Montag, 15. Dezember 2014

10 Jahre Social Media: Meilensteine und Fakten 2014

Die Londoner Marketing-Agentur Media Vision hat in einer Infografik die wichtigsten Meilensteine der bisherigen Geschichte von Social Media übersichtlich zusammengefasst.

Beeindruckend sind die für 2014 ermittelten Zahlen. Mittlerweile gibt knapp 210 Millionen Tumblr-Blogs. Auf Twitter werden jeden Tag 500 Millionen Kurznachrichten veröffentlicht. Instagram vermeldet täglich 60 Millionen neue Fotos und über 1 Milliarde Menschen nutzen regelmäßig YouTube.

Die Meilensteine der Entwicklung bei Social Media und zentrale
Nutzungsdaten für 2014 (Quelle: Mediavision).

Sonntag, 14. Dezember 2014

Im BILD-Labor: Hier entstehen die neuen Journalismus-Produkte

Die BiTS zu Gast in der Innovationszentrale
des Axel-Springer-Verlags.
Im 5. Semester beginnt an der BiTS das Vertiefungsstudium. Eine mögliche Vertiefungsrichtung ist der Bereich Online. Hier bietet die BiTS das Fach Medieninnovationsmanagement an.

Bei Medieninnovationsmanagement hilft nicht graue Theorie, sondern nur Praxis. Deshalb nahm Dozent Torsten Petersen letzte Woche seinen Kurs mit zu Axel Springer. Und zwar nicht in das mondäne Gebäude des Axel-Springer-Hauses, sondern ein paar hundert Meter weiter in einem schmucklosen Bürogebäude.

Hier residiert das innovative Hirn des Springer-Konzerns, u.a. in Form des Startup Accelators Plug and Play und des Innovations-Labors, wo neue journalistische Konzepte wie Football Collective, Epos oder Celepedia entwickelt und im Markt ausgetestet werden. Daniel Durst vom Axel Springer Verlag stand den BiTS-Studis eine Stunde lange Rede und Antwort und zeigte, dass Axel Springer versucht, trotz Konzernstruktur die notwendige Geschwindigkeit und Flexibilität im Innovationsmanagement zu haben.

Zuvor gab’s für die BiTS-Studierenden einen Abstecher zum AS Plug and Play Accelerator. Hier empfing Daniel Dierkes die Studis. Im Springer-eigenen Accelator-Programm werden Startups für drei Monate aufgenommen, um danach für eine Anschlussfinanzierung zu pitchen. Es gab spannende Details aus der Praxis und viele Tipps für alle die, die selbst damit liebäugeln, sich selbstständig zu machen.

Samstag, 13. Dezember 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (Dezember 2014)

Als GPS Wanderweg des Monats stellt der GPS Wanderatlas
im Dezember den Eifel-Camino vor, der u.a. auch durch Monreal führt.
Hallo liebe Wanderfreunde,

wie schon gute Tradition im GPS-Wanderatlas, stellen wir zum Jahresende als GPS-Wanderweg des Monats einen Pilgerweg vor. In diesem Jahr haben wir uns für den Eifel-Camino entschieden, eine 155km lange Strecke, die von Andernach am Rhein durch die Vulkaneifel, den Kondelwald, die Wittlicher Senke und den Meulenwald bis nach Trier an der Mosel führt. 

Der Eifel-Camino ist nicht nur ein ganz besonderer Pilgerweg, weil er neben dem Apostel Jakobus auch dem in Trier bestatteten Apostel Matthias gedenkt. Der Eifel-Camino ist auch schlicht als Wanderweg sehr schön, verbindet er doch wichtige kulturelle Sehenswürdigkeiten mit eindrucksvollen Naturschönheiten. 

Wem es bei dem nicht ganz idealen Wetterbedingungen vor solch einer langen Wanderung scheut, dem können wir guten Gewissens auf unsere Auswahl von winterwanderbaren Wanderwegen hinweisen, die wir im ersten Schritt für das Bundesland Nordrhein-Westfalen ermittelt haben. Drei davon empfehlen wir euch in diesem Nachrichtenbrief besonders:



Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen.

Liebe Grüße vom GPS Wanderatlas Deutschland, ein schönes Weihnachtsfest und einen gesunden Wechsel ins neue Jahr!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Nachrichten für die Generation Y: Terminal Y

Nachrichten für die Generation Y:
Das neue Magazin Terminal Y.
Frischer Journalismus für frische Perspektiven
Heute startet das Berliner Nachrichtenmagazin Terminal Y. Zielsetzung von Terminal Y ist es, neue Perspektive zu vermitteln. Refresh your perspective ist der Claim, der die Ausrichtung von Terminal Y gut auf den Punkt bringt. Es geht um Nachrichten und Geschichten, die den Lesern helfen sollen, sich ein Bild von der Welt zu machen, unabhängig von den Interessen der eingefahrenen Wege der Nachrichteninstitutionen.

Die Namensgebung Terminal Y leitet sich einfach ab. Ein Terminal ist der Ort, wo Menschen ankommen und sich auch wieder auf die Reise begeben. Genau das beschreibt die Zielgruppe, die Terminal Y anspricht: junge Menschen, die sich auf die Reise begeben haben, um ihren Platz im Leben zu finden. Etwas prosaischer ausgedrückt: Die Leser von Terminal Y sind junge Menschen zwischen Abitur und dem festen Einstieg ins Berufsleben.

Den Buchstaben Y verdankt das Nachrichten-Terminal der Zuordnung der Zielgruppe zur sogenannten Generation Y, also der Gruppe der zwischen 1980 und 2000 geborenen Menschen. 

Der Buchstabe Y wird im Englischen wie das Wort „why“ (= warum) ausgesprochen und deutet damit auf ein wichtiges Kriterium hin, das man dieser Zielgruppe zuordnet: das starke Hinterfragen gängiger Muster, sei es traditioneller Karrierepfade oder Rollenbilder.

Terminal Y wird von rund 15 jungen Journalisten aus Berlin betrieben, die sich selbst organisieren und das Magazin ohne finanzielle Interessen bereitstellen. Es geht darum, herauszufinden, ob eine neue Art Journalismus in der Lage ist, mittelfristig eine eigene Stammleserschaft aufzubauen. Ich selbst bin mit dabei als „technical supervisor“ (ich möchte mich aufgrund mangelnder Expertise nicht Administrator nennen :-)

Zielsetzung von Terminal Y ist es, durch Interaktion mit den Nutzern und eine starke Social Media Präsenz einen eigenen journalistischen Kriterienkatalog zu entwickeln, der die traditionellen und nicht mehr zeitgemäßen Produktionsroutinen der etablierten Nachrichtenmedien erneuern kann. Ob dies gelingt – vor allem auf Basis eines Non-Profit-Ansatzes – ist eine spannende Fragestellung, die ich akademisch begleite und nach allen Kräften unterstütze.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

BiTS-Journalisten: Videodreh am Alex

Ein Team der Terminal Y Redaktion dreht auf dem
Weihnachtsmarkt am Berliner Alexanderplatz
In frostiger Kälte war heute die Lehrredaktion der BiTS Berlin unterwegs. Für das neu entwickelte Magazin Terminal Y, wollten die Studierenden Stimmen einfangen, die die Weihnachtswünsche der Generation Y beschreiben. 

Drehort: Der Weihnachtsmarkt am Berliner Alxeanderplatz. Außentemperatur: minus 1 Grad. Aufnahmeleiter Carsten Meyer und Kameramann Arno Döring in ihrem Element - das Team glücklicherweise mit genügend Energie spendenden Keksen ausgestattet.

Nachdem einige Schnittbilder gedreht wurden, ging's in die Interviews. Zu späterer Stunde folgte dann bei den durch Glühwein aufgewärmten Weihnachtsmarktbesuchern noch eine zweite Fragerunde: Wahrheit oder Pflicht. Wie weit würden Weihnachtsmarktbesucher gehen, wenn Ihnen hübsche Damen einen Gratis-Glühwein anbieten?

Die Ergebnisse des Videodrehs am Alex gibt's bald auf Terminal Y zu sehen, dem Magazin, das frische Perspektiven ins Nachrichtengeschäft bringt.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Thadeusz und die Beobachter der BiTS

Studierende der BiTS Berlin bei den Vorbereitungen zur
Aufzeichnung der journalistischen Talkrund Thadeusz und
die Beobachter im rbb Berlin.
Nachdem rbb-Moderator Jörg Thadeusz bereits am Berliner Campus der BiTS für eine Videoproduktion der Studierenden des 3. Semesters im Studiengang Communication and Media Management Rede und Antwort stand, besuchte das Seminar gestern abend die Aufzeichnung der Sendung "Thadeusz und die Beobachter".

Mit vier Kolleginnen und Kollegen aus dem journalistischen Fach, den sogenannten Beobachtern, diskutiert rbb-Moderator Jörg Thadeusz jeweils eine Stunde lang aktuelle politische Themen aus möglichst vielen Blickwinkeln. Das journalistische Quintett will Meinungen hören und gegeneinander spiegeln, Einschätzungen hinterfragen und Prognosen wagen.

Die BiTS-Studierenden und die Seminarleiterin Silke Ewald waren bei den Vorbereitungen der Sendung, der Aufzeichnung und dem anschließenden Get Together aktiv beteiligt und sammelten wertvolle Erfahrungen im Bereich TV-Produktion.

Die BiTS ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die zu Laureate International Universities gehört. Laureate International Universities ist mit 900.000 Studierenden in dreißig Ländern die größte Hochschule der Welt. In Berlin bietet die BiTS u.a. Bachelor-Studiengänge in den Fächern Medienmanagement und Journalismus an. In drei Jahre studiert man mit hohem Praxisbezug sowohl am Berliner Campus als auch im Ausland und bereitet sich so professionell auf den Einstieg in eine Karriere in den Medien vor.

Montag, 1. Dezember 2014

Allwetterwandern: Die besten Winter-Wanderwege in NRW

Die schönsten Winterwanderwege in
Nordrhein-Westfalen tragen jetzt das
Prädikat Winterwanderbar des GPS
Wanderatlas Deutschland.
Auch der GPS Wanderatlas Deutschland versperrt sich nicht dem inflationären Gebrauch digitaler Adventskalender. Daher veröffentlicht der GPS Wanderatlas vom 1. Dezember bis zum Heiligabend jeden Tag einen Wandertipp, der unter der Überschrift Winterwandern in Nordrhein-Westfalen steht.

Winterwandern ist nicht gleich Schneewandern. Winterwandern ist vielmehr Allwetterwandern. Winterwanderwege sind Wandertouren, die auch bei frostigen Temperaturen und selbst bei Regen Spaß machen. Und gesund ist Wandern im Winter allemal, denn gerade im Winter brauchen wir Licht und Bewegung, um fit zu bleiben.

Die ersten 24 vom GPS Wanderatlas ausgewählten Winterwanderwege konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen. Ob Sauerland oder Eifel, Siebengebirge oder Münsterland, Bergisches Land oder Niederrhein, Teutoburger Wald oder Ruhrgebiet: Die Auswahl an guten Wanderwegen für die Schlechtwettersaison fiel in diesen attraktiven Tourismusregionen alles andere als leicht. 
Verteilt im ganzen Land: Das sind die 24 besten Winterwanderwege in Nordrhein-Westfalen.
Nach einigen Diskussionen ist jetzt aber die Entscheidung gefallen. Die 24 schönsten Winterwanderwege in Nordrhein-Westfalen stellt der GPS Wanderatlas nun Tag für Tag bis Weihnachten vor. Auch die Landestourismusorganisation (NRW Tourismus) greift dieses Thema auf und weist auf sieben dieser Winterwanderwege gezielt hin. 
Das Prädikat Winterwanderbar
des GPS Wanderatlas Deutschland

Die ausgewählten Wanderwege in NRW sind vom GPS Wanderatlas mit dem Prädikat Winterwanderbar ausgezeichnet worden, aber natürlich ebenso im Frühling, Sommer und Herbst zu wandern. Das Prädikat Winterwanderbar beschreibt die Eigenschaft eines Weges, auch bei schlechtem Wetter eine sehr gute Wahl für einen Wanderausflug zu sein – z.B. wegen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, beeindruckenden Fernsichten und guten Gastronomieangeboten für die Stärkung unterwegs.

Wer die Adventszeit nicht vor dem Heizkörper verbringen, sondern seine Lungen mit frischer Luft durchpusten will, ist eingeladen, sich Tag für Tag auf der Portalseite zu „Winterwandern in Nordrhein-Westfalen“ neue Tipps für Wandertouren zu holen, die bei jedem Wetter funktionieren.

Wie immer im GPS Wanderatlas stehen alle Wandertouren mit aktuellen GPS-Daten (Tracks in Form einer GPX-Datei) und einer ausführlichen Tourenbeschreibung kostenfrei zur Verfügung. 

Der erste empfohlene Winterwanderweg in Nordrhein-Westfalen ist übrigens die Rundwanderung an der Grotenburg (386m), dem Berg, auf dem das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald steht. 

Dienstag, 25. November 2014

Selfie in 3D: Figuren aus dem 3D-Drucker

Figurenwerk stellt 3D-Figuren her. Einfach fotografieren lassen.
Wenig später hält man eine Statue der eigenen Person in Händen.
Selfie hat es nicht ganz zum Jugendwort des Jahres 2014 geschafft.Trotzdem liegt es voll im Trend, sich selbst als liebstes Motiv zu verewigen. Noch einen Draufsetzen kann man, wenn man den Selfie nicht nur als Foto macht, sondern sich selbst als dreidimensionale Figur produziert. Sich selbst als Statue - das ist großes Kino, und nebenbei auch ein geniales Geschenk für Freunde und Familie.

Wie man sich sein eigenes, gut 20cm großes Denkmal setzt, zeigt ein aktueller Bericht bei Spiegel-Online. Das Team war vor Ort in Berlin (Aufbauhaus, Planet Modulor am Moritzplatz in Kreuzberg). Gedreht wurde in den Räumlichkeiten von Figurenwerk, einem Spezialisten für die Herstellung von 3D-Figuren.

Aus Basis der Scan-Technologie von Botspot schießen 65 Kameras zeitgleich ein Foto und fangen Mensch oder Haustier von allen Perspektiven ein. Dann geht's los: Aus den Fotos wird ein großes dreidimensionales Objekt berechnet. 3D-Artists kümmern sich um den Feinschliff, so dass das Ergebnis wirklich gut aussieht.

Die fertige Objektdatei wird an einen 3D-Drucker geschickt, der dann Schicht für Schicht - man nennt das additive Fertigung - die Figur aufbaut.

Freitag, 21. November 2014

BiTS zu Gast bei Maybrit Illner

Wie wird eine politische Talkshow geplant?
Studierende der BiTS blickten bei Maybrit Illner (ZDF) hinter die Kulissen.
Im Fach TV-Produktionsmanagement besuchten gestern Abend acht Studierende der Business and Information Technology School (BiTS) die politische Talkshow Livesendung Maybrit Illner, die live im ZDF ausgestrahlt wird.

Die Exkursion unter fachlicher Leitung von Carsten Meyer ist zweiteilig angelehnt. Nach dem Besuch der Livesendung gestern, ist die Studierendengruppe heute zu Gast in der Redaktion und nimmt an der Nachbesprechung teil.

So lernen die Studierenden aus erster Hand, wie Profis eine TV-Sendung vorbereiten und vor allem, wie sie die Ergebnisse bewerten. Gestern Abend war bei Maybrit Illner „Putins Machthunger“ das Thema. An der Diskussion nahmen u.a. Polit-Urgestein Egon Bahr (Architekt der in den 1970er Jahren geschlossenen Ostverträge) und Kanzleramtsminister Peter Altmaier teil.

Maybrit Illner ist eine wöchentliche politsche Talkshow, die – zunächst unter dem Namen Berlin Mitte – seit 1999 ausgestrahlt wird. Maybrit Illner zählt damit zu den bekanntesten Moderatoren-Marken in der Senderfamilie des ZDF.  

Die Business Information and Technology School (BiTS) ist eine deutsche Tochter der Laureate International Universities. Unter deer Ehrenkanzlerschaft von Bill Clinton ist Laureate International Universities mit über 900.000 Studierenden in dreißig Ländern der größte Anbieter von Hochschulausbildungen weltweit.

Im Fachbereich Medien bietet die BiTS am Berliner Campus zwei Studiengänge an: Journalismus und Unternehmenskommunikation (B.A.) sowie Kommunikations- und Medienmanagement (B.Sc.). An der BiTS sind bundesweit an drei Standorten rund 1.300 Studierende eingeschrieben.

Donnerstag, 20. November 2014

BiTS meets Ketchum Pleon: Gelebter Praxistransfer

Journalistik-Studenten der BiTS (part of Laureate International)
informierten sich bei Ketchum über die Spielregeln bei
Agentur Pitches und den Umgang mit
komplexen Kundenaufträgen.
Im Fach Kommunikationsberatung und -Agenturen des Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation an der BiTS-Hochschule lernen Studierende, wie man ein Kommunikationskonzept für einen Kunden entwickelt.

Was das heißt, erleben BiTS-Studis derzeit live und in Farbe: Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich mobile payment und customer engagement möchte ein neues Marktsegment entwickeln und sucht dafür eine geeignete Markteintrittskampagne. 


Der Mittelständler kam zum Briefing an den Berliner Campus der BiTS Hochschule und präsentierte seine Überlegungen und die Eckdaten der Aufgabenstellung ausführlich. 

Die Rahmenbedingungen sind tatsächlich komplex (two sided market, Internationaler Wettbewerb, gut durch VC finanzierte nationale Wettbewerber, Technologieprodukt). Eine klare Strategie fehlt. Das Produkt steckt noch in der Entwicklung. Ein nennenswertes Kommunikationsbudget ist nicht vorhanden, weshalb auf Werbung verzichtet werden soll und alle Bemühungen in die vermeintlich „kostenlosen“ Instrumente PR und Dialogmarketing via social media fließen sollen.

Wie löst man eine solche vertrackte, in der Praxis aber durchaus nicht unübliche Situation auf? Um das zu klären, besuchten die Studierenden der BiTS Berlin das Hauptstadtbüro von Ketchum Pleon. Ketchum Pleon (KP) entstand 2010 durch den Zusammenschluss von Ketchum und Pleon und ist heute mit 490 Mio. USD Umsatz weltweit die fünftgrößte PR-Agentur. In Deutschland rangiert KP mit Honorarumsätzen von rund 50 Mio. EUR auf Platz 2.

Arne Wiechmann (Office Head) und Yasmine Cordes (Business Development) empfingen die BiTS-Studierenden und fungierten 90 Minuten lang als Coach und Consultant in Personalunion. Zahlreiche gute Tipps im Umgang mit der schwierigen Situation, aber auch praktische Hilfestellung wie den von KP genutzten Konzeptionierungsprozess RISC (für research, insights, strategy und creation) machten die Exkursion zu einem vollen Erfolg.

Montag, 17. November 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (November 2014)

Neue Wandertipps für NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz im
Wander-Newsletter des GPS-Wanderatlas
Hallo liebe Wanderfreunde,

früher nannte man den November Nebelung - eine nicht ganz unzutreffende Beschreibung für diesen Monat, in dem die Tage kurz werden und das Tageslicht oft von Nebel und Wolken abgedunkelt ist. Umso wichtiger, jetzt raus zu gehen, damit Körper und Geist nicht in eine Winterdepression verfallen. 

Wir wissen, dass es nicht immer einfach ist, sich bei schlechtem Wetter für einen Ausflug zu motivieren. Deshalb haben wir - testweise zunächst mal für das Bundesland Nordrhein-Westfalen - 24 Wanderwege rausgesucht, die selbst bei ungünstigen Bedingungen ideal sind für ein paar Stunden Frischluft. Wir haben diesen Wegen das Prädikat "Winterwandern" ausgestellt, weil sie auch bei schlechtem Wetter gut zu wandern sind, interessante Dinge am Weg liegen und die gastronomische Verpflegung gesichert ist. 

Wir veröffentlichen die ausgewählten Wege vom 1. Dezember bis Heiligabend. Ihr könnt vorab exklusiv schon mal einen Blick auf die Auswahl werfen. Am 1. Dezember setzen wir die Seite Winterwandern in Nordrhein-Westfalen dann auf unsere Startseite und "überraschen" unsere nicht registrierten Leser Tag für Tag mit einer der 24 Wanderwege.

Wer nicht solange warten, will für den gibt's wie gewohnt drei Tipps für diesen Monat.



Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir im November eine echte Perle vor: den Wildnis-Trail Eifel. Der Wildnis-Trail führt durch den Nationalpark Eifel, den ersten und bislang einzigen Nationalpark in Nordrhein-Westfalen. Es geht kilometerlang durch fast unberührte Natur. Man trifft auf die ehemalige NS-Kaderschmiede Vogelsang, wandert durch das größte in Deutschland vorhandene Vorkommen der wilden Glockenblume, passiert den Obersee der Rurtalsperre und den Urftstausee und genießt viele wunderschöne Fernsichten über die Nordeifel und das Hohe Venn. 

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen.

Liebe Grüße vom GPS Wanderatlas Deutschland!

Freitag, 14. November 2014

rbb-Moderator Jörg Thadeusz am BiTS-Campus Berlin

Jörg Thadeusz verriet im BiTS-Interview am
Campus Berlin wertvolle Moderations-Tipps
Ein Mann im besten Alter, mit leichter Neigung zum Übergewicht. Ehemals Schlafwagenschaffner und Müllpresser, heute TV-Moderator u.a. beim rbb, Autor, ja, und vor allem Journalist. Jörg Thadeusz besuchte jetzt den Berliner Campus der privaten Hochschule BiTS in Berlin (zwischen Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz).


rbb-Moderator Jörg Thadeusz am Berliner Campus der BiTS
Der Vorort-Termin wurde von den BiTS-Dozenten Silke Ewald und Arno Döring genutzt, um die Drittsemester im Studiengang Communication & Media Management (CMM) im Fach „Content Production“ fit zu machen. Die Studierenden begleiteten Jörg Thadeusz mit Kamera und Mikro und luden zum Interview in der Cafeteria am Campus.


Anni Budich stellte Moderator Jörg Thadeusz gekonnt Fragen
Moderatorin Anni kitzelte einige interessante Geschichten aus dem Privatleben von Jörg Thadeusz heraus (die übrigens Anfang Dezember auch im Nachrichtenmagazin Terminal-Y veröffentlicht werden). Zwei Kameras, Licht und Ton sorgten für professionelle Produktionsbedingungen. Danach konnte die zweite Studierendengruppe Jörg Thadeusz zu einem Experten-Statement heranziehen. 


Am 2. Dezember werden Studierende der BiTS bei der Aufzeichnung der wöchentlichen Talkrunde „Thadeusz“ im rbb-Studio in der Masurenallee vor Ort sein und sich die Produktion einer TV-Sendung aus erster Reihe anschauen. Bis dahin sind die beiden am BiTS-Campus produzierten Stücke auch im Internet verfügbar. 

Der mobilen Kamera entging nichts:
Jörg Thadeusz an der BiTS Berlin
Die BiTS ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die zu Laureate International Universities gehört. Laureate International Universities ist mit 900.000 Studierenden in dreißig Ländern die größte Hochschule der Welt. In Berlin bietet die BiTS u.a. Bachelor-Studiengänge in den Fächern Medienmanagement (Communication & Media Management) und Journalismus (Journalism & Business Communication) an. In drei Jahre wird man mit hohem Praxisbezug und in kleinen Lern-Teams ausgebildet. Zur Ausbildung gehört auch ein Semester Auslandsstudium, z.B. in Partnerhochschulen in den USA, Australien, Süd-Afrika, Spanien und der Türkei.

Donnerstag, 13. November 2014

Die BiTS zu Gast bei Europas führender Content Marketing Agentur

Auswahl von Objekten von KircherBurkhardt
Studierende der BiTS Hochschule in Berlin besuchten heute
KircherBurkhardt, die führende Content Marketing Agentur Europas.
Die Gunst der Stunde: Der Wahlpflichtfach-Kurs Online (5. Semester) war heute zu Besuch bei C3, Europas größter Content Marketing Agentur. Und dass, wo es C3 noch nichtmals gibt. Derzeit fusionieren KircherBurkhardt, BurdaCreative und wunder media gerade zu C3. Mit einem Umsatz (2014) von 59 Mio. Euro und 400 Mitarbeitern wird C3 die bei weitem Abstand führende Agentur für die Produktion redaktioneller Inhalte.

Unter Leitung von Fachdozentin Silke Ewald besuchten die Studierenden des 5. Semesters der Studiengänge Communication & Media Management (CMM) und Journalism & Business Communication (JBC) der BiTS Hochschule die Zentrale von KircherBurkhardt direkt gegenüber des Berliner Doms.

Tom Levine begrüsste Studierende der BiTS
und Fachdozentin Silke Ewald bei KircherBurkhart
Gastgeber der BiTS war Tom Levine, seines Zeichens Chefredakteur bei KircherBurkhardt. Levine erklärte den BiTS-Studierenden praxisnah, warum heute Content Marketing, Native Advertising und Corporate Publishing klassische Werbung und schlichte Produkt-PR schlagen. Das Motto von KircherBurkhardt/C3 bringt es präzise auf den Punkt: "Content is the start of every meaningful conversation".

Während Werbung üblicherweise die Nutzungssituation des Zuschauers oder Lesers unterbricht, basiert Content Marketing auf der Idee, relevante Inhalte zu schaffen, die von den Zielgruppen aktiv gesucht und genutzt werden. Damit das gelingt, muss sich Content Marketing an journalistischer Profession orientieren. 

Eine sehr gelungene Auseinandersetzung über Content Marketing und Journalismus hat Tom Levine jüngst in seinem Blogbeitrag "Die fünf journalistischen Weisheiten des Content Marketing" veröffentlicht. Demnach sind es fünf journalistische Regeln, die für die Erstellung attraktiver Inhalte auch im Content Marketing zu berücksichtigen sind:

1. Interessiere Dein Publikum
2. Halte Distanz
3. Bleib glaubwürdig
4. Verpflichte Dich der Geschichte
5. Achte Deine Sprache

KircherBurkhardt wurde 1999 gegründet und war zunächst auf den Bereich Bereich Design fokussiert. Unter der Federführung von Lukas Kircher wurde so z.B. die Titel von Frankfurt Allgemeiner Sonntagszeitung (FAS), dem Berliner Tagesspiegel und der Welt am Sonntag aufgefrischt. 2002 erweiterte die Agentur ihr Portfolio und bietet seitdem auch redaktionelle Leistungen, die mittlerweile das Kerngeschäft ausmachen.

Im neu fusionierten Unternehmen C3 sind über hundert Journalisten tätig, die u.a. für Kunden wie die Deutsche Bahn, Bosch, die Bundeswehr, Volkswagen und die Sparkassen arbeiten. 

Montag, 27. Oktober 2014

5 Regeln für einen erfolgreichen Blog

Wir entwickeln derzeit ein journalistisches Produkt, das sich an junge Erwachsene wendet. Ziel ist es, Nachrichten und Hintergründe so aufzubereiten, dass sie gelesen und diskutiert werden. Oder mit anderen Worten: Unsere Geschichten sollen relevant sein und sich dazu eignen, eine eigene Leserschaft aufzubauen. 

Am Ende der Konzeptionsphase hatten wir das Glück, dass uns ein erfolgreicher Verleger modernen Zuschnitts besuchte: Matze Hielscher, einer der beiden Väter von mitvernuegen.com, einem sehr erfolgreichen Stadtmagazin aus Berlin (und mittlerweile auch in Hamburg vertreten). Mitvernuegen.com erreicht rund 400.000 Menschen monatlich in und um Berlin herum, hat also eine Reichweite, die Berlins größter Tageszeitung – der B.Z. – entspricht. 

Matze war also da, und die Gründungsredaktion unseres neuen Projekts konnte sich aus erster Hand informieren, wie man im Internet ein digitales Magazin so aufbaut, dass es auch wirtschaftlich erfolgreich ist. Das interessante Gespräch kann man in fünf Grundregeln zusammenfassen: 

1. Dranbleiben
Das Erste und Wichtigste zugleich: Wenn man einen Blog (oder ein anderes digitales Medium) einrichtet, muss man auch etwas zu sagen haben. „Als wir mitvernuegen.com gestartet haben, haben Pierre und ich beide unser Geld woanders verdient. Der Blog war ein Unternehmensblog, um unser Eventgeschäft zu unterstützen.“ Dass mitvernuegen.com erfolgreich wurde, habe viel damit zu tun, dass die beiden Gründer im ersten Jahr schlicht täglich – also auch an Heiligabend, Silvester und an verregneten Wochenenden – einen Tipp veröffentlicht haben. „Viele Projekte starten mit Euphorie, man haut zehn, zwanzig Beiträge raus, und dann kommt das Wochenende oder Urlaub und die Sache kommt ins Stottern“. Nichts ist so wichtig, als dranzubleiben und für seine Leser verlässlich zu sein.

2. Analysieren 
Anders als bei Zeitungen, Radio und TV ist Journalismus im Internet kein Blindflug. Man kriegt genau mit, wie die Seite und wie einzelne Texte funktionieren. Wenn man diese Analyse-Power nutzt, entwickelt man schnell Know-how, welche Themen funktionieren, wie man diese anpacken muss und wie Texte geschrieben sein müssen, damit sie geteilt werden. „Wenn du siehst, dass eine Überschrift funktioniert, aber keine Shares kommen, dann war der Text schlecht. Dann kannst du daran arbeiten und den Text verbessern oder noch einmal neu posten“ – dann aber mit einem anderen, erfolgsversprechenden Spin. 

3. Sich treu bleiben 
Wenn man Reichweite aufbaut, stellt sich irgendwann natürlich die Frage, ob man mit seinem Blog Geld verdienen kann. „Wir haben uns bewusst gegen Banner und solche Dinge entschieden, weil wir es unerträglich finden, wenn wir einen coolen Partytipp geben und der eingerahmt ist von völlig dämlichen Werbeanzeigen. Klar verzichten wir so auf Einnahmen, aber dafür bleibt die Seite für die Leser interessant und wichtig und das ist letzten Endes entscheidend.“ Mitvernuegen.com hat sich dagegen für ein Geschäftsmodell entschieden, dass man grob als Sponsoring bezeichnen kann. Der Vorteil: die redaktionelle Hoheit über die Inhalte liegt komplett bei mitvergnuegen.com. 

4. Im Team schreiben 
Klare Ansage von Matze: „Wenn du was schreibst, glaubst du, es ist gut. Wenn dann aber andere drüber schauen, fallen ihnen noch viele Sachen auf, die man besser machen kann. Wir schreiben bei mitvernuegen.com im Team und kommen so zu besseren Texten“. Das steht im Widerspruch zur klassischen Autorenhoheit: der Autor ist ein Genie, der Leser darf folgen. Bei mitvergnuegen.com wird nicht der einzelne Autor auf ein Podest gestellt, sondern die Leser. Der bestmögliche Text geht online, und nicht die salbungsvollen Zeilen eines verkannten Literaten, der nur aus Verlegenheit als Journalist arbeitet. 

5. Nicht zu viel veröffentlichen 
Ebenfalls interessant ist die fünfte Regel: „Veröffentlicht nicht zu viel. Die Leser müssen mitkommen. Wir bringen höchsten vier neue Texte pro Tag.“ Man hat oft den Eindruck, dass im Internet, wo es keine Mengenbegrenzung gibt, die Devise gilt: the more, the merrier. Je mehr Texte, desto mehr Google-Ergebnisse. Je mehr Texte, desto höher die Chancen, zufällig was Interessantes zu bringen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Aufgabe des Journalisten ist, seinen Leser Zeit zu sparen und das schafft er am besten, wenn er wenig, dafür aber relevante Beiträge bringt. 

Einen sechsten Tipp gab uns Matze Hielscher noch beim Tschüss-Sagen: „Geht online, sobald ihr was habt und wartet nicht, bis alles perfekt ist“. Man lernt das Laufen beim Gehen und nicht am grünen Tisch.

Samstag, 25. Oktober 2014

Size Matters: Die ideale Länge für Online-Beiträge

Werbeprofis wissen, wie lang ein Slogan sein darf, damit er funktioniert und wie viele Worte man in einem TV-Spot machen sollte. Aber wie steht es mit der Länge von Online-Beiträgen, z.B. Posts bei Facebook, Tweets bei Twitter, Blog-Beiträgen oder YouTube-Videos?

Wie lang ist im Optimum ein Tweet, ein Facebook-Post oder ein Domainname? Quelle: Adweek
Dieser Frage ist der US-amerikanische Branchendienst Adweek nachgegangen und hat dazu eine gute Infografik erstellt. Ein Facebook-Post z.B. sollte nicht mehr als vierzig Buchstaben umfassen, ein Hashtag nicht mehr als sechs. Ein Blog-Post funktioniert am Besten mit rund 1.600 Wörtern, während die Überschrift nur sechs Wörter haben sollte. Interessante Zahlen für alle, die Inhalte im Netz veröffentlichen. Thanx @adweek
Wie lang sollte ein YouTube-Video sein, wie lange ein Podcast? Quelle: Adweek



Freitag, 24. Oktober 2014

Vier im Kriegseinsatz bewährte Prinzipien für Führungskräfte

Was kann die Wirtschaft vom Militär lernen?
US-General John E. Michel gibt vier Tipps für den Umgang mit
komplexen Führungssituationen aus seiner Praxis
(Bild-Quelle: Wikipedia)
Strategie und Führung sind Themen, die in der Wirtschaft erst seit dem Zweiten Weltkrieg intensiv diskutiert und bearbeitet werden. Anders im Militär, das seit Jahrhunderten mit diesen Fragen beschäftigt ist. Daher kann die Wirtschaft Einiges von erfahrenen Militärs lernen. So gilt z.B. US-General John E. Michel als ausgewiesener Experte in Sachen Strategie, Change Management und Organisationskultur. Im HBR-Blog gibt er vier praktische Tipps aus seiner Erfahrung als General im Kriegseinsatz:

1. Eine Strategie entwickelt man nicht am grünen Tisch
Eine Strategie ist keine Symphonie, die ein Einzelner erarbeitet, dann vorstellt und ale klatschen begeistert. Eine Strategie lebt davon, von den MItarbeitern anerkannt zu sein und das kriegt man nur hin, wenn man im Strategieentwicklungsprozess die Mitarbeiter aktiv mit einbezieht.

2. Kein Job ist unwichtig
Wer seine Mitarbeiter mitziehen will, muss Vorbild sein. Und dazu zählt, dass man sich selbst nicht zu schade ist selbst für kleine, unwichtig erscheinende Jobs. "You should be prepared to eat last, own failure, and generously share triumphs."

3. Führungskräfte sind Generalisten
Ein Generalist weiß nix so ganz genau. Daher ist er abhängig von seinen Mitarbeitern. Was ein Generalist aber können muss, ist seine Organisation zu verstehen: wie sie arbeitet, wie die Funktionen ineinander greifen, wie die Rollen verteilt sind.

4. Jeder Kontakt hinterlässt eine Spur
Eine Führungskraft dient den Mitarbeitern als Orientierung. Das führt dazu, dass jeder Kontakt mit der Führungskraft - verbal wie non-verbal, formell wie informell - von den Mitarbeitern interpretiert wird. Man sollte dies berücksichtigen und aus jedem Kontaktpunkt einen Anlass schaffen, sein Team zu inspirieren und zu unterstützen. 

Samstag, 18. Oktober 2014

Was ist Journalismus?

Journalimus-Prozess: Vom ersten
Impuls zum journalistischen Produkt
Nicht jede einfache Frage, kann man einfach beantworten, man erinnere sich nur an das bekannte Henne-Ei-Problem, das uns in verschiedenen Konstellationen lebenslang begleitet. Aber es gibt auch einfache Fragen, auf die man einfache Antworten geben können sollte. Z.B. wenn man jemand nach seiner Profession fragt. Ein Arzt weiß, was Medizin ist und kann das Fachgebiet Medizin schlicht in einem Satz zusammenfassen, etwa als vorbeugen, erkennen und behandeln von Krankheiten.

Fragt man dagegen einen Journalisten danach, was Journalismus sei, erhält man erstaunlich viele und unterschiedliche Aussagen. So erging es jedenfalls mir, was ich darauf zurückführe, dass Journalisten in Deutschland oft nicht professionell ausgebildet werden (wie z.B. in den USA), sondern meist durch reines learning by doing zu Journalisten werden.

Learning by doing ist dabei natürlich nicht per se ein Problem. Wir lernen extrem viele Sachen durch das Ausführen der Aufgaben, Autofahren z.B. Aber dennoch brauchen wir eine Vorstellung, wie Verkehr funktioniert, um unser Anwendungshandeln passend zu machen. Autofahren im Sinne der Aufgabe, ein Auto fortzubewegen, ist offensichtlich unterschiedlich zu konkreten Aufgabe: Autofahren im deutschen Straßenverkehr mit vielen Schildern, Regeln und „ungeschriebenen“ Gesetzen wie Rücksicht. Den Unterschied zwischen Autofahren und Autofahren in Deutschland erlebt man schnell bei einer Reise nach Afrika oder Südostasien.

Angesprochen ist mit diesem Beispiel der Umstand, dass man natürlich journalistisch handeln kann, ohne Ausbildung und ohne theoretische Konzepte. Aber dies führt wenn überhaupt nur zufällig zu hoher journalistischer Qualität. Man kann sich auch bei einem Arzt therapeutische Maßnahmen wie einen kleinen operativen Eingriff abschauen und nachahmen. Trotzdem ist man dadurch noch kein Arzt.

Dies führt mich wieder zur Ausgangsfrage: Was ist Journalismus? Im deutschen Sprachraum erhält man dazu oft eine Antwort im Sinne von, Journalismus sei die Tätigkeit, die Journalisten ausüben. Daran schließt sich die Frage an, was ein Journalist ist und hier erhält man wiederum schnell die branchenübliche Beschreibung: ein Journalist ist jemand, der sein Geld mit Journalismus verdient. Dies ist ein durchaus bezeichnender Versuch, die Kompetenz der „Welterklärer“ zu hinterfragen. Journalismus ist das, was Journalisten machen, die diejenigen sind, die vom Journalismus leben. Medizin ist das, was diejenigen machen, die damit ihr Geld verdienen. Ohne Worte.

Dabei gibt es weltweit gesehen eigentlich einen sehr klaren Konsens über die Definition von Journalismus. Journalismus ist das Sammeln, Verarbeiten und Verbreiten von Nachrichten und Fakten für ein Publikum. 

Dies ist eine äußerst notwendige Sache für die Gesellschaft, denn ohne diese Funktion des Journalismus könnten moderne Demokratien nicht existieren. „The purpose of journalism is thus to provide citizens with the information they need to make the best possible decisions about their lives, their communities, their societies, and their governments” (Quelle: American Press Institute). Oder noch einfacher formuliert:  journalism is the craft that provides the lifeblood of a free, democratic society 
(Quelle: Robert G. Kaiser: The Bad News about the News).

Schaut man sich diese generische Definition im Einzelnen an, kann man sehr einfach und klar den journalistischen Prozess beschreiben.

Alles beginnt mit einem Impuls, der außerhalb der eigentlichen journalistischen Tätigkeit liegt. Ein solcher Impuls kann ein Ereignis sein (Unfall, Tod, Sieg, Niederlage etc.), eine Idee oder ähnliches. 

Aus diesem Impuls heraus beginnt der journalistische Prozess mit der Tätigkeit der Faktensammlung, die wir im deutschen Sprachraum als Recherche bezeichnen. Recherche meint die gezielte und strukturierte (also nicht zufällige) Suche nach Daten und Fakten. Die Recherche vergrößert damit bildlich gesprochen den Kenntnisstand des Journalisten – von einem einzelnen Aspekt hin zu einem Überblick. Die Recherche ist eine Art umgedrehter Trichter.

Auf Basis der Recherche kann die Idee zu einem journalistischen Produkt entstehen, das, was man auch Essenz, Kernaussage oder simpel die zentrale Idee der Geschichte nennen kann. Dies ist das eigentliche Herzstück des Journalismus, dessen gesellschaftliche Funktion man als das Herunterbrechen komplexer Zusammenhänge auf verständliche Kernaussagen beschreiben kann. Der Journalist übernimmt für sein Publikum die Aufgabe, sich in ein Thema einzuarbeiten (zu recherchieren), die relevanten Informationen zu filtern und zu entscheiden, wie er aus dem großen Thema eine kleine, aber spannende oder nützliche Geschichte macht.

Ist dieser rote Faden gefunden, verengt sich der Trichter im Prozess der Produktion wieder und endet in letzter Konsequenz bei der Ausgestaltung des zentralen Aufhängers: des Titels, der Überschrift und der Eröffnungssequenz. Dies ist im Einzelfall abhängig, welches journalistische Format man wählt: Nachricht oder Geschichte.

Eine Nachricht sollte üblicherweise im Nachrichtenstil erzählt werden, d.h. man beginnt mit den relevanten Fakten – den fünf W-Fragen wer, was, wann, wo und warum – und verteilt diese auf Überschrift (headline oder im Journo-Lingo der hed), Untertitel oder Dachzeile (deck oder dek) und die Einleitung (lead oder der lede). Danach bringt man in absteigender Relevanz weitere Fakten im eigentlichen Text (body) und ergänzt diese ggf. um weiterführende Hinweise (tail).

Eine Geschichte (Reportage, Dokumentation, Feature) erzählt einen Sachverhalt nach dramaturgischen Regeln und ist daher deutlich freier angelegt. Damit dennoch schnell einzuordnen ist, worum es geht, verwendet man bei Geschichten häufig einen sogenannten nut graph (bzw. in Journo-Schreibe: nutgraf), also einen Absatz (paragraph), der das Wesentliche (nutshell) der Geschichte hinsichtlich seines Nachrichtenwerts für den Nutzer darstellt.

Egal ob Nachricht oder Geschichte: Beides ist erst dann Journalismus, wenn es das Licht der Öffentlichkeit erblickt, also gelesen, gesehen oder gehört wird. Deshalb gehört zum journalistischen Prozess zentral die Verbreitung des nach journalistischen Regeln erstellten Inhalts. Nur ein Stück, das tatsächlich wahrgenommen wird, ist ein journalistisches Produkt. Ansonsten verbleibt es eine journalistische Fingerübung.

Aus diesem Grund endet der journalistische Prozess nicht bei der Veröffentlichung, sondern bei der Frage, wie Nutzer mit dem Inhalt umgehen, also ob sie ihn lesen, bewerten, kommentieren, weiterverbreiten, darüber sprechen etc. Dieses Feedback dient zugleich als wichtige Quelle für neue Impulse, die den journalistischen Prozess erneut initiieren.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (Oktober 2014)

3 Wandervorschläge für Sauerland, Taunus und Eifel
plus GPS Wanderweg des Monats: der Ahrsteig
(Quelle: GPS Wanderatlas Deutschland)
Der Herbst zeigt sich zwar nicht unbedingt von seiner golden Seite, dennoch lassen sich gerade jetzt wunderschöne Wanderungen unternehmen und noch einmal Luft und Sonne tanken, bevor die kurzen Wintertage kommen. Drei Tipps haben wir für euch, wo man im Oktober so richtig schön wandern kann.



Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir euch im Oktober den Ahrsteig vor. Es geht auf einer schönen Wegführung von Blankenheim durch die Ahr-Eifel nach Sinzig, wo wenig später die Ahr nach 85km in den Rhein mündet. Mittendrin passiert man das Ahrtal, das touristische Herz der Ahr-Eifel. Unterwegs gibt es immer wieder tolle Aussichten auf die Eifel.

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neue Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen.

Liebe Grüße vom GPS Wanderatlas Deutschland!

Dienstag, 16. September 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (September 2014)

Drei Wandertipps im Sauerland, Rheingau und Lahntal
plus der GPS Wanderweg des Monats (Bild: Aussicht vom
Feltenturm in der Eifel)
Hallo liebe Wanderfreunde,

ob noch Spätsommer oder bereits Frühherbst - Wandern kann man zu jeder Jahreszeit und bei so gut wie allen Wetterbedingungen. Um euch Appetit auf die nächsten Touren zu machen, empfehlen wir heute wieder drei schöne Wanderungen, diesmal im südlichen Sauerland, dem Rheingau und im Lahntal.





Für den GPS Wanderweg des Monats haben wir uns im September dem Genusswandern verschrieben und stellen den Rheinterrassenweg vor. Die Strecke von Worms hinauf nach Mainz ist gerade mal 65km lang und führt durch Deutschlands größtes Weinbaugebiet, Rheinhessen. Dementsprechend viele Straußenwirtschaften, Weingüter und Probierstuben liegen am Weg, so dass man weniger Kondition in den Beinen als vielmehr einen großen Durst braucht.


Wir freuen uns auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neue Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.


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Liebe Grüße vom GPS Wanderatlas Deutschland!

Mittwoch, 27. August 2014

Meetings sind unproduktiv. Und wie man das ändern kann.

In den USA werden täglich 25 Millionen Meetings durchgeführt, schützen Management-Experten. Dabei entstehen jährliche Kosten von 37 Milliarden US-Dollar. Und das Ergebnis: Zwei Drittel aller Meetings stellen sich als sinn- und vor allem ergebnislos heraus. 

Warum Meetings so unproduktiv sind, ist einfach erklärt: Meetings sind eines der zentralen Führungswerkzeuge, mit denen ein Manager Ressourcen in Resultate überführen kann. Aber wie bei so vielen anderen Dingen auch rund um die Ausbildung von Managern wird an Hochschule nicht gelehrt, wie man Meetings als Führungsinstrument effektiv und effizient einsetzt.

Dies führt dazu, dass man schnell ein Meeting einberuft, was aber nicht mehr ist, als eine lockere Zusammenkunft, weil die zentralen Elemente nicht angewendet werden (vgl. dazu Becker, Thomas: Medienmanagement und öffentliche Kommunikation, 2014, Springer VS, S. 163ff.):

1. Kein Meeting ohne klares Ziel - SMART definiert.
2. Nur die Teilnehmer einladen, die zwingend erforderlich sind.
3. Termin finden, an dem alle (!) notwendigen Teilnehmer verfügbar sind.
4. Das Meeting-Ziel in eine Agenda überführen. Regel: Jeder Agendapunkt behandelt eine Teilaufgabe, die zur Zielerreichung notwendig ist. Jeder Agendapunkt bekommt ein Zeitbudget zur Bearbeitung.
5. Meeting effizient durchführen. Dazu gehört die vorheriger Zusendung der Agenda, die Festlegung des Meetingleiters (meeting owner) und die Einhaltung klarer Regeln: pünktlich, keine Nutzung von Telefon oder Computer und die Einhaltung der Zeitbudgets.
6. Jeden Agendapunkt in klare Maßnahmen überführen: Wer macht was bis wann,.
7. Die beschlossenen Maßnahmen in einem Ergebnisprotokoll (minutes of meeting) festhalten und kurzfristig - maximal 24 Stunden nach dem Meeting, den Teilnehmern zur Bearbeitung weiterleiten
8. Task Management: Überprüfen, dass die besprochenen Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.

Das Ergebnis eines Meetings ist die Aufteilung einer umfassenden Aufgabe in einzelne Arbeitspakete. Diese werden im Protokoll in der Form „wer macht was bis wann“ festgehalten. Die Kosten für die Durchführung eines Meetings führen erst dann zu einem betriebswirtschaftlichen Resultat, wenn die im Meeting vorgenommene Aufteilung in konkrete Aufträge tatsächlich durchgeführt wird, d.h. konkret: ein Meeting ist ein Instrument, um Resultate zu erzeugen. Das Meeting selbst aber ist zunächst nur ein Kostenfaktor. Erst die Bearbeitung der im Meeting festgelegten Aufträge führt zu Produktivität.



The Ugly Truth About Meetings
by dianagosi.

Anzeigenerlöse der Tageszeitungen in den USA auf Niveau von 1950

Anzeigenerlöse in den USA bewegen sich heute
auf dem Niveau von 1950 (Quelle: Mark J. Perry)
Schon zwei Jahre alt ist dieser Blogbeitrag von Professor Mark J. Perry von der Universität Michigan: Unter der Überschrift Free Fall zeigt er die Entwicklung der Aneigneerlöse der Tageszeitungen in den USA auf. Von knapp 20 Milliarden US-Doller 1950 entwickelten sich die Anzeigenerlöse bis auf 63 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000. In den folgenden zwölf Jahren aber gingen die Anzeigenerlöse dramatisch zurück und pendelten sich 2012 wieder auf dem Niveau von 1950 ein. Die ökonnomische Lehre, die man daraus ziehen kann: Der Tageszeitungsmarkt ist "another one of those huge Schumpeterian gales of creative destruction".

Dienstag, 19. August 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (August 2014)

Der Ruhrhöhenweg ist GPS Wanderweg des Monats
Hallo liebe Wanderfreunde,

auch wenn der August durchaus wenig hochsommerlich daherkommt: Für Wanderer ist das Wetter eigentlich sogar besser, als eine dauerhafte Hitzewelle. Daher freuen wir uns, auch in diesem Monat drei schöne Tourentipps in unseren Kernregionen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz vorzustellen:


Als GPS-Wanderweg des Monats haben wir in diesem Monat quasi ein Double Feature: Der Ruhrhöhenweg von der Ruhr-Quelle bei Winterberg bis zur Mündung bei Duisburg in den Rhein sowie direkt hinterher die Georoute Ruhr, die von Mülheim über Essen, Bochum, Witten und Dortmund zum Ausflugslokal Freischütz im Schwerter Wald führt. 

Wir freuen uns auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neue Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

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Liebe Grüße vom GPS Wanderatlas Deutschland