Sinn macht es trotzdem, vor allem für diejenigen, die sich für gut gemachte Infographis begeistern und die auch im englischsprachigen Raum professionell ein gutes Stück Fleisch für den jeweiligen Appetit ordern wollen. Thanx visual.ly...

Dienstag, 2. April 2013

Social Media ohne Internet

Cartoon von John Atkinson (Quelle)
Für unsere Kinder und Enkel: So sah die Welt aus, bevor Social Media über alle Kanäle unser Leben mit Apps, Likes und Connects bereicherte. Schöner Cartoon von John Atkinson, der schön das Versprechen einlöst: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Montag, 1. April 2013

Big Data: Wie spricht man Analytics?

Nightingale Infographic
Nightingale kommunizierte ihre Analysen visuell
Analyseergebnisse sind eine tolle Sache. Doch wenn man sie nicht versteht, fällt man schnell zurück auf sein Bauchgefühl. Das ist die Erfahrung, die Tom Davenport, einer der Protagonisten der Business Intelligence, gemacht hat. Deshalb ist es wichtig, über Analyseergebnisse so berichten zu können, dass Entscheider die Optionen oder Resultate in ihren eigenen Begriffen verstehen können.

Zu diesem spannenden Themenfeld hat Davenport einen guten Artikel veröffentlicht:

Davenport, Thomas H. (2013): Telling a Story with Data. Communicating effectively with analytics, http://dupress.com/articles/telling-a-story-with-data/

Die zentrale These Davenports in diesem Artikel: "unless decision makers understand analytics and its implications, they may not change their behavior and adopt analytical approaches while making decisions".

Er bringt ein schönes Beispiel von Florence Nightingale, die Begründerin der modernen Krankenpflege, die u.a. auf Basis von Datenanalyse die Ressourcenverteilung im Krankenhaus beeinflusst und dabei durchaus modern anmutende Infographics einsetzte.

Das Gegenteil seien die Forschungsarbeiten von Gregor Mendel, dem Begründer der genetischen Vererbungslehre. Trotz epochaler Forschungsergebnisse verstand Mendel es nicht, seine Ergebnisse so zu kommunizieren, dass sie Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs nahmen. Erst spät nach seinem Tod wurden die Ergebnisse aufgegriffen und beeinflussten das Biologie im Kern.

An weiteren Beispielen erläutert Davenport den Einfluss, den die Art und Weise der Ergebnispräsentation auf den Erfolg (die Anwendung der Ergebnisse) nimmt und rät abschließen: "From the beginning of the analysis process, an analyst should be thinking deeply about how the results will be communicated."