Donnerstag, 30. Mai 2013

Gut schreiben: Fünf zeitlose Tipps

Tipps, wie man bessere Texte produzieren, wie man verständlich schreibt, wie man überzeugend schreibt usw. gibt es viele. Und auch die Ratgeberliteratur zum Thema "Schreiben" füllt ganze Bibliotheken. Wie gut, dass es einige wenige Einsichten gibt, die zeitlos das Wichtigste auf den Punkt bringen. Eine dieser Quellen ist die Werber-Legende David Ogilvy. 1982 verschickte es an seine Mitarbeiter ein Memo mit dem simplen Betreff: How to write.

Warum tat er das? Weil er davon überzeugt war, dass Schreiben und Denken miteinander in Beziehung stehen und nur die, die gut schreiben können, auch gute Manager werden. Die fünf besten seiner Tipps für gutes Schreiben sind:

1. Schreib immer mit kurzen Worten, in kurzen Sätzen und kurzen Absätzen.

2. Schreib niemals Jargon und niemals Buzz Words. Sie sind die Markenzeichen von arroganten Ärschen.

3. Schreib immer so, wie du sprechen würdest, natürlich, nicht hochgestochen.

4. Schreib niemals mehr als zwei Seiten zu einem Thema.

5. Verschick das, was du geschrieben hast, erst nach einer Nacht und nochmaligem Lesen und Verbessern am nächsten Tag.


Die gesamte Tippliste "Ogilvy on Writing" gibt's bei brainpickings.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Die sieben Gebote für Social Media

Die Social Media Spezialisten von Ogilvy & Mather haben die sieben wichtigsten Prinzipien zusammengestellt, die bestimmen, ob Inhalte im Internet dazu taugen, weiter verbreitet zu werden. Diese sieben Gebote für Social Media helfen Autoren und Redaktionen zu verstehen, was aus einem content einen shareable content macht. Die sieben Social Media Gebote sind dabei schön in eine Infografik verpackt, man kann Sie sich also ausdrucken und über den Schreibtisch hängen, damit man sie nicht vergisst.

Quelle: Bell, John  (2013): The 7 Principles of Social Design - How to Make Content Shareable, ogilvy.com

1. Value Exchange: Haben die Inhalte für den Nutzer einen Wert?
Das Wichtigste Gebot für jede Art von Inhalt: Nur wenn der Inhalt für seinen Nutzer einen Wert darstellt, wird darüber gesprochen. Es gibt keine innere Faszination für einen Inhalt. Der Inhalt selbst muss einen Wert haben - informieren, unterhalten, anregen etc.

2. Disruptive Ideas: Sind die Inhalte neu und herausfordernd?
Man spricht über das, was neu und spannend ist. Inhalte sollten deshalb durchaus bekannte Perspektiven in neuer Sicht präsentieren (Framing) oder auch polarisieren. Das erhöht ihre Weiterverbreitung.

3. Great Story: Berührt mich der Inhalt?
Fakten sind nur Fakten. Sie sind langweilig. Sie werden erst interessant und shareworthy, wenn sie in eine Geschichte eingebettet sind, wenn sie einen emotional berühren, wenn die Fakten einen berühren. Dies kann visuell geschehen (Infographics), textuell (Storyboarding, Framing) oder audiovisuell durch Präsentation der Fakten in einem Videoclip.

4. Fresh Interest: Sind die Inhalte neu?
Nichts ist langweiliger und eignet sich weniger zum Erzeugen von word of mouth, als eine alte Kamelle. Selbst wenn ein Thema nicht neu ist (z.B. bei der Kommunikation über ein Produkt), sollte die Kommunikation jeweils neue Aspekte thematisieren. Menschen lieben Neuigkeiten.

5. Social Proof: Sind die Inhalte beliebt?
Menschen folgen in vielen Aspekten gerne der Mehrheitsmeinung, das bringt Sicherheit und Verlässlichkeit. Dies sollte man bei social news aufgreifen und direkt neben dem Inhalt visualisiseren, wie viele Nutzer den Inhalt bereits angeschaut, weiterempfohlen, getwittert oder geliked haben.

6. Creative Participation: Können die Nutzer die Inhalte mitgestalten?
Meme sind kleine Inhalte, die sich schnell übers Internet verbreiten. Besonders gut funktioniert das, wenn der Inhalt - das Bild, der Text, das Video, das Mini-Game - von denjenigen, die es weiterleiten, personalisierte werden kann. Wer aktiv in einen Inhalt eingreift, identifiziert sich wesentlich stärker mit diesem Inhalt.



7. Simple Advocacy: Werden die Nutzer aktiv aufgefordert, die Inhalte zu verbreiten?
Das einfachste Mittel, Inhalte shareable zu machen, ist die schlichte Aufforderung an die Nutzer des Inhalts, diesen an Freunde und Bekannte weiter zu empfehlen.

Und zum Abschlus die gut gestaltete Infografik mit den Sieben Geboten für Social Media, erstellt von social@Ogilvy:

Die Sieben Gebote für Social Media, Quelle: social@Ogilvy

Dienstag, 28. Mai 2013

Videos in Social Networks

Heute morgen hatten wir in einem Seminar noch das Thema, welche Bedeutung Unterhaltung als Motiv für die Beschäftigung mit Marken und Produkten in sozialen Netzwerken hat. Und dann stolpere ich heute abend zufällig über diese Infografik von Videoexplainers. Perfect Match! Und wie bei guten Infografiken üblich: Man braucht keine weiteren Worte machen, die Grafik spricht für sich über die Bedeutung von Video in sozialen Netzwerken.

Videos in social networks, Quelle: Videoexplainers



Montag, 27. Mai 2013

Kabelnetze: 100 Mrd Dollar allein in den USA

Kabelumsätze in den USA
In den USA ist mehr als die Hälfte der Haushalte per Kabel an das Fernsehnetz und immer häufiger auch an Telefonie und Internet angeschlossen. Trotzdem gehen Marktforscher davon aus, dass das Kabel ein Auslaufmodell ist und kabellose Übertragung der Zukunft gehört.

In diesem Zusammenhang berichtet Derek Thompson von The Atlantic über den Status Quo der Kabelnetze in den USA. Und tatsächlich: Obwohl die Vertragszahlen rückläufig sind, gehen die Umsätze nach oben. Allein in den USA gehen so für die Infrastrukturnutzung rund 100 Mrd US-Dollar über den Tisch. 

Sonntag, 26. Mai 2013

Mobile Business ändert die Marktbedingungen fundamental

Slide auf B. Evans Präsentation, Quelle: Business Insider
Benedict Evans, Analyst bei Enders Analysis, hat eine sehr bemerkenswerte Präsentation für die BookExpo America vorbereitet, die vorab online anzuschauen ist . z.B. bei Business Insider.

Die Präsentation zeigt eindrucksvoll, mit welcher Macht die mobile Branche die Märkte fundamental beeinflusst. Vier Spieler dominieren mit ihren Ökosystemen den Markt und haben ehemalige Größen wie Microsoft, Sony, Nokia und Co. völlig ins Aus gestellt.

Acht Elemente braucht die Strategie

Basierend auf zwei Klassikern - Henri Fayol und Peter Drucker - hat der Strategieberater Alan Kennedy in seinem Buch "The Alpha Strategies" acht Kernelemente zusammengestellt, die man bei der Festlegung und Ausformulierung einer Strategie berücksichtigen sollte.

1. In welchem Geschäft sind wir bzw. für Non-Profit-Organisation: Was ist unser Auftrag?

2. Wie wird das Geschäft finanziert

3. Welches Größenziel wird verfolgt? Wachstum, Stabilität oder Verkleinerung des Geschäfts.

4. Wie werden die Kunden gewonnen und gebunden?

5. Wie wird sichergestellt, die dauerhaft die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen?

6. Wie wird die Forschung und Entwicklung aufgestellt (Innovationsmanagement)?

7. Welche Risiken bestehen für das Geschäft?

8. Wie bringt das Unternehmen seine Leistung zum Kunden?

Alle diese Felder bilden jeweils einzelne Partikularstrategien. Eine der Handlungsfelder gewinnt für das Unternehmen jedoch zentrale Bedeutung und bildet die Alpha-Strategie des Unternehmens. Zwei bis drei anderen Elemente sind zumeist eng mit der Alpha-Strategie verbunden und übernehmen die Rolle der Beeinflusser. Die anderen Elemente sind als Enabler-Strategien zu verstehen und dienen letztlich der Umsetzung der Alpha-Strategie.


Mittwoch, 22. Mai 2013

Infografiken im Marketing: 10 Praxistipps fürs SEO

Durch das Quasimonopol der Google-Suchmaschinen im deutschsprachigen Raum ist man in oft der Ansicht, Bilder sind schmückendes Beiwerk, während die Texte den eigentlichen Erfolgshebel für das Auffinden der Seite und damit auch die Views und Klicks zuständig ist.

Das dem nicht so ist, zeigt eine schöne Infografik von National Positions. Die Marketing-Agentur fand heraus, dass eine gut gemachte Infografik rund fünf Mal soviele Aktionen auslöst als ein traditioneller Text-Post. DIes liegt wahrscheinlich daran, dass eine Infografik sich schlicht und einfach besser eignet, um weiterverbreitet zu werden. Ein Bild sagt nicht nur mehr als tausend Wort. Es ist manchmal auch besser für virale Effekte im Internet.

Guide to infografik in your marketing campaign

(Quelle: http://www.nationalpositions.com)

So funktioniert Startup-Finanzierung

Eine Infografik, die zeigt, durch welche Finanzierungsstufen ein Startup läuft, bis es als mögliches Endziel einen Börsengang durchführt: Das zeigt auf einen Blick die folgende Grafik, die Anna Vital für fundersandfounders gefertigt hat. Dem ist nichts hinzuzufügen.

So verteilt sich der Kuchen über die Finanzierungsgeschichte, Quelle: fundersandfounders

Samstag, 18. Mai 2013

Do the Buffett: Tipps vom Investment-Altmeister

Die Financial Post hat eine schöne Zusammenstellung markanter Aussage von Investment-Legende Warren Buffett veröffentlicht: Warren Buffett's 23 best investment quotes. Die fünf schönsten Tipps vom Altmeister:

You don’t have to be a genius to invest well, bzw. im O-Ton: “You don’t need to be a rocket scientist. Investing is not a game where the guy with the 160 IQ beats the guy with 130 IQ.”

Bad things aren't obvious when times are good. "After all, you only find out who is swimming naked when the tide goes out.”

Buy businesses that can be run by idiots. “I try to buy stock in businesses that are so wonderful that an idiot can run them. Because sooner or later, one will.“

Price is what you pay, value is what you get.  “Long ago, Ben Graham taught me that ‘Price is what you pay; value is what you get.’ Whether we’re talking about socks or stocks, I like buying quality merchandise when it is marked down.“

Never lose money: “Rule No. 1: never lose money; rule No. 2: don’t forget rule No. 1″


Freitag, 17. Mai 2013

Preismanagement by Rolling Stones

By Larry Rogers (Quelle)
Das Thema Princing wird in vielen Marketingveranstaltungen nur am Rande dargestellt, dabei ist es faktisch das zentrale Element der Vermarktung, und das sowohl was die relative Höhe des Preises im Vergleich zum Wettbewerb angeht, als auch die was die absolute Höhe des Preises in Bezug auf den Gewinn angeht.

Wie schön, wenn es dann etwas gibt, wo man ganz praktische Tipps über Pricing lernen kann, ohne sich mit Preis-Absatz-Funktionen, Grenzertrag und Krams zu beschäftigen.


Rafi Mohammed hat eine solche Preis-Geschichte am Beispiel des Pricings der Rolling Stones im Blog der Harvard Business Review dargestellt. In seinen Pricing Lessons from the Rolling Stones gibt Mohammed sechs praktische Tipps für die richtige Preisgestaltung:

1. Add Value: Rolling Stones Tickets für die 2013-Jubiläumstour kosten in den USA um die $600 mit Tendenz nach oben. Warum sollte man soviel Geld ausgeben? Weil die Stones ihren Konzerten einen spezifischen Mehrwert verpassen: Man munkelt, es könnten die letztne Livekonzerte werden, man holt special guests und macht aus den Konzerten ein unvergessliches Erlebnis.

2. Lower Value to Justify a Lower Price: Bei allen Konzerten wird ein Kontingent von "for the fans"-Tickets zum deutlich günstigeren Preis angeboten. Aber: Die Tickets gibts nur kurz vor dem Konzert und man weiß nicht, wo man sitzt. Nur wo weniger Leistung geboten wird, wird der Preis auch gesenkt.

3.Sell Via a Different Distribution Outlet
. Bestimmte Kontingente der Karten werden bewusst über den Graumarkt veräußert. So kann das Preisspektrum auch am unteren Rand bedient werden, ohne dass die offiziellen Vertriebspartner tatsächlich davon tangiert werden.

4. Tell a White Lie. Auch Schwindeln gehört zum erfolgreichen Pricing. Sind in bestimmten Preiskategorien noch Sitze über, werden kurz vor dem Konzert einfach "neue Plätze eingerichtet" und schnell last minute angeboten.

5. Tell the Truth. Selbst wenn man seinen Premiumpreispunkt selbst verletzt wird das akzeptiert, solange man eine gute Erklärung dafür hat. Z.B. könnten Ticketpreise am Sonntag günstiger sein, weil der Abend weniger attraktiv ist, weil viele am nächsten Montag arbeiten müssen.

6. Offer Mixed Bundles and Volume Discounts. Z.B. kann man Familientickets in der Form anbieten "kauf drei, bekomm eins gratis dazu" oder die Ticketagentur bundelt ein Stones-Ticket mit einem Ticket eines anderen Künstlers und bietet einen gemischten Preis an.

Donnerstag, 16. Mai 2013

MIT-Studie: 8 Tipps, um Likes auf Facebook zu erhalten

Wie kriegt man Facebook-Likes (Bild-Quelle: artinfo.com)
Wie können Unternehmen es schaffen, für ihre Beiträge in Facebook von den Lesern möglichst viele Likes zu bekommen? Dieser Frage gingen Arvind Malhotra, Claudia Kubowicz Malhotra und Alan See von der MIT Sloan School of Management nach. Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend. 8 Tipps, wie man Facebook-Beiträge schreibt, die geliked werden, hat die Financial Post übersichtlich zusamengefasst:

1. Ohne Fotos geht gar nichts. Unternehmensseiten, die nur mit Logo und Text arbeiten sind zu unpersönlich und „machen nicht an“.

2. Am Puls der Zeit sein. Man sollte in seinen Beiträgen ruhig (gerne auch penetrant) auf aktuelle Gegebenheiten eingehen. Wenn Valentinstag ist, dann sollte man ruhig seine Leser zum Valentinstag grüßen und ein Blumenbildchen posten.

3. Ruhig Werbung machen. Wenn Kunden sich mit einer Unternehmensseite auf Facebook verbinden, wollen sie sich mit der Marke beschäftigen und sind sowas wie ein Fan der Marke. Sie erwarten Werbung und nicht nur hochgestochene Hintergrundberichte.

4. Verneigen Sie sich vor ihren Kunden.
Wenn Kunden ihre Posts weiterleiten, identifizieren sie sich aktiv mit den positiven Werten ihrer Marke. Lassen sie das ihre Kunden wissen und bedanken sie sich dafür.

5. Bilden Sie Ihre Fans aus in Sachen Markenwissen. Fans lieben es, mehr zu wissen, als der Rest der Welt. Nutzen Sie die Möglichkeiten und geben Sie Ihren Fans immer wieder Einsichten in die Produktentwicklung und das Marketing, mit denen sie sich noch deutlicher mit der Marke identifizieren können.

6. Machen Sie Ihre Marke menschlich. Soziale Netzwerke sind vor allem eins: Sozial. Sie verbinden Menschen. Wenn Sie als Unternehmen da mitmischen wollen, müssen Sie Ihre Marke menschlich darstellen.

7. Lachen ist die beste Medizin. Soziale Medien funktionieren weniger wie Massenmedien, sondern eher wie Interaktionen und d.h.: Lächeln, Humor, Lachen etc. sind Türöffner für gute Beziehungen und gute Beziehungen werden weiter empfohlen.

8. Fordern Sie Ihre Leser auf Ihren Post zu liken. Nicht immer und nicht in jeder Situation weiß man, was der Absender eine Botschaft bezweckt. Deshalb machen Sie es Ihren Lesern einfach und fordern Sie sie auf, den Post zu liken.





Und in diesem Kontext: Wenn Ihnen dieser Text gefallen hat, twittern Sie ihn bitte oder Liken ihn bei Facebook, ok :-)

B2B Social Media Marketing

Social Media Marketing ist eines der Trendthemen im Marketing. Man begeistert sich an den potenziellen Reichweiten, die man speziell auf Facebook erreichen kann, aber faktisch dann doch nicht erreicht, wenn man nicht eine der globalen Power Brands wie Coke, Apple oder Samsung ist. Man berauscht sich an den Möglichkeiten des direkten ungefilterten Kontakts zu seinen Kunden – der dann aber zumeist einer aus dem operativen Tagesgeschäft losgelösten Fachabteilung, die mit dem eigentlichen Kundenbeziehungsmanagement (CRM) wenig zu tun hat, oder gar einer externen Social Media Agentur überlassen wird.

Ergebnisse einer Befragung zum Einsatz von
Social Media Marketing in KMU (Quelle: Socialmediatoday)
Es stellt sich berechtigt die Frage, inwieweit Social Media Marketing verstanden als Toolbox mit einer großen Auswahl vieler, spezialisierter Werkzeugen insbesondere für solche Unternehmen nutzbar gemacht werden kann, die ihre Produkte nicht an Konsumenten absetzen, sondern als Zulieferer Vorleistungen erbringen oder als Industriegüterhersteller langlebige Gebrauchs- und Investitionsgüter herstellen. Können Unternehmen, die im B2B-Umfeld arbeiten, Social Media Marketing effektiv (also wirksam) und effizient (also wirtschaftlich) einsetzen?

Ohne lange Vorrede und ohne harte empirische Fakten: Meine Einschätzung ist, dass Social Media Marketing für Unternehmen ein Randthema ist und bleiben wird, wenn sie sich im Verkauf z.B. allein aufgrund des Pricings im Kern mit komplexen Einkaufsstrukturen (Buying Center) auseinandersetzen müssen. Social Media Marketing wird sich für den Anlagenbau oder Infrastrukturprojekte auch dauerhaft nicht zu einem Kerninstrument im Marketing-Mix entwickeln. Sehr wohl lassen sich spezielle Aspekte durch Social Media Marketing unterstützen. Das Kerngeschäft aber wird m.E. auch langfristig durch andere absatzpolitische Instrumente bestimmt.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Manisch-depressiv auf Facebook

Eine Bipolare Ströung kennt man als Erkrankung, bei der der Patient zwischen zwei extremen Zuständen pendelt, mal depressiv, mal manisch. Dieses Phänomen beobachtet Buzzspice auch bei Unternehmensseiten im Facebook-Netzwerk. Buzzspice hat 300.000 Facebook-Seiten von kleinen und mittleren Unternehmen untersucht und festgestellt, dass sie bipolare Störungen hinsichtlich der Veröffentlichungsfrequenz aufweisen.

D.h. konkret: Die Seiten bieten keinen kontinuierlichen NAchrichten-Fluss, sondern sind mal begeistert und posten 5, 10 oder mehr Beiträge an einem Tag, um dann wochenlang gar nichts zu veröffentlichen. Dies führt dazu, dass solche Seiten schnell ihre Leser und Fans verlieren.

Die bipolare Störung lässt sich über die meisten Branchen verfolgen. Besonders stark aber bei Versicherungen - wahrscheinlich weil die nichts zu sagen haben. Und bei Nahrungsmitteln - völlig unverständlich, denn darüber kann man ständig was sagen...

Wichtig ist die Aussage, die BuzzSpice CEO Moti Radomski macht: Pages that do not stay in constant touch with their fans get decreasing score on the Facebook EdgeRank algorithm, lose visibility, and eventually disappear from their fans’ News Feeds.

Quelle: Allfacebook

US-Buchhandel: 20% Umsatz mit E-Books

Die New York Times berichtet heute über den Buchmarkt in den USA. In 2012 setzten die Buchverlage in den USA insgesamt 15 Mrd USD um, eine Milliarde bzw. 7% mehr als in 2011. Das Wachstum kommt zu großen Teilen aus dem Geschäft mit E-Books, die rund 40% zulegten und jetzt 2,75 Mrd. USD Umsatz erzielten. Größtes Wachstumssegment ium E-Book-Geschäft: Kinderbücher, deren Umsatz sich mehr als verdoppelte auf jetzt $469.000.000.

Interessant auch die Zahl, wo Bücher gekauft werden. 2012 gingen Bücher im Wert von 7,5 Mrd. USD über den stationären Buchhandel (minus 7%), und Bücher im Wert von 6,9 Mrd. USD (plus 21%) über Onlineversender wie Amazon.

Wanderatlas Deutschland informiert (Mai 2013)

Blick vom Aussichtsturm auf dem Rimberg
Hallo liebe Wanderfreunde,

heute haben wir eine Bitte an euch: Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit der Frage, ob wir eine Smartphone App für den Wanderatlas machen sollten. Wir haben uns umgeschaut, was es so an Apps gibt, einige Smartphones gekauft und getestet, sind aber noch nicht so recht schlüssig, wie eine Wanderatlas App aussehen sollte.

Daher hat Garmini einen Forenbeitrag geschrieben, wo angemeldete Nutzer über die Kommentarfunktion unterhalb des Texts frei ihre Meinung kundtun können. Wir möchten gerne Anregungen von unseren Lesern sammeln, damit wir - wenn's denn jemals eine Wanderatlas-App geben soll - etwas bauen, was euch begeistert.

Also, noch einmal die Bitte: Schreibt uns, was ihr zum Thema App denkt. Macht das Sinn, was sollte eine App können, was muss eine App definitiv nicht können. Hier geht's zum Forenbeitrag Wandern mit dem Smartphone - Kommentare ausdrücklich erwünscht!

Drei Tourentipps haben wir natürlich auch wieder für euch. Diesmal haben wir drei Wege ausgewählt, die zu den zertifizierten Rundtouren in unseren Kerngebieten gehören.


Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir derzeit den Lahnwanderweg in voller Länge vor. 288km von der Lahn-Quelle im Siegerland bis zur Mündung bei Lahnstein in den Rhein mit abwechslungsreichen Landschaften und jeder Menge Kultur. Im nächsten Monat steht dann der Vulkanring Vogelsberg auf dem Programm.

Viel Spaß wünschen wir euch im Wonnemonat Mai, einem der stärksten Wandermonate des Jahres, so denn das Wetter mitspielt.

PS: Wie immer zum Schluss der Hinweis: Wir freuen uns auf neue Follower bei Twitter und Freunde bei Facebook. Und möchten natürlich daran erinnern, dass ihr alle herzlich eingeladen seid, selbst Wanderungen im GPS Wanderatlas zu veröffentlichen.

Lahnwanderweg mit GPS erkunden

Der Lahnwanderweg ist ein 288km langer Fernwanderweg, der vom Siegerland (Nordrhein-Westfalen) durch Hessen (über Marburg, Gießen, Wetzlar und Limburg) nach Rheinland-Pfalz zur Mündung der Lahn in den Rhein führt. Lange hat es gedauert, bis die komplette Wanderstecke ausgeschildert war, seit einigen Monaten aber ist es soweit. Jetzt hat der GPS Wanderatlas den Lahnwanderweg als GPS Wanderweg des Monats oim Fokus und berichtet in 14 Tageswanderungen von den Erlebnissen unterwegs.

Zum Start der Serie veröffentlicht der GPS Wanderatlas folgende Pressemitteilung, die ich im Original-Ton unredigiert weiterleite:

Lahnwanderweg: GPS, Bilder und Tour-Reportage im Wanderatlas
Lahnwanderweg ist Wanderweg des Monats

(Beselich, 15. Mai 2013). Der über mehrere Jahre mit viel Aufwand eingerichtete Lahnwanderweg wird im Mai 2013 als Wanderweg des Monats im GPS Wanderatlas vorgestellt. In 14 Tageswanderungen berichtet die Redaktion auf www.ich-geh-wandern.de über den Lahnwanderweg, der vom Siegerland in einem großen Bogen über Marburg, Gießen, Wetzlar, Limburg und Bad Ems bis an den Rhein führt.

Lahntal im Nassauer Land
Stolze 288km schlagen zu Buche, will man den Lahnwanderweg komplett erwandern. Der Lahnwanderweg ist die logische Verbindung von zwei bundesweit bekannten Fernwanderwegen, dem Rothaarsteig und dem Rheinsteig.

Unterwegs passiert der Lahnwanderweg zahlreiche landschaftliche und kulturelle Höhepunkte. Man kommt zur Geburtsstätte Hessens und der Stammburg des niederländischen Königshauses, sieht Deutschlands erste gotische Kirche und den einzigen Schiffstunnel im Land, spaziert auf den Pfaden des jungen Werthers und des alten Dostojewskis und erlebt natürlich die ganze Zeit, wie ein Fluss eine Landschaft gestaltet: als kleiner Bach im Wittgensteiner Land, als stattlicher Fluss in einem weiten Talbecken bei Gießen und schließlich als Canyon tief eingeschnitten zwischen Westerwald und Taunus.

Startpunkt für den Lahnwanderweg ist die Quelle der Lahn bei Netphen im Siegerland. Von hier geht es zunächst ostwärts über Bad Laasphe und den Perfstausee zu den Damshäuser Kuppen (498m) mit Aussichtsturm und weitem Blick über das Lahn-Dill-Bergland.

Aussichtspunkt am Lahnwanderweg
Dann wird Marburg erreicht, wo einst die Landgrafschaft Hessen begründet wurde und die heilige Elisabeth wirkte, über deren Grab man die Elisabethkirche erbaute. Durch den Krofdorfer Forst kommt man zur Burg Gleiberg. Von hier leitet der Lahnwanderweg durch die Lahnauen nach Wetzlar, ehemals Sitz des Reichskammergerichts (bis 1806 höchstes Gericht im Heiligen Römischen Reich).

Hinter Wetzlar trennt die Lahn als natürlich Grenze Westerwald und Taunus. Man kommt über Braunfels nach Weilburg mit einem der schönsten Barockschlösser Hessens. Der Lahnwanderweg führt weiter ins Land des Lahnmarmors. Am Unica-Bruch – einem von 77 nationalen Geotopen – erlebt man, wie Marmor abgebaut wurde.

Vorbei an der Lubentiuskirche, der ersten Kirche an der Lahn, erbaut im 8. Jahrhundert, kommt der Lahnwanderweg nach Limburg mit dem bekannten Dom, der einst den 1.000-Mark Geldschein zierte. Direkt hinter Limburg liegt Diez am Lahnwanderweg mit Schloss Oranienstein und dem Landgrafenschloss.

Über Fachingen (hier kommt das bekannte Heilwasser her) kommt man in den schönsten Teil des Lahntals, das bis zu 200m tief in die Schieferhänge eingeschnitten ist. Man kommt über Balduinstein nach Nassau und erreicht später das Kaiserbad Bad Ems, von wo einst die Emser Depesche abgeschickt wurde, die den Deutsch-Französischen Krieg auslöste.

Die Lahn und der Limburger Dom
Das letzte Stück auf dem Lahnwanderweg führt in die Ruppertsklamm, eine steile Schlucht, bevor man in Lahnstein nicht nur das viel besungene Wirtshaus an der Lahn, sondern zugleich die Mündung der Lahn in den Rhein erreicht.

Der GPS Wanderatlas Deutschland stellt den Verlauf des Lahnwanderwegs in 14 Tagesetappen ab heute (15. Mai) vor. Die Wegführung kann nicht nur auf einer interaktiven Wanderkarte eingesehen werden, sondern steht auch als GPS-Daten zum kostenfreien Download bereit, um sie per Smartphone oder GPS-Gerät für die Wanderung zu nutzen.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein redaktionelles Angebot, das sich speziell an den Bedürfnissen von Wanderern, Tagesgästen und Ausflugstouristen orientiert. Wer kurzfristig etwas in der Region unternehmen möchte, findet im GPS Wanderatlas Deutschland eine sehr fein gegliederte und praktische Planungshilfe.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein Produkt der Wanderatlas Verlag GmbH mit Sitz in Beselich bei Limburg. Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet, um Tagestouristen und Wanderer überregional und unabhängig mit Informationen zu Touren, Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten zu versorgen. Aktuell gibt es den GPS Wanderatlas für die Wandergebiete Sauerland, Westerwald, Taunus, Oberhessen und Bergisches Land.

Dienstag, 14. Mai 2013

Was passiert im Internet an einem Tag?

A day in the life of the internet: So betitelt Sean Valant die untenstehende Infographic, die zugleich ein schönes Beispiel dafür ist, wie man Fakten übersichtlich und anschaulich arrangiert.

Damit wir hier nicht nur Bilder gucken ein paar Facts herausgezogen:

  • 37% der Weltbevölkerung ist online. In den USA sind es fast 80%.
  • Die Weltsprache im Internet ist noch Englisch, aber Chinesisch ist knapp dahinter, gefolgt von Spanisch, Japanisch und Portugiesisch
  • Top-Web Browser: Chrome (Google)
  • Top-Email Services: Gmail (Google)
  • Top-Webseite nach Reichweite: Google
  • Top Social Network: Facebook, gefolgt von YouTube (Google)
  •  Jeden Tag werden über Google 3,5 Milliarden Suchanfragen bedient
  • Täglich gehen 300 Millionen neue Fotos bei Facebook online
  • Täglich werden rund 175 Millionen Tweets geschrieben


A day in the life of the InternetA Day in The Life of The Internet via HostGator

Nachrichten finden auf Smartphones und Tablets nicht statt

Eine aktuelle McKinsey Studie bringt ein spannendes Ergebnis: Obwohl Smartphones und Tablets in den USA einen Anteil von 16% an der täglichen Mediennutzung haben, sind sie im Bereich Nachrichten unterrepräsentiert. Der Großteil der US-Amerikaner informiert sich über das aktuelle Tagesgeschehen im Fernsehen (41%). Ebenfalls stark sind Zeitungen und Zeitschriften (35%) gefolgt vom Radio (16%). Aber: Nur 4% nutzen für Nachrichtenkonsum PCs und gar nur jeweils  2% Smartphones und Tablets.

Genrevergleich hinsichtlich der Nutzung verschiedener Medien (Quelle: McKinsey via Poynter)


Wie belastbar diese Daten sind, geht aus dem Bericht der journalistischen Hochschule Poynter nicht hervor. Auch lassen sich die Zahlen in dieser Form nicht mit anderen Ländern vergleichen. Allerdings ergibt sich eine spannende Fragestellung: Nämlich inwieweit die totgesagten Medien Zeitung, Zeitschrift, Radio und Fernsehen in verschiedenen Genres durchaus langfristig sehr gute Chancen haben (siehe die langen Hintergrundstücke bei der ZEIT und die nach wie vor guten Live-Einschaltquoten von Tagesschau und heute).

Montag, 13. Mai 2013

5 Erfolgstipps für Startups von Amazon-Gründer Bezos

Amazon ist eine der großen Erfolgsgeschichten aus dem Web 1.0, aus den Zeiten der New Economy und des Dotcom-Booms. Heute der größte Versandhändler weltweit und im Bereich Inhalte neben Apple der größte Verkäufer im Mediengeschäft. Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in zahlreichen Interview viele Einblicke in sein Denken gegeben. Forbes hat jetzt fünf wichtige Tipps zusammen gefasst, die als Lehre aus dem Amazon-Erfolg speziell für Startups wichtig sind.

1. Deine ersten Mitarbeiter sind die wichtigsten, sie bilden zusammen mit Dir die Kultur des Unternehmens 
Besonders am Anfang ist es wichtig, genau die und nur die Mitarbeiter einzustellen, die 100% zu den Ansichten und Absichten des Startups passen. Man soll lieber 50 oder 100 Bewerbungsgespräcghe führen, als in der Anfangsphase einen falschen Mitarbeiter einstellen. “Cultures aren’t so much planned as they evolve from that early set of people.”

2. Seid flexibel stur 
Ein Startup geht in einen Markt und will mit einer neuen Idee die Spielregeln ändern und sich etablieren. Dabei gilt zu bedenken: Es dauert immer länger, als man denkt. Daher soll man sich nicht zu schnell entmutigen lassen und in der strategischen Perspektive stur sein. Im Tagesgeschäft dagegen kann man auftretende Probleme völlig flexibel lösen und sich nicht so sehr abn Routinen und Abläufe halten. "We are stubborn on vision. We are flexible on details"

3. Beschäftigt euch mit euren Kunden, nicht mir eurem Wettbewerb 
SWOT, Porters Five Forces, MbO, Balanced Scorecard & Co: Strategische Planung und strategische Unternehmensführung basieren auf der Einsicht, dass der Wettbewerb die entscheidende Größe ist. Nicht so für Startups: Sie sind nur ihrer Idee und ihren Kunden verpflichtet. “We see our customers as invited guests to a party, and we are the hosts. It’s our job every day to make every important aspect of the customer experience a little bit better.”

4. Hinterfragt von Zeit zu Zeit die Organisation 
Man muss wenn man die ersten Mitarbeiter einstellt auch die Organisationsstruktur festlegen im Sinne von Berichtswegen und Verantwortlichkeiten. Speziell ein Startup sollte die Struktur in regelmäßigen Abständen hinterfragen, um die bestmögliche Antwort für das Agieren im Markt zu ermöglichen. Die beste Entscheidung ist eine faktenbasierte Entscheidung - da ist es egal, wer in der Hierarchie sie trifft. Es gibt aber Entscheidungen, da fehlen Fakten und man muss sich auf Erfahrungen verlassen: Dafür braucht es eine jeweils der Situation angepasste Struktur.

5. Findet raus, wann man alle Regeln über Bord werfen muss 
Die Welt ist voll von Tipps und Ratschlägen. Überall gibt es Hinweise, wie man ein Geschäft erfolgreich aufbauen kann. Aber: Die erfolgreichen Unternehmen haben in wesentlichen Punkten etwas anders gemacht, als all die anderen. "We got some good advice, we ignored it, and it was a mistake. But that mistake turned out to be one of the best things that happened to the company.”

Redaktionelle Umfelder für Werbung im Internet

Der Werbemarkt hat weltweit ein Volumen von 250 Milliarden US-Dollar. 70% davon geben in Markenaufbau und Markenpflege, bilden also das breite Ende des Trichters. Insgesamt 25 Milliarden Dollar wandern in die globale Onlinewerbung und hier schöpft den größten Teil das Suchmaschinenmarketing (SEM) ab, das auf direkte Handlung (direct response) und Konversion von Interesse in Käufe aus ist. Diese Analyse bringt Jim Bankoff, CEO von Vox Media, zur Erkenntnis: "We believe there's a big opportunity there, but someone has to actually go after it--someone has to bring the quality back." (Quelle: Techcrunch).

Wie kommt nun Qualität ins Internet? Über endlose Bildstrecken, Tweets, Uploads privater Bilder und Verbreitung von Nachrichten, um möglichst schnell möglichst viele Klicks zu erhalten? Sicherlich nicht fand Chris Dannen von Co-Labs heraus. Seine persönliche lesson learned: "...quality, not velocity, is the future of online news" (Quelle: Co.LABS).

Der lesenwerte Bericht dokumentiert mit Google Analytics wie ein überlanger Text die Absprungrate (bounce rate) der Leser deutlich gesenkt hat. Weniger Abspringer aber bedeutet: Interessanter Inhalt. Und was anderes als ein leistungsfähiges redaktionelles Umfeld für den Aufbau und die Pflege von Marken sind Inhalte, die das Leserinteresse finden und fesseln?Das Internet als Werbeträger ist noch äußerst jung. Man kann aber mit einigen guten Argumenten erahnen, dass nicht die reine Auffindbarkeit im Netz (durch hohes Ranking in den SERPs), sondern die Bindung und die Begeisterung, die ein Inhalte bzw. ein Inhalteanbieter auf seine Leser anbietet zum zentralen Kriterium der Qualität eines Werbeträgers im Internet wird.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Design-Wende bei Apple?

Apple gilt als Trendsetter bei Designs des digitalen Lifestyle. Bislang favorisierte Apple sogenannte Skeuomorphic Design, also die Anlehnung an die reale Welt und Emulation von Objekten. Buttons sind dreidimensional und mit Texturen belegt, es werden fotorealistische Grafiken einbebunden und passende Typo verwendet.

Nun munkelt man, dass Apples Designchef Jony Ive, der mittlerweile nicht nur für die Hardware, sondern auch für das GUI zuständig ist, einen radikalen Wechsel vornehmen will: Die neue Oberfläche soll deutlich reduzierter sein im sogenannten Flat Design.

Wer wissen will, wie Flat Design aussieht, kann ausgerechnet bei einem Dinosaurier der Branche schauen: Microsofts Windows Phone 8 nutzt durchgängig Flat Design.

Wer sich allein aus diesem Grunde doch kein Nokia mit Windows Phone kaufen will, kann sich folgende Grafik vom Webmagazin anschauen, die die Unterschiede zwischen Skeuomorphic Design und Flat Design schön gegenüberstellt.


"Apple vs. Microsoft – Flat Design vs. Skeuomorphic Webdesign" - Eine Infografik exklusiv präsentiert von WebMagazin.de.

Nicht auf die Kunden hören

Will ein Unternehmen möglichst gute Produkte und Dienstleistungen anbieten, muss es sich an den Wünschen der Kunden orientieren.

Wenn man sich an den Wünschen der Kunden orientieren will, muss man wissen, was die Kunden über die Produkte denken.

Wenn man wissen will, was die Kunden denken, fragt man sie.

Das ist der "Kunden-Dreiklang", der heute in vielen Unternehmen gespielt wird. Und was sollte auch schon daran falsch sein, die Kunden zu fragen, was sie wollen?

Einiges, sagt Steve Martin, ein zertifizierter Trainer der Cialdini-Methode und Direktor bei influenceatwork. In einem Artikel im HBR-Blog erklärt er, was schief läuft. Es sei nicht so, dass die Kunden gerne antworten und sich auch freuen, wenn ein Unternehmen signalisiert, wir nehmen dich ernst. Aber fast immer wissen Kunden nicht, was sie antworten sollen und da wir alle höflich sind, antwortet man irgendwas. Ein bekanntes Problem der Software-Industrie: Was fehlt ihnen noch lieber Kunde? Aha, eine Funktion, dann bauen wir die schnell rein. So entsteht Bloatware. Und dann kommt Apple und sagt: Ich baue ein Mobiltelefon ohne Tasten. Das hat wahrscheinlich kein Kunde vorher gefordert. Der Markt hat es aber begeistert aufgenommen.

Natürlich muss man wissen, was die Kunden wollen. Aber man darf nicht glauben, die Kunden zu fragen, würde relevante Informationen erzeugen. Deutlich effektiver - also wirksamer und in der Lage, tatsächlich Resultate zu erzeugen - ist es, die Kunden zu beobachten. Dies kann man im Feld oder im Labor machen, die kann man mit kleinen Gruppen oder großen Gruppen machen. Oder man beobachtet nicht die einzelnen Kunden, sondern das Verhalten aller Kunden - Stichwort: Big Data und Business Intelligence respektiv Business Analytics - und extrahiert hier wertvolles Wissen.


Dienstag, 7. Mai 2013

5 Tipps für gute Verhandlungsergebnisse

Vertragsverhandlung ist ein Grundmuster kommunikativen Verhaltens: Man verhandelt über Preise, über Erziehung, über Ideen, über Bewertungen und natürlich auch über seinen Job. Es gibt gute Bücher und Methoden wie den Getting to Yes Approach, die zeigen, wie man z.B. erfolgreich integrative Verhandlungen führt.

Das Ganze hat Aaron Sheperd auf Basis des Buchs Negotiation Boot Camp von Ed Brodow und eigener Erfahrungen komprimiert. Er weist auf fünf einfache Dinge hin, die einem helfen, Vertragssituationen besser abzuwickeln:

1. Zuhören 
Zuhören vermittelt nicht nur Respekt, sondern stellt auch sicher, dass man versteht, was der Vertragspartner eigentlich will.

2. Win-win
Die schlichte Konzentration auf die eigene Position führt in den meisten Verhaldungssituationen zum Scheitern. Besser ist es, auf beiden Seiten Verständnis für die Gegenposition aufzubauen und so festzustellen, wie eine Lösung für beide Seiten tragbar und vorteilhaft ist.

3. Nach Gemeinsamkeiten suchen
Nicht aus dem, was die Verhandlungsführer trennt, sondern aus dem was sie verbindet entstehen Verhandlungsergebnisse, die beide Seiten tragen können und wollen.

4. Einwände anerkennen
Wenn eine Vertragspartei sich mit Ausstiegsformulierungen aus der Verhandlung entfernen will, erkennen Sie besser die Einwände, greifen diese auf und eröffnen ein neues Spielfeld.

5. Den Kuchen vergrößern
Man ist in einer Verhandlung oft sehr fokussiert, dass man das anvisierte Stück Kuchen in voller Größe erhält. Manchmal ist es aber besser, etwas nachzugeben, wenn man dabei den Gesamtkuchen vergrößern kann.

Marketingplan: So einfach geht's!

Der kleinste Marketingplan der Welt (Quelle: Kelly Odell)
Ein Marketingplan ist für Unternehmen und speziell für Startups ein wesentlicher Werkzeug, um aus Ideen Erfolge zu machen. Der Marketingplan legt fest, mit was (Produkt) man zu welchen Preis zum Kunden kommt (Placement) und wie man den Kunden davon zuvor in Kenntnis setzt (Promotion).

Wenn man das nicht geklärt hat, setzt man im Marketing allein auf das Prinzip Hoffnung oder den Zufall. Das überzeugt werden Vorgesetzte noch Banken.

Warum scheitern so viele Unternehmen bei der Erstellung eines Marketingplans?

Kelly Odell hat dafür eine bestechend einfache Antwort: Weil sich Marketingmanager, Gründer und auch Studenten häufig eine Vorlage im Internet runterladen, auf dessen Basis sie dann einen Marketingplan befüllen wollen. Aber Templates - auch solche für einen Business Plan oder ein Design Manual - sind häufig sehr groß ausgelegt, damit sie den Anschein von Professionalität verkörpern. Je dicker ein Marketingplan (oder Business Plan oder Qualitätshandbuch oder Orgaandbuch...) desto kompetenter ist er wohl. Das ist natürlich absoluter Quatsch, weshalb Odell etwas sehr Praktisches gemacht hat, nämlich ein Raster entwickelt, wie man sehr überschaubar und mit einfachen Fragen alle relevanten Marketingfragestellung abträgt und damit den kürzesten, aber umso effektiveren Marketingplan erhält.

Klar, auch dieser Marketingplan ist nicht in einer Stunde ausgefüllt. Aber man steckt bei der Befüllung nicht so viel Zeit ins Schreiben und Gliedern, sondern ins Nachdenken, wie die Fragen richtig zu beantworten sind. Und diese Zeit ist produktive Zeit, denn sie führt dazu, dass der Marketingplan nicht eine dicke Bleiwüste wird, die keiner nutzt, sondern ein Werkzeug für das operative Tagesgeschäft wird.

Montag, 6. Mai 2013

Crowd Funding: 5 Mrd USD für 2013 erwartet

Crowd Funding - das Einsammeln kleiner Geldbeträge bei vielen Unterstützern, um eine Idee, ein Anliegen oder auch ein neues Produkt voranzubringen, ist eine relativ neue Form, die Kapitalausstattung von Organisationen zu sichern.

Crowd Funding ist allerdings zugleich eine Idee, die sich offensichtlich gut im Markt durchsetzt. Das Finanzvolumen, das im Corwd Funding weltweit zusammen kam, hat sich von 2011 auf 2012 fast verdoppelt und liegt bei 2,7 Mrd. US-Dollar. Eine Steigerung auf 5,1 Mrd. US-Dollar wird für 2013 erwartet.

Alle wichtigen Fakten zu Crowd Funding hat Gogetfunding in einer gut gemachten Infografik zusammengetragen:

 Crowdfunding Statistics and Trends

Infographic by: Go Get Funding

Freitag, 3. Mai 2013

Erfolg in sozialen Netzen: Erst Inhalt, dann Rest

Wie kann man in sozialen Netzen - hier speziell im Kurznachrichtendienst Twitter - erfolgreich sein? Hutto, Yardi und Gilbert haben dazu eine Untersuchung über einen Zeitraum von 15 Monaten durchgeführt. Ziel: Welche Parameter steuern den Erfolg in sozialen Netzwerken gemessen an der Zahl der Personen, die einem folgen. Untersucht wurden dabei rund 500.000 Tweets von 507 Twitter-Nutzern.

Entscheidende Erkenntnis: Nicht die absolute Menge an Tweets, sondern die Inhalte sind entscheidend für die Generierung nativer Follower (also echter Menschen, die sich bewusst entscheiden, einem Twitter-Konto zu folgen, nicht gekaufte Fake-Follows). Und hier sind Inhalte mit Informationswert gemeint, nicht Inhalte, die über persönliche Tatsachen wie "ich bin gerade aufgestanden" berichten.

Die Studie kann kostenlos eingesehen werden: A Longitudinal Study of Follow Predictors on Twitter

Was Marketing von Lady Gaga lernen kann

Lady Gaga ist ein globaler Erfolg: erst 27 Jahre alt, hat sie bereits rund 90 Mio. Tonträger verkauft und fünf Grammys eingesammelt. Auch im Internet hat Lady Gage ihre Spuren hinterlassen: 36 Mio Menschen folgen ihren Tweets und auf Facebook hat sie 57 Mio Likes bekommen (alle Zahlen Stand Ende 2012). Autor Jackie Huba hat in seinem aktuellen Buch Monster Loyalty dargestellt, was Lady Gaga macht, um solche solide Unterstützungswerte zu erhalten.

Fünf Elemente so Huba bilden das komerzielle Erfolgsgerüst von Lady Gaga. Es sind fünf Elemente, die auch jeder für Customer Relationship und Customer Loyalty zuständige Manager kennen sollte.

1. Im Fokus stehen die One Percenter
Getreu der Beobachtung auf Webseiten, die auf user aggregated content setzen - also beispielsweise Online-Kollaboration wie Wikipedia und soziale Netzwerke wie Facebook - machen 1% der Nutzer die relevanten Beiträge, 9% bearbeiten sie (z.B. auch im Sinne der Weiterverbreitung) und 90% bleiben passive Leser. Wichtig ist es, sich auf die 1% der aktiven Unterstützer zu konzentrieren, denn diese fungieren letztlich als Missionare der Marke.

2. Führung muss sich an Werten orientieren
Wer Werte vertritt, schränkt seine Handlungsoptionen ein und verliert dadurch möglicherweise Kunden. Aber: Er gewinnt dadurch Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Dies führt zu höherer Loyalität der Kunden.

3. Aufbau einer Gemeinschaft rund um die Marke
Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden - Stakeholders also - sind an der positiven Entwicklung ihrer Marke (ihres Produkts, ihrer Firma) interessiert. Ein Unternehmen sollte also wie Lady Gaga sich sehr aktiv darum bemühen, die verschiedenen Stakeholder einfach zu vernetzen, damit diese als Botschafter der Marke fungieren können.

4. Gib Deinen Fans einen Namen
Auch wenn man selbst gerne anonym bleibt: Trotzdem will niemand der anonymen Masse angehören. Fankultur basiert auch darauf, dass man die Zugehörigkeit zu einer Gruppe benennen kann. So heißen die One Percenters bei Laday Gaga "Little Monsters". Wer dazu gehört, ist stolz ein kleines Monster zu sein.

5. Gib den Fans Redestoff
Um eine aktive Gruppe von Unterstützern dauerhaft zu etablieren, brauchen die Markenfans Redestoff. Also muss das Unternehmen aktiv Themen produzieren bzw. zu Themen Stellung beziehen. Nur über Themen können sich die Unterstützer austauschen und die Geschichte weitertragen.

Die Zusammenfassung basiert auf der Darstellung des Artikels "5 Marketing Lessons From Lady Gaga" von Dave Kerpen.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Facebook: 1,1 Milliarden Nutzer, aber Rückgang in den USA

Facebook-Nutzer Q1 2013 (Quelle: Allfacebook)
Auch im ersten Quartal 2013 legt Facebook weiter zu. David Cohen berichtet auf allfacebook über die aktuellen Zahlen. Wenigsten einmal im Monat auf Facebook waren demnach 1,1 Milliarden Menschen rund um den Globus. Damit hat Facebook innerhalb eines Jahres noch einmal 23% Plus hingelegt. Rund drei Viertel (751.000.000 monthly active users, MAU) gehen dabei auch mobil auf Facebook. Nur noch mit dem Smartphone im Social Network unterwegs sind rund 10% aller Nutzer (189.000.000). Täglich treffen sich auf Facebook 665 Millionen Menschen (DAU - daily active users).

Das sind wirklich beeindrucken Zahlen. Allerdings veröffentlicht jüngst das Marktforschungsinstitut Nielsen einen kleinen Wermutstropfen für Facebook: Im Heimatmarkt USA ist die Nutzung von Facebook rückläufig. Im  März 2013 ging die Zahl der Unique Visitors im Jahresvergleich um 11 Millionen Nutzer zurück. Ob dies ein erster Indikator für einen generellen Rückgang von Facebook als dem globalen Netzwerk ist oder nur eine zufällig Momentaufnahme, lässt sich noch nicht abschätzen.

CERN restauriert erste Webseite

Als Tim Berners-Lee die Grundprinzipien des World Wide Web entwickelte (dem, was wir heute simpel das Internet nennen), richtete er natürlich auch eine eigene Seite im WWW an. Die bekam die Adresse http://info.cern.ch Ein aktuelles Projekt am CERN beschäftigt sich derzeit damit, die allererste Version dieser Webseite wieder herzustellen. Damit entsteht quasi ein digitales Museum, das weltweit den Zugriff auf die Geburtsstunde des Internet ermöglicht.

Mehr Infos zum Projekt "Restoring the first website" gibt direkt beim CERN: http://first-website.web.cern.ch/