Samstag, 21. Dezember 2013

Android mit 80% Marktanteil im globalen Smartphone-Markt (2013)

Die Älteren erinnern sich noch die beherrschende Stellung, die einst die Betriebssysteme und Büro-Anwendungen von Microsoft im Geschäftsleben hatten. Fast 90% aller PC wurden von Windows gesteuert. Unvorstellbar und oft auch stark kritisiert als "unheilige Alianz" zwischen Chip-Hersteller Intel und Softwareanbiter Microsoft.

Die Entwicklung im Smartphone-Markt zeigt allerdings sehr ähnliche Züge. Das von Google entwickelte und lizenzkostenfrei vertriebene Betriebssystem Android treibt mittlerweile rund 80% aller Smartphones weltweit an. Und auch im Tablet-Markt hält Android mittlerweile rund 60% Marktanteil.
Anteil von Android-Betriebssystemen an allen
neu ausgelieferten Computer-Geräten weltweit
Quelle: Business Insider

Marktexperten von Business Insider haben eine interessante Grafik erstellt, die zeigt, wie der Anteil der Betriebssysteme über alle Computer-Geräte - also Desktop, Laptop, Tablet, Phablet und Smartphone - liegt, die derzeit neu ausgeliefert werden.

Alternativen zu Google, Apple und Microsoft - also sowas wie Linux - hat heute in der Masse keine Bedeutung mehr. Android hat die dominante Position von Microsoft übernommen und Apple bedient eine zwar kleinere, dafür aber sehr attraktive, zahlungskräftige Zielgruppe, wobei die Wachstumsdynamik der letzten Jahre offensichtlich an Grenzen gestoßen ist.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

758 Mio Fotos täglich neu im Internet

In vier sozialen Netzwerken werden täglich
über 750 Mio. Bilder hochgeladen und verteilt
Quelle: Business Insider
Auf den Top-4 Social Networks für das Teilen von Bildern - Facebook, Snapchat, Instagram und Flickr - werden täglich 758 Mio. neue Bilder hochgeladen und mit Freunden geteilt. Das berichtet die Marktforschungsabteilung des Business Insider für den Zeitraum August 2013.

Insbesondere das Wachstum von Snapchat ist beeindruckend: Lag die Zahl der bei Snapchat hochgeladenen Bilder im Oktober 2012 noch bei täglich um die 20 Mio. ist Snapchat jetzt auf Augenhöhe mit Facebook und verbreitet pro Tag rund 350 Mio. neue Bilder von Nutzern des Dienstes.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Facebook flop, Pinterest top: Wo teilen Nutzer ihre Inhalte?

Ob ein soziales Netzwerk oder eine Content-Plattform erfolgreich ist, hängt nicht nur von der Anzahl der angemeldeten Nutzerkonten ab, sondern insbesondere von der AKtivität ihrer Nutzer. Der Software-Anbieter Gigya untersucht deshalb regelmäßig, wie aktiv Nutzer in den verschiedenen Netzwerkdiensten sind. Die zentrale Kenngröße dabei: In welchem Netzwerk teilen die Nutzer Inhalte am liebsten und am intensivsten.

Social Sharing Preferences: Facebook verliert, Pinterest holt auf
Quelle: Gigya
Für das dritte Quartal 2013 veröffentlichte Gigya Zahlen, die recht eindrucksvoll darlegen, dass Facebook den Zenith seiner Aktivitäten möglicherweise schon überschritten hat, während das in Europa noch eher als Nischenanbieter bekannte Pinterest in gewaltigen Schritten aufholt.

Besonders ärgerlich für Facebook: Besonders in der Kategorie E-Commerce ist Pinterest beliebt und die Nutzer teilen über Pinterest Produktfotos und Bilder vom Produkt in Benutzung o.ä. Im Bereich E-Commerce liegt Pinterest mit einem Anteil von 44% am social sharing mittlerweile sogar vor Facebook.

Ebenfalls sehr aufschlussreich ist die unterschiedliche Bedeutung sozialer Netzwerkdienste in den verschiedenen Regionen der Welt. Pinterest ist derzeit wohl noch vor allem ein nordamerikanisches Phänomen und in allen anderen Regionen nur eine Randerscheinung.

Dies geht zu Lasten von Facebook, das in Sachen Sharing von Inhalten nirgends so schwach ist wie in den USA, Kanada und Mexiko.
Social Sharing Anteile im dritten Quartal 2013 in Europa, Quelle: Gigya

In Europa ist die Shareability derzeit auf zwei Anbieter konzentriert: Facebook mit 47% und Twitter mit 45% vereinen über 90% der in sozialen Netzwerkdiensten geteilten Inhalte auf sich.

Ein richtigers Schwergewicht mit jeweils über 60% Anteil am social sharing ist Facebook allerdings noch in Süd-Amerika und in Asien, zwei äußerst wichtigen Wachstumsmärkten der Welt.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

10 Tipps für eine erfolgreiche Präsentation

Das Allerwichtigste gleich zu Beginn: Der beste Ratschlag, um eine erfolgreiche Präsentation im Geschäft, an der Hochschule oder vor einem Fachpublikum zu halten ist die Vorbereitung. Vorbereitung ist alles. Nur dann ist man in der Lage, bei einer Präsentation zu punkten. Um die Vorbereitung zu strukturieren, gibt es einige Aspekte, die man bedenken sollte. Ich danke Bruna Martinuzzi, die diese zehn Tipps zur Vorbereitung einer guten Präsentation zusammengestellt hat.

1. Auf das große Ganze achten
Je mehr man sich in Details verstrickt, umso mehr langweilt man sein Publikum und um so schneller schweifen die Zuhörer in Gedanken ab. Menschen mögen große Dinge, daher nehmen Sie Ihr Publikum mit auf eine große Reise.

2. Schlechte Nachrichten gehören an den Anfang 
US-General Colin Powell sagte oft: Schlechte Nachrichten sind kein Wein. Sie werden mit dem Alter nicht besser. Lieber schnell die schlechten Dinge auf den Tisch und dann direkt Vorschläge nachreichen, wie man trotzdem eine Lösung anbieten kann.

3. Die Drei-Teile-Schablone 
Berater müssen oft präsentieren. Sie haben sich die Drei-Teile-Schablone ausgedacht: Warum gibt es das Problem, was muss man dagegen tun, wie soll man es machen? Dieser Dreisatz leuchtet Zuhörern schnell ein.

4. Nicht der Weg ist das Ziel. Das Ziel ist das Ziel. 
Niemals lange etwas herleiten, sondern schnell auf den Punkt kommen und dann darüber sprechen, warum dieser Punkt richtig und wichtig ist - so machen es die Profis.

5. Das OBN-Framework 
Ähnlich simpel wie die Drei-Teile-Schablone, aber auch ähnlich effektiv: Zeigen Sie die Chance (O= Opportunity), leiten sie über zu den Vorteilen (B= Benefits) und liefern Sie Zahlen (N = Numbers). Chancen schätzt man, Vorteile liebt man, Zahlen vertraut man.

6. Reden Sie nicht von sich selbst 
Gute Redner reden über und für ihr Publikum und nicht über sich selbst. Firmen- und Produktpräsentationen sind meistens langweilig. Menschen interessieren sich dafür, was sie selbst davon haben. Fokussieren Sie auf die Vorteile, die ihre Zuhörer haben.

7. Beschäftigen Sie sich mit Persuasion 
Was funktioniert besser: An die Gier zu appelieren oder an die Angst vor Verlust? Psychologen wissen: Verlustängste sind größere Hebel. Was funktioniert besser: Einem Mittelständler zu sagen, dass Ihr Produkt auch von der Telekom eingesetzt wird oder dass ein anderer Mittelständler es nutzt? Man vertraut eher ähnlich gestellten Organisationen und Menschen. Regeln der Persuasion - dafür empfiehlt sich das Studium von Robert Cialdinis Standardwerk Persuasion.

8. Planen Sie die Übergänge 
Fast alle Präsentationen haben mehrere Teile. Bereiten Sie sich intensiv darauf vor, wie Sie von einem Teil zum nächsten kommen, damit Sie Ihre Zuhörer nicht auf dem Weg verlieren, sondern die ganze Geschichte bis zum Ende erzählen können.

9. Gute Beispiele sind wie Tore beim Fußball 
Sie können Argumente vielfach untermauern: Mit Bildern, Charts, Anekdoten, Szenarien. Das alles funktioniert aber nicht so gut, wie ein griffiges Beispiel, dass die Zuhörer sofort verstehen und auf ihr Thema übertragen können.

10. Strukturieren Sie Ihre Präsentation 
Das wussten schon die Rherotik-Meister der Antike: Der Aufbau der Argumentation ist der Schlüssel zum Erfolg. Planen Sie intensiv, wie Sie Ihre Argumente setzen - aufsteigend, absteigend, abwechselnd, etc. Testen Sie Ihre Argumentation in persönlichen Gesprächen und ohne Folien: Wie stechen die Argumente am Besten. Steht Ihre Argumentation, dann können Sie fast nichts mehr falsch machen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Lehrbuch Medienmanagement kaufen

Nachdem das Lehrbuch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation bei Amazon verfügbar ist, habe ich mir gedacht, ist es ein netter Service, einen direkten Bestell-Link als Partnershop hier im DocBlock zu integrieren. Nun: Here it is. Einfach klicken, bestellen und der Blog-Autor wird in wenigen Wochen vor Geldzählen nicht mehr dazu kommen, Texte zu schreiben...

Sonntag, 8. Dezember 2013

Smartphone: Samsung doppelt so groß wie Apple in Deutschland

Der südkoreanische Hersteller Samsung ist im deutschen Smartphone-Markt die klare Nummer 1. Holger Schmidt berichtet über aktuelle Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens Comscore. Dabei geht es mal nicht um Absatzzahlen - also verkaufte Einheiten. Vielmehr wird die tatsächlich Nutzung unter die Lupe genommen. D.h.: Wenn jemand in drei Jahren drei iPhones gekauft hat, wird er trotzdem nur einmal - als ein Apple-Nutzer - gezählt.

Die tatsächliche Nutzung von Smartphones in Deutschlands ist nach diesen Zahlen extrem klar. Von den rund 36 Mio. Smartphone-Nutzern in Deutschland nutzen 15,4 Mio (also über 40%) ein Smartphone von Samsung. Damit wird Samsung in etwa doppelt so stark eingesetzt wie Geräte von Apple, dem Pionier im Samrtphone-Markt. Apple iPhone sind in Deutschland bei 7,4 Mio. Menschen in Nutzung.

Weit abgeschlagen sind derzeit die anderen Wettbewerber. Auf Platz 3 der Smartphone-Nutzung in Deutschland liegt Nokia mit gerade 3,7 Mio. genutzten Geräten knapp vor HTC (3,3 Mio.) und Sony (3,1 Mio). Das Schlusslicht bilden die Geräte von LG (1,5 Mio), Huawei (0,6 Mio), Blackberry (0,5 Mio), Motorola (0,5 Mio) und dem Google-Phone (0,3 Mio.).

Deutschland ist in Sachen Smartphone also ganz klar Samsung-Land und damit hinsichtlich der genutzten Betriebssystemplattform auch Android-Land. Die von Holger Schmidt referierte Zahlenbasis bezieht sich auf Oktober 2013, ist also sehr aktuell.


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Phablets: In Asien beliebter als Tablets und Laptops

Phablets boomen in Asien, Quelle: Business Insider
Phablets sind eine Gerätekategorie, die sich zwischen Smartphones und Tablets einordnet. Grundlegendes Kriterium ist die Bildschirmgröße. Von einem Phablet spricht man, wenn ein Smartphone-Display in der Diagonale größer als 5 Zoll misst. Jenseits der 7 Zoll spricht man dann von einem Tablet Computer.

Während in den USA und Europa vor allem Tablets auf dem Durchmarsch sind, ist in Asien derzeit das Phablet die beliebteste Gerätekategorie. Im zweiten Quartal 2013 wurden in China, Indian, Australien, Hongkong, Indonesien, Südkorea, Maylaysia, Neuseeland, den Philippinen, Singapur, Taiwan, Thailand und Vietnam rund 24 Mio. Phablets abgesetzt. Das sind etwa soviel wie Tablets und Laptop in Summe.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Lehrbuch Medienmanagement erscheint Januar 2014

Lehrbuch Medienmanagement
und öffentliche Komunikation erscheint im Verlag Springer VS
Der Einsatz von Medien in Unternehmensführung und Marketing ist Thema des Lehrbuchs Medienmanagement und öffentliche Kommunikation, das Ende Januar im Verlag Springer VS erscheint. Auf rund 400 Seiten gebe ich einen Einblick in die Anwendung von Medien und Kommunikation als Führungsinstrumente. Es geht also nicht um Medienökonomie (Wie funktionieren Medienmärkte) oder Medienwirtschaft (wie trifft man Entscheidungen in einem Medienunternehmen), sondern um Anwendung von Medien und Kommunikation in der Praxis von Unternehmen.

Der Verlag hat eine Vorankündigung zum Lehrbuch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation auf seiner Webseite veröffentlicht. Das Lehrbuch wird zum Preis 34,99 angeboten und kann für Privatnutzer versandkostenfrei direkt beim Verlag bestellt werden. Die Listung bei Amazon erfolgt in den nächsten Tagen.

Neue Medien doppelt so groß wie die Verlage und Rundfunk

Betrachtet man die "neuen Medien" (also vor allem Internet-Services) und die "alten Medien" (Print, TV und Radio) in Form ihres Marktwerts, so gibt sich ein vielleicht nicht überraschendes, aber doch eindeutiges und klares Bild, wie die Marktforscher von Business Intelligence in ihrer Bestandsaufnahme für das Jahr 2013 zeigen.
Neue Medien vs alte Medien hinsichtlich Marktwert
(Quelle: Business Insider)


Der Börsenwert der "neuen Medien" wie Apple, Google, Amazon und Facebook liegt in Summe bei rund 1 Billion US-Dollar, während die Schwergewichte der "alten Medien", z.B. Disney, Comcast, Time Warne und CBS es zusammen mit 480 Milliarden US-Dollar noch nicht einmal auf die Hälfte bringen.

Der Markt, so wissen wir, ist ein Mechanismus, mit dem Preise ermittelt werden, die den tatsächlichen Wert eines Guts in den Augen der Gesellschaft bestimmen. Damit lässt sich die provokante Aussage ableiten (formal nicht ganz korrekt, journalistisch aber brauchbar): Der Gesellschaft sind Internetdienste doppelt so wichtig wie Fernsehsendungen und Zeitungen. Interessant, dass dennoch ein hoher Teil der Werbeausgaben der Industrie trotzdem in die klassischen Medien fließen.