Donnerstag, 31. Oktober 2013

Samsung überholt Apple auch bei Marken Sympathie

Ende Oktober wurde die ACTA 2013 vorgestellt. Ausgewählte Ergebnisse wurden bei der Präsentation separat vorgestellt. Neben den üblichen Erkenntnissen - vielleicht ist doch jemand mal irgendwann bereit irgendwas für Inhalte im Internet zu zahlen, Tablets boomen, Smartphones auch ... - fand ich insbesondere eine Slide interessant:
Markensympathie: Apple und Samsung, Quelle: IfD Allensbach
Das deckt sich mit meinen punktuellen Erfahrungen mit jungen Erwachsenen an der Hochschule. Die finden Apple richtig uncool, weil das das "Papa-Handy" ist - so wie man früher als Jugendlicher Mercedes uncool fand, weil der langweilige Banker von nebenan so ein Auto fuhr. Samsung ist derzeit das Google in Sachen in Hardware: auf allen relevanten Positionen sehr gut vertreten und wahrscheinlich für die nächsten zehn Jahre der Dominator der von ihnen bearbeiteten Märkte.

Freitag, 25. Oktober 2013

Wer hat die Macht im Internet?

Wer hat die Macht im Internet? Kleine, dezentrale Gruppen oder die großen Organisationen und Regierungen, die alles beherrschen und dann nach eigenem Gusto mit ihrem Besitz umgehen. Bruce Schneier stellt in seinem lesenswerten Artikel The Battle for der Power on the Internet spannende Überlegungen an und zieht Vergleiche zu den großen Entwicklungslinien abendländischer Geschichte.

Das Internet ist tatsächlich eine disruptive Innovation: Es hat die Spielregeln verändert, was Wahlentscheidungen und politische Information, was Kaufverhalten und Preistransparenz, was Musik, Filme und Medien angeht und natürlich was die Kommunikation untereinander betrifft. Dennoch: das Internet ist heute weniger frei als in den 1990er Jahren.

Wir lagern unsere Daten in Cloud-Services aus, bei denen wir keine Kontrolle darüber haben, ob diese Daten vertraulich und auch dauerhaft verfügbar bleiben (zumeist sind es ja kostenfreie Services ohne jedwede garantierte Gegenleistung). Die Geräte, mit denen wir auf die Daten zu greifen, werden proprietärer, wie man speziell am Apple-Ökosystem sehen kann.

Schneier nennt diese Entwicklung Feudal-Computing: Kunden liefern Daten, die Unternehmen bieten Leistungen, das ist erinnert stark an die Leibeigenschaft im Mittelalter: "Lords offered protection, and vassals offered service (...) Feudal security consolidates power in the hands of the few. Internet companies, like lords before them, act in their own self-interest."

Auch die Regierungen erlangen mehr Macht im Internet, vor allem jenseits des Großen Teichs, wie man jüngst am NSA-Skandal beobachten kann. Regierungen (der König) gehen zu ihren Lords (Google, Amazon, Apple, PayPal, Facebook etc.) und verlangen Pflichterfüllung, d.h.: Herausgabe von privaten Daten unter dem Deckmantel, so die nationale Sicherheit zu schützen.

Schneier nennt das Public-Private Surveillance Partnership: Industrie und Regierung, Wirtschaft und Politik profitieren gegenseitig von der flächendeckenden Überwachung. Die einen verdienen damit noch mehr Geld, die anderen haben damit noch mehr Macht.

Auch der Faktor Zeit ist spannend. Kleine Gruppen von "Räuberbanden"  (Hacker, politische Dissidenten, Fetisch-Anhänger etc.) haben sich sehr schnell und sehr früh des Internet bedient, um sich zu organisieren. So entstanden (illegale) Filesharing-Dienste, so entstanden Foren und Zirkel, in denen illegale Dinge besprochen und geplant werden konnten. So entstanden aber auch Revolutionen im arabischen Frühling.

Mit der Zeit aber, haben die großen Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Interessensverbänden das Internet für sich entdeckt und sie kommen zwar spät, dafür aber mit deutlich mehr Macht. Schneier erläutert dies am Beispiel des Bürgerkriegs in Syrien: Zunächst hatten die Dissidenten die Möglichkeit, sich über Internet-Dienste wie Facebook schnell und effizient zu organisieren. Jetzt aber schlägt die Regierung zurück und nutzt die Facebook-Profile, um Dissidenten zu entdecken und diese zu verhaften oder zu eliminieren.

Zwischen dezentralen, verteilten Kräften (die "Guten" - wie bei Grassroots, politischen Dissidenten, etc. aber auch die "Bösen") und der institutionalisierten Macht der großen Unternehmen, Staaten und Organisationen liegen momentan die Institutionwen vorne. Ohne Facebook, Google, Amazon, Apple etc. ist heute für die weitaus größten Teile der Internet-Nutzer Internet gar nicht mehr vorstellbar.

Doch das ist eine Momentaufnahme. Vielleicht gelingt es digitalen Robin Hoods, die Vormacht der Lords immer wieder temporär in Frage zu stellen, um Dynamik im Prozess zu halten. Es ist der Kampf "Schnell gegen Stark". Und hier stellt sich am Rande industriepolitisch die Frage: Was tut eigentlich Deutschland, um schnelle Unternehmen zu unterstützen, damit es vielleicht gelingt, die Vormachtstellung der USA wenigstens perspektivisch zu relativieren...

Wer wird gewinnen, Robin Hood oder die Lords? Und was passiert, wenn die Lords untereinander Krieg führen? Die geschichtliche Erfahrung lehrt: Wenn sich zwei Mächte streiten, leidet vor allem das Fußvolk. Schneier hat verständlicherweise keine Lösung für diese Konflikte parat.

Was Schneier aber rät, um die Auswirkungen dieser Machtkämpfe abzumildern, ist die stärkere Regulierung von Unternehmen und Regierungen hinsichtlich Transparenz. Schneier zieht hier den Vergleich zur Magna Charta, die grundsätzlich das Verhältnis zwischen den Lords, deren Rechte aber auch deren Pflichten gegenüber den Vasallen festlegte und als Grundlage der englischen und der US-amerikanischen Verfassung dient...

Schneier, Bruce (2013): The Battle for Power on the Internet, http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/10/the-battle-for-power-on-the-internet/280824/

Tipps für Storytellers: Texte verbessern

Sara Dickinson lehrt am Poynter Institute, eine der führenden Hochschulen für Journalisten und Führungskräfte der Verlagsbranche. Auf Basis der Arbeiten von Roy Peter Clark hat sie die nachfolgende Grafik zusammengestellt mit praktischen Tipps für Geschichten, die gelesen werden.

Interessant ist vor allem der Punkt, den Unterschied zwischen Storytelling und News Reporting klar zu benennen. Kommunikationsprofis und Medienmanager müssen in der Lage sein, verschiedene Stile zu beherrschen. Im faktenorientierten Nachrichtenstil, der sehr dem wissenschaftlichen Arbeiten ähnelt, fühlen sich viele zu Hause. Man sollte aber ebenso in der Lage sein, einen anderen Modus zu wählen.

Während es beim Nachrichtenstil darum geht, Informationen bereitzustellen, basiert Storytelling darauf, den Leser mitzunehmen: "The report points us there. The story puts us there".

Storytelling im Überblick (Quelle: Poynter)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

7 Ratschläge für ein glückliches Leben

Maria Popovas Webseite Brain Pickings ist eine anregende und intelligente Quelle, für gute Bücher, Ideen und Vieles mehr. Zum siebenjährigen Bestehen hat Popova nun sieben wichtige Erkenntnisse aus Ihrer Arbeit an den Brain Pickings zusammengestellt - und die sind nun wirklich zeitlos sinnvoll und für jede Lebenslage, Alter oder Verfassung rundum zu empfehlen. Hier sind die 7 Essential Brain Pickings by Maria Popova:

1. Gesteh Dir das Recht zu, eine Meinung zu haben und diese zu ändern. 
Um das zu Können, muss man sich natürlich auch das Recht zugestehen, überhaupt eine Meinung zu bilden. Das Mitschwimmen in schwammigen Mehrheitsmeinungen ist niemals so befriedigend, als eine eigene Meinung zu vertreten und diese auch wieder zu ändern.

2. Tu niemals etwas ausschließlich für Geld, Macht oder anderes Feedback durch Dritte.
Wer vom Wohl Dritter abhängig ist, arbeitet für Dritte, liebt für Dritte und lebt für Dritte. Wer morgens mit einem Lächeln aufsteht, verdankt dieses Lächeln in den seltensten Fällen der Gehaltserhöhung vom Vortag. Möglicherweise schon eher der Erinnerung an einen Wochenend-Trip nach Südfrankreich und den Begegnungen, die man unterwegs gemacht hat.

3. Sei großzügig.
Andere und anderes zu kritisieren ist einfach. Anderes zu respektieren und wahrzunehmen, dass hinter Äußerungen oder Taten Menschen stecken, die sich vielleicht bemüht haben, etwas Großes zu tun, sollte man nie vergessen.

4. Schaff Dir Freiräume der Stille.
Der größte Luxus im Leben ist die Freiheit, nichts zu tun. Und damit ist nicht gemeint: Nicht zu arbeiten oder nichts sinnvolles zu tun. Sondern: Dem Korsett der Verpflichtungen einer Partnerschaft, eines Berufs, einer Aufgabe etc. temporär zu entfliehen und sich eine Auszeit von der Routine zu nehmen.

5. Lass Dir niemals erzählen, wer Du bist.
Es gibt nur einen, wirklich nur einen einzigen Menschen, der weiß, wer du bist und was du bist: Duselbst. Alle anderen - inkl. hochbezahlter Psychiater - sehen nur die Rolle, die Du spielst.

6. Dein Leben ist wie Dein Alltag.
Nicht Geld, Besitz von Produkten oder schlaue Sprüche machen unser Leben aus, sondern das, was wir jeden Tag tun. "How we spend our days is, of course, how we spend our live." Ein weiser Satz aus der Feder von Annie Dillard.

7. Was wertvoll ist, kostet Zeit.
Im Umkehrschluss: Es gibt keinen schnellen Erfolg und kein schnelles Glück. Dinge, die uns wichtig sind und auf die wir zurückblicken, brauchen lange Zeit, um zu reifen. Deshalb macht ein Hauptgewinn im Lotto nicht glücklich, sondern nur reich. Glück entwickelt sich in der Zeit, Fast Food mag funktionieren, Fast Luck nicht.

Thanx Maria, schöne Liste :)

Montag, 21. Oktober 2013

Wanderatlas Deutschland informiert (Oktober 2013)

Hallo liebe Wanderfreunde,

Bei Winningen auf dem Rheinburgenweg
der Oktober zeigt sich wenigstens an einzelnen Tagen von seiner schönsten Seite: blauer Himmel, in ein gelb-rotes Farbenmeer getauchte Wälder und klare, kühle Luft. Das sind ideale Bedingungen für einen Wanderausflug.

Wie gewohnt präsentieren wir euch monatlich drei Tipps für Wanderungen in den von uns bedienten Gebieten in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.


Apropos Genusswandern: Als GPS Wanderweg des Monats stellen wird im Oktober den Rheinburgenweg in 13 Etappen vor. Er ist das linksrheinische Gegenstück zum Rheinsteig und führt auf gut 190km von Remagen (südlich von Bonn) bis an die Mündung des Nahe in den Rhein bei Bingen. Unterwegs passiert man u.a. das Rotweingebiet im Ahrtal, das Winzerdorf Winningen an der Mosel und das malerische Rhein-Wein-Zentrum Bacharach.

Wir wünschen euch viel Spaß mit den Wandertipps aus der Wanderatlas-Redaktion und hoffen, ihr genießt den goldenen Herbst zwischen Main und Ruhr.

Liebe Grüße und eine schöne Wanderzeit wünscht euch das Team vom GPS Wanderatlas Deutschland.


PS: Wie immer zum Schluss der Hinweis: Wir freuen uns auf neue Follower bei Twitter und Freunde bei Facebook. Und möchten natürlich daran erinnern, dass ihr alle herzlich eingeladen seid, selbst Wanderungen im GPS Wanderatlas zu veröffentlichen.

Freitag, 18. Oktober 2013

Die 3 S für erfolgreiche Inhalte im Netz

Handlungsempfehlungen haben oft den Charakter einfacher Auflistungen (wie die 4 Marketing-Ps) oder Akronyme (wie die SMART-Regel zur Formulierung von Zielen). Bin heute beim morgendlichen Twitter-Nachrichten-Lesen auf eine dieser Listen gestoßen, die sehr nützlich sein kann für alle, die sich mit der Produktion von Inhalten in Onlinemedien beschäftigen.

Die Agentur Skyword empfiehlt, das Erstellen von Inhalten an den 3 S zu orientieren. Demnach sollten Inhalte sich an folgenden Kriterien messen:

  • Searchable: Inhalte, die sich an den Suchinteressen (den Leidenschaften und Problemen) der Menschen orientieren, werden gefunden.
  • Snackable: Inhalte sollten schnell und übersichtlich auf dern Punkt kommen, also "on the go" konsumierbar sein. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer wiederkehren.
  • Shareable: Inhalte sollten sich eigenen, mit anderen geteilt zu werden. Dies weist auf die Bedeutung aussagekräftiger Überschriften, interessanten Bildmaterials und einfacher Fakten hin.
Wer das nicht lesen möchte (oder es lieber in Englisch liest): anbei eine Inforgrafik, die die 3-S-Empfehlung schön zusammenfasst:

Quelle: Skyword

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rheinburgenweg ist GPS Wanderweg des Monats

Rheinburgenweg
Auch für den Oktober 2013 haben wir nach einigen Diskussionen in der Redaktion wieder einen Fernwanderweg ausgesucht, den wir als GPS Wanderweg des Monats im GPS Wanderatlas Deutschland vorstellen. Diesmal waren wir auf dem Rheinburgenweg unterwegs. Ab morgen (Freitag 18.10.2013) veröffentlichen wir unsere Erfahrungen in 13 Tagesetappen. Dazu haben wir heute folgende Presseinformation bereitgestellt:





Schlösser, Burgen, Wein und Rhein: 
Mit GPS über den Rheinburgenweg
Rheinburgenweg ist GPS Wanderweg des Monats

(Beselich, 17. Oktober 2013). Wahrscheinlich einer der besten Möglichkeiten, schöne Herbsttage zu genießen, ist eine Wanderung auf dem Rheinburgenweg zur Weinlesezeit. Der Rheinburgenweg führt linksrheinisch von Remagen über Koblenz und Boppard nach Bingen. Dazwischen: Traumhafte Ausblicke aufs Rheintal, zahlreiche Burgen und Schlösser und natürlich Weinberge. Der GPS Wanderatlas Deutschland stellt den Rheinburgenweg auf www.ich-geh-wandern.de ab Freitag, den 18. Oktober, als GPS Wanderweg des Monats vor.

Der Rheinburgenweg ist das Gegenstück zum Rheinsteig. Während der Rheinsteig am östlichen Ufer von Wiesbaden durch Taunus und Westerwald nach Bonn führt, begleitet der Rheinburgenweg den Rhein am Westufer durch Eifel und Hunsrück bis zur Einmündung der Nahe in den Rhein bei Bingen.

Zu sehen und zu erleben gibt es einiges auf dem Rheinburgenweg. Man passiert z.B. Schloss Sinzig, Burg Namedy, Schloss Stolzenfels, die Kurfürstliche Burg Boppard, die Burgruine Rheinfels, Burg Schönburg, Burg Stahleck, die Burgruine Fürstenberg, Burg Sooneck, Burg Rheinstein und den Binger Mäuseturm.

Auch in Sachen Natur gibt’s viel Abwechslung. Von der Felsenkanzel Reutersley genießt man fantastischen Blick ins Siebengebirge. Bei Sinzig passiert man das Ahrtal, Deutschlands größtes zusammenhängendes Rotweingebiet. Im Winzerdorf Winningen genießt man die leichten Moselweine. Bei Koblenz erlebt man am Deutschen Eck den Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Und dann steht natürlich auch noch der spektakuläre Loreleyblick auf dem Programm.

Nicht alle Rheinburgen liegen linksrheinisch, aber die anderen – die rechtsrheinischen – sieht man von der Hangkante des Rheinplateaus natürlich auch sehr gut, wenn man auf dem Rheinburgenweg unterwegs ist, z.B. das Jahreszeitenschloss Arenfels, die Marksburg, die feindlichen Brüder Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein, Burg Katz, Burg Maus, die Pfalz im Rhein, Burg Ehrenfels und die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.

Die vollständige Wegführung des Rheinburgenwegs (193km) von Remagen nach Bingen wird auf der kostenfreien Wanderatlas-Karte im Internet vorgestellt und kann gedruckt oder als GPS-Daten (GPX-Datei) heruntergeladen werden.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein redaktionelles Angebot, das sich speziell an den Bedürfnissen von Wanderern, Tagesgästen und Ausflugstouristen orientiert. Wer kurzfristig etwas in der Region unternehmen möchte, findet im GPS Wanderatlas Deutschland eine sehr fein gegliederte und praktische Planungshilfe.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein Produkt der Wanderatlas Verlag GmbH mit Sitz in Beselich bei Limburg. Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet, um Tagestouristen und Wanderer überregional und unabhängig mit Informationen zu Touren, Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten zu versorgen. Aktuell gibt es den GPS Wanderatlas für die Wandergebiete Sauerland, Westerwald, Taunus, Oberhessen und Bergisches Land.

Masterstudium Media Management and Public Communication

6 Trimester für ein Halleluja: Gestern kam die Vorabinformation, dass der neu eingerichtete Masterstudiengang Media Management and Public Communication akkreditiert ist und zu einem staatlich anerkannten Master-Abschluss als Medienmanager führt.

Die Einrichtung dieses komplett neuen Studienprogramms war eine der Hauptätigkeiten während meiner Zeit in Calw. Zusammen mit einem grandiosen Kollegenteam haben wir so im Frühjahr ein Curriculum zusammengestellt, dass es in dieser praxisorientierten und auf Führungsaufgaben ausgerichteten Form m.E. nicht gibt.

Ab Januar 2014 wird das neue Masterprogramm an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw erstmals angeboten. Damit man sich einen ersten Eindruck darüber verschaffen, wie der Master Media Management and Public Communication inhaltlich augebaut ist, anbei eine international verwendbare Kurzbeschreibung für den Masterstudiengang:



Master of Arts (MA) in Media Management and Public Communication
Graduate fulltime program in 6 Trimesters (2 years), achieving 120 ECTS.
Lectures, tutorials and project work characterise the course of studies in Media Management and Public Communication at University of Applied Sciences for Economics and Media in Calw (Germany, Northern Black Forest, near Stuttgart).

Objective and central idea
Media Management and Public Communication combines different fields of communication studies like business communication, cross-cultural communication, communication design, mass communication, project communication, media ecology, and journalism.
In today's global media landscape, technologies and markets are evolving at lightning speed. In this environment of opportunity and change, business knowledge and broad management skills are critical to career success.
This unique Master's program is designed for students acquiring broad-based media and leadership competencies. The course places emphasis on project-related work, the presentation of independently developed results, and the ability to work in teams. It prepares students for careers in the communications and media industries as well as in general management, project management and marketing management of all kinds of organizations.
The curriculum combines a strong foundation in managerial skills with communication practice and critical analysis of media products. It is designed to encourage innovative thinking and entrepreneurship.

Curriculum Overview
1st Trimester (month 1-4)
1.       Introductory course Media Management and Public communication
a.       Media Management
Grounding of the fundamental assumptions and theories according to business communication (i.e. advertising, public relations, customer relationship and societal relations) and internal communications (i.e. communication that stabilizes organizational structure, enables collaboration, forms business processes, and facilitates adaptiveness to the organization’s environment)
b.      Public Communication
Grounding of the fundamental assumptions and theories according to mass communication e.g. agenda setting, spiral of silence, media ecology, public opionion, cognitive dissonance etc.
c.       Academic Newsroom
In this tutorial students read, analyze, and discuss contributions from the international discourse of media management and public communication. They publish their results as abstracts for the university blog.
2.       Enterprise Lifecycle Pt. 1
a.       The first part of the case study deals with founding of a startup business. Students learn how to write a business plan for startup funding, know the essentials of creating organizational structure and acquire first customers
b.      A tutorial deepens the special aspect of value added taxation for media products
3.       Media Exercise I
a.       Writing Lab
Skill course to train the students in writing techniques especially for business purposes (agenda, reports,proposals) and academic papers
b.      University Blog I
Students are in charge of writing posts for the university blog. They learn how to optimize a text for search engines (tagging, key word analysis etc.) and viral distribution in social networks and how to analyze and assess the quality of blog post
c.       Corporate Design
This seminar gives an introduction in the concept of corporate design. Students will apply basic insights of logo design and style guide and learn how to build up a CD manual
d.      Speakers’ Corner I
In this tutorial students learn to ad-lib and to deliver a speech to different kinds of audiences.
2nd Trimester (month 5-8)
1.       Project Management
a.       Terminology and Guidelines for Project Management
The introductory course gives an overview of international standards in project management like PMBOK/PMI, PRINCE2 and CCPM and trains some basic methods like work breakdown structure, gantt charts and PERT.
b.      Project Communications
Project failures most likely base on deficient communications. The project communications seminar introduces some tools for effective and successful communication in project teams including stakeholder analysis, logical framework approach, and design structure matrix
2.       Enterprise Lifecycle Pt. 2
a.       The second part of the case study shows how to manage a business and adapt strategy to market needs. Students learn how to execute change management programs.
b.      A tutorial deepens the special aspect of preparing financial reports for valuation and rating.
3.       International Competencies I
a.       Business English
Exercises relating to accounting, sales and marketing, and project management.
b.      Academic Newsroom II
In this tutorial students read, analyze, and discuss contributions from the international discourse of media management and public communication. They publish their results as abstracts for the university blog.
c.       Cross Cultural Communication
The Cross Cultural tutorial looks at how people from differing cultural backgrounds communicate, in similar and different ways among themselves, and how they endeavour to communicate across cultures.
4.       Media Exercise II
a.       Corporate Video I
Students realize a corporate video. In the first part of the seminar students develop the basic idea, write the script and visualize a storyboard. The results of the pre-production have to present to the customer for approval. The budget has to be agreed and the project team assign the production tasks.
b.      University Blog II
Students are in charge of writing posts for the university blog. They learn how to optimize a text for search engines (tagging, key word analysis etc.) and viral distribution in social networks and how to analyze and assess the quality of blog post
c.       Photography Seminar
Students learn basic photography composition rules, how to produce a commercial photo shoot, how to snap shot images for the web, and how to apply photo editing software.
d.      Business Networking
The tutorial shows how to build new business relationships and generate business opportunities by using face-to-face networks as well as software-based network and career services.
3rd Trimester (month 9-12)
1.       Enterprise Lifecycle Pt. 3
a.       The third part of the enterprise lifecycle case study deals with mergers & acquisitions, friendly of hostile take over, crisis communication, and liquidation.
2.       Media Exercise III
a.       Corporate Video II
Video production, including location filming with a camera crew and director. This may also include other elements, such as actors and presenters. Post-production and video editing - the filmed (live action) footage is edited together. This may also include recording an audio voice-over, adding graphics, composing a music score or soundtrack, and including animation sequences with the finished video.
b.      University Blog III
Students are in charge of writing posts for the university blog. They learn how to optimize a text for search engines (tagging, key word analysis etc.) and viral distribution in social networks and how to analyze and assess the quality of blog post
c.       Negotiation
“Negotiating is a pervasive process in which people ultimately attempt to reach joint decision on matters of common concern in situations in which there is initial disagreement” (Herb Cohen). Students learn negotiation strategies (like Getting to Yes), negotiation tactics (e.g. brinkmanship, highball, snow job, good guy/bay guy), and negotiation styles (competing, compromising, collaborating etc.)
3.       International Competencies II
a.       Business English II
Exercises relating to human relations, international marketing, and cross cultural communication
e.      Speakers’ Corner II
In this tutorial students learn to ad-lib and to deliver a speech to different kinds of audiences.
b.      Academic Newsroom III
In this tutorial students read, analyze, and discuss contributions from the international discourse of media management and public communication. They publish their results as abstracts for the university blog.
4.       Marketing Management
a.       Marketing Strategy
Students get insight of the core elements of marketing strategy: market research, competitive forces, consumer behaviour, market segmentation, targeting, and positioning
b.      Marketing Plan
On base of the 4 P’s of marketing students work out a marketing plan for a tangible challenge. They define processes to achieve objectives and make a budget and calculate the ROI of marketing plan.
4th Trimester (month 13-16)
1.       Custom Media Project
a.       Conception of a cross media custom magazine
Based on a market analysis, students develop a concept paper for producing custom media for different channels.
b.      Editing of a cross media custom magazine
After client’s approval the project team start to produce content. They students research facts and figures, write copy, and create headlines. They take care for illustrations, infographics, and photos and they shoot video clips and record sound files.
c.       Layouting of a cross media custom magazine
In the last step the produced material is published for the different channels like print magazine, blog, social media and so on.
2.       International Competencies III
a.       Business English III
Exercises relating to negotiation, symposium, and controlling
b.      Second Language (Spain, French, or Italian)
Exercises relating to management in marketing, finance, and sales
c.       Intercultural Management
In the intercultural seminar students learn how to deal with globalization and diversity management in multinational enterprises. They investigate cultural patterns of countries from around the world and get insights in business etiquette of different nations.
3.       Media Exercise IV
a.       Content Management and Information Retrieval
Information retrieval is the activity of obtaining information resources relevant to an information need from a collection of information resources. Students have a look on both sides of information available on the internet: They learn how publishers can increase visibility of content and how researchers can find and evaluate relevant information.
b.      Web 2.0 and Social Media
Web 2.0 is a term that describes the technology push that allows users to collaborate and to self-publish. Due to this new opportunities given to the users within a couple of years the internet develops from a huge information stock to an interactive communication tool with user generated content (wiki, youtube, Yelp), social networks (Facebook, LinkedIn, Four Square), and blogging (Twitter, Tumblr, blogger, wordpress) becoming the leading sites.
c.       University Blog IV
Students are in charge of writing posts for the university blog. They learn how to optimize a text for search engines (tagging, key word analysis etc.) and viral distribution in social networks and how to analyze and assess the quality of blog post
5th Trimester (month 17-20)
1.       Communication campaign
a.       Creative Parts of a Campaign
What mission do the campaign aim for? Students analyze the product or theme of the campaign and discuss aspects like lifecycle, USP, customers, competitors etc. regarding to the client’s briefing. After that students define a SMART campaign objective. In a second step they develop the message within the framework that is given by corporate design and brand. Students form a claim, write the copy, and produce the creatives.
b.      Business Parts of a Campaign
The amount of money determines which channels can be used for the campaign. Media planning includes frequency and reach which are input for ex post measurement.
2.       General Management Skills
a.       Leadership
In this course students learn essentials according transactional and transformational leadership. They get to know different leadership styles and are able to differ tools for formal and informal leadership.
b.      Innovation management
Students learn central concepts of innovation (diffusion of innovation, blue ocean strategy etc.) and how to manage processes in innovation. They apply common tools like brainstorming, prototyping, portfolio managements, and design thinking.
c.       Human Resource Management
HR is first charged with attracting the right employees through employer branding. It then must select the right employees through the recruitment process. HR then onboards new hires and oversees their training and development during their tenure with the organization. HR assesses talent through use of performance appraisals and then rewards them accordingly.
d.      Media Law
Media law covers an area of law which involves media, and stretches over various legal fields e.g. copyright and intellectual properties, privacy, censorship, freedom of information, and regulation. Students analyze and discuss current court decisions.
3.       Media Exercise V
a.       Infographic and Visualization
Infographics are graphic visual representations of information, data or knowledge intended to present complex information quickly and clearly. Students learn how to design infographics and other form of visualization of information, not only for applying this knowledge in the master’s thesis.
b.      University Blog V
Students are in charge of writing posts for the university blog. They learn how to optimize a text for search engines (tagging, key word analysis etc.) and viral distribution in social networks and how to analyze and assess the quality of blog post
c.       Video CV
In preparation of application for employment senior students produce a video resume. They learn aspects of ego marketing, storytelling, low budget video production, and how to act in front of a camera.
d.      Communication Skills
In the last practice students improve their communication skills for oral and written communication. They learn to tell about their master’s thesis in an elevator pitch, get training for successful telephone calls, and learn active listening.
6th Trimester (month 21-24)
1.       Master’s Thesis
2.       Viva voce 


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Payment: Telkos die neuen Banken?

Wie bezahlen Kunden in Zukunft? Die Antwort ist einfach: das weiß niemand, so ist das nun mal mit Fragen über die Zukunft. Was aber definitiv ein guter Ansatz ist, sich aus strategischer Sicht dem Thema zu nähern, ist die untenstehende Infografik, die einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Girokonten weltweit und Mobilfunkverträgen zieht.

Die einfache Aussage: Es gibt ungefähr doppelt soviel Mobilfunkverträge wie Girokonten. Warum sollte man dann nicht einfach mit dem Guthaben seiner Prepaid-Karte bezahlen bzw. wenn man einen klassischen Vertrag hat: Kosten, die z.B. im Restaurant oder im Supermarkt entstehen einfach auf der nächsten Telefonrechnung abrechnen lassen. Wer braucht in solch einem Szenario noch Kreditkarten, die quasi nichts anderes machen?

Die implizite Unterstellung untenstehender Grafik: die Telkos haben wenigstens theoretisch das Zeug, die leistungsfähigsten Zahlungsanbieter zu werden. Natürlich ist dafür sicherlich noch einiges an Herausforderungen zu bewältigen. Bevor man über alternative Zahlungsverfahren nachdenkt, die sich z.B. eine einzelne Handelsorganisation ausdenkt oder die fest an eine speziellen Geräteklasse gekoppelt ist oder die ausschließlich mit einem Belastungskonto verbunden funktioniert, lohnt es, durchzuspielen, ob Vodafone & Co. vielleicht um 2020 Unternehmen wie die Commerzbank übernehmen - nur um sich ein bisschen zusätzliches Kno-how einzukaufen.

 Direct Carrier Billing [Infographic]

Montag, 14. Oktober 2013

Digitalisierung: Was erwartet uns 2020?

Technologie-Zyklen prägen die wirtschaftliche Entwicklung. Man kann Technologiezyklen über verschiedene Zeiträume entwickeln. In der Digitalisierung der Medien setzt man retrospektiv üblicherweise auf Jahrzehnte als Betrachtungszeitraum.

Microsoft dominierte die 1990er Jahre mit Software, die die Büros digitalisierte. Das erste Jahrzehnt im 21. Jahrhundert wird durch die Verbreitung von Internet-Technologie geprägt (hier gemeint als Einrichtung und Ausbau der Netzwerke durch Player wie Cisco, Nokia, Comcast etc.). Derzeit dominiert der mit Apple verbundene Ansatz der Endgeräte als Treiber für die Entwicklung.

Was kommt als nächstes, fragt Greg Satell von der Digital Toronto in seinem lesenswerten Artikel What can we expect from the next decade of technology? Man vermutet: Das Internet der Dinge, die komplette Vernetzung aller Lebensbereiche durch Sensorik. „Technology will cease to be something we turn on and off, but will become an inextricable part of not only our environment, but ourselves“.

Was vielleicht ab 2020 zu einem Massenphänomen werden wird, ist natürlich heute schon in Ansätzen und Technologien verfügbar. Es sind letztlich vier Gesetze der Digitalisierung, die aus dieser Saat ein Massenphänomen machen werden:


  • Moore’s Law: Die Leistungsfähigkeit von Computerchips verdoppelt sich etwa alle 18 Monate. Dadurch wird Rechenleistung billiger und ebnet komplexen Anwendungen den Zugang zum Massenmarkt.
  • Kryder’s Law: Die Kapazität von Speichermedien verdoppelt sich alle zwölf Monate. Damit wird die Größe von Daten zunehmend unwichtig und die Kosten für das Vorhalten großer Datenmengen verlieren an Bedeutung.
  • Nielsen’s Law: Die Bandbreiten in den Netzwerken verdoppeln sich alle 21 Monate. Damit wird mehr und schnellerer Datenverkehr möglich.
  • Caveman Law: Michio Kaku stellate fest: Immer wenn es einen Konflikt zwischen moderner Technologie und grundlegenden Bedürfnissen, wie sie schon die Höhlenbewohner hatten, gibt, dann gewinnen die primitiven Bedürfnisse. Das schließt Satell: „Our devices will become not only vastly more powerful, but also more natural and eventually disappear altogether. Effective computing will become less dependent on expertise and more a function of desire“.

Greg Satell führt die Überlegungen weiter und skizziert die Umrisse eines neuen Paradigmas der Digitalisierung. Am Beispiel des 3D-Drucks zeigt er auf, dass der Informationsgehalt von Produkten (die Konstruktion des Artefakts) viel wesentlicher ist als der phyische Körper des Produkts. Das, was man als Open Source Software kennt, wird im Umfeld von Produkten zu Open Hardware führen. Nicht mehr die kapitalintensiven Produktionsstätten entscheiden über den Erfolg von Ideen, sondern Ideen können einfach und kostengünstig per additivem Druckverfahren quasi überall hergestellt oder zumindest als Prototyp umgesetzt werden.

Die Technologiemärkte der letzten zwanzig Jahre wurden von Tekkies und Startups dominiert. Man entwickelte etwas in der Garage und konnte damit die Welt erobern. Satell glaubt, dass diese Zeit vorüber ist: „That’s changing as devices and applications are becoming secondary to platforms“.

Satells geht vielmehr davon aus, dass sich die Technologiemärkte in Zukunft stärker an der Pharmabranche orientieren werden. Milliardenschwere und langfristige Entwicklungen werden nötig, um neue Impulse und disruptive Veränderungen auszulösen. 

Genauso wichtig wie das aktuelle Produkt-Portfolio werde die Produkt-Pipeline, die Auskunft darüber gibt, ob Technologieunternehmen Potenzial haben. „Whereas previous tech waves transformed business and communication, the next phase will be marked by technology so pervasive and important, we’ll scarcely know it’s there“.