Mittwoch, 23. April 2014

Medienmanagement-Studium Berlin: So läuft das Sommersemester

Medienmanagement in Berlin studieren an der
BiTS (Laureate Internation Universities)
Am Berliner Campus der Business and Information Technology School BiTS, einer staatlich anerkannten Hochschule der Laureate International Universtities, sind die Studierenden in den Fächern Journalismus (Journalism and Business Communication) und Medienmanagement (Communication and Media Management) schon wieder tief in den Alltag des Studiums eingestiegen. Doch dieser „Alltag“ ist alles, nur nicht grau.

Neben zahlreichen Projekten und Fallstudien, die in Seminaren und Übungen bearbeitet werden, stehen auch im Sommersemester an der BiTS Berlin wieder einige Aktivitäten an, die die Studierenden aus den Veranstaltungsräumen holt und mit der Praxis verbindet.

Zu den Aktivitäten im Fachbereich Medien und Kommunikation am Berliner Campus zählen von April bis Juni 2014 u.a. folgende Veranstaltungen:
  • Exkursion zur Nachrichtenredaktion des rbb (TV)
  • Projektwoche EU-Journalismus in Brüssel
  • Exkursion zur Hauptstadtredaktion von n-tv
  • Exkursion zum Hauptstadtstudio des SWR (Radio)
  • Exkursion zur Polit-Talkshow Jauch (Live-Sendung, ARD)
  • Radioberichterstattung von der Langen Nacht der Wissenschaften
  • Exkursion zur PR-Agentur plan B
Parallel formieren sich die Journalismus-Studenten zu einer schlagkräftigen Redaktion, die unter dem Titel Bits-of-Berlin spannende Geschichten aus der Hauptstadt berichten wird.

Montag, 14. April 2014

Copy Strategy: 5+2-Regel für Botschaften, die verkaufen

Medienmanagement ist die Lehre vom Einsatz von Medien für die Umsetzung der Ziele einer Organisation. Eine zentrale Komponente dafür ist die öffentliche Bereitstellung von Botschaften, z.B. Anzeigen, Pressemitteilungen, Social Media Beiträgen, Prospekten oder der eigenen Webseite. Damit stellt sich im Studiengang Medienmanagement natürlich schnell und prominent die Fragestellung: Wie entwickelt man eine Botschaft, die es schafft, Ziele umzusetzen?

Elemente der Copy Strategy
Aufbau einer Copy Strategy, die eingefasst ist von
den beiden strategischen Säulen des USPs und der CI
(Quelle: Becker 2014, S. 48)
Die Antwort darauf ist glücklicherweise gar nicht so schwer, denn man braucht weder Künstler noch Genies für diese Aufgabe. Es handelt sich im Kern um schlichtes Handwerk – und so wie es beim Handwerk Meister ihres Fachs gibt, so gibt es auch in der Kommunikation Texter, Grafiker, Regisseure etc., die Top-Leistungen liefern (und dafür meist auch Top-Honorare einstreichen). Dennoch: Man kann auch ohne dieses Meisterschaftsgen tatsächlich erfolgreiche Botschaften entwickeln.

Das Grundmuster entstammt der Werbewirtschaft, der wohl ältesten Kommunikationsdisziplin, deren Aufgabe es ist, gezielt auf die Einstellung von Menschen Einfluss zu nehmen. In der Werbung entwickelt man Botschaften, die üblicherweise massenhaft verbreitet werden. Daher nennt man die Botschaft auch Copy: Also die Kopiervorlage, die anschließend gestreut werden kann.

Die Entwicklung einer Copy folgt der sogenannten Copy Strategy. Diese setzt sich aus fünf zentralen Elementen zusammen
  • Benefit: Welchen Vorteil hat der Adressat? Was hab ich davon, wenn ich dieses Produkt kaufe, diesen Text lese, ein Angebot anfordere oder mein Verhalten ändere? Benefit wird im Deutschen oft mit Nutzen gleichgesetzt, was nicht sehr gut passt, weil Nutzen viel zu viel Rationalität nahelegt. Ein Vorteil kann äußerst irrational sein, in Abhängigkeit vom konkreten Thema. Der Vorteil ist die zentrale Dimension, die man heraus arbeiten muss. Nicht Funktionen oder Slogans verkaufen, sondern der Vorteil, den ein Kunde erwartet. Frei der legendären Anzeige von VW anlässlich der Mondlandung 1969: Gezeigt wurde das Mondfahrzeug in Verbindung mit dem Satz: It’s ugly but it gets you there. Das ist der Benefit, den Käufer dem Käfer zuschreiben: Er sieht zwar nicht toll aus, aber er bringt dich überall hin.
  • Reason Why: Wie lässt sich der zentrale Vorteil begründen, vor allem in Hinsicht auf vergleichbare Botschaften? Was macht meine Pressemitteilung interessanter als die vom Wettbewerb? Warum sollte jemand jetzt mein Waschmittel kaufen? Liefern Sie Gründe, die es dem Adressaten plausibel machen, den versprochenen Vorteil zu glauben und jetzt zu handeln.
  • Tonality: Das Wort ist “Marketing-Sprech”, aber es beschreibt eine durchaus wichtige Dimension: Welchen Stil verpasse ich meiner Botschaft? Will ich jugendlich-modern wahrgenommen werden, oder seriös-sachlich oder als ausgewiesener Experte? Der Stil macht aus einer Melodie ein Werk. Der Stil macht aus einer Handlung einen Bestseller. Und Stil erhält man einzig durch üben, üben, üben. D.h. nur wenn Sie viele Pressemitteilungen geschrieben haben, werden Sie irgendwann außergewöhnlich gute Pressemitteilungen erstellen können.
  • Slogan: Der Slogan fasst die zentrale Aussage Ihrer Botschaft prägnant (einprägsam) zusammen. Er fokussiert auf eine wesentliche Dimension und stellt diese in wenigen Worten dar – wie eine Überschrift in der Boulevardpresse oder der Titel eines Films. Aber ganz ehrlich: Auch wenn man sich den Slogan am Besten merken kann, macht ein guter Slogan keinen Erfolg. Ein guter Slogan ist eher das Sahnehäubchen, um einen attraktiven Benefit, belastbare Reason Whys und einen guten Stil unter ein Dach zu packen.
  • Kreative Idee: Die kreative Idee schließlich verbindet die vier Elemente in eine ausgestaltete Botschaft. Kreative Ideen müssen nicht so kreativ sein, wie man vermutet. Oft kopiert man bereits anderweitig verwendete Muster, orientiert sich an anderen Genres oder Formen. Kreativität heißt nicht, etwas neu zu erfinden, sondern bestehende Elemente zu einem neuen Ergebnis zu kombinieren.
Diese fünf Elemente finden sich nicht nur in der Werbung. Auch eine gute Pressemitteilung braucht eine starke Headline (entspricht dem Slogan), einen Lead (dem Benefit für den Leser), einen Body (den Reason Whys), einen Stil (Tonality) und letztlich einer verbindenden Idee. Und natürlich funktioniert nach diesem Muster auch die Entwicklung einer viralen Kampagne und gar die Gestaltung eines umfassenden Hausprospekts. 

Eingepackt ist diese Struktur der Copy Strategy in zwei strategische Leitplanken: Einerseits die Unique Selling Proposition (also die kaufrelevante Eigenschaft, die das eigene Angebot vom Wettbewerb unterscheidet) und die Vorgaben der Corporate Identity (CI), die festlegt, wie sich der Absender hinsichtlich Logo, Typo, Wording etc. darstellen will.

Nachrichten im Internet: Wer verdient wieviel?

Umsatzstärkste Nachrichtenseiten
Die umsatzstärksten Nachrichtenportale in Deutschland,
Stand 2013 (Quelle: Statista)
Der Statistik-Dienstleister Statista hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wieviel Umsatz die wichtigsten NAchrichtenportale in Deutschland machen. Dabei haben sich die Experten der Methode der Umsatzapproximation auf Basis von segmentspezifischen KPI bedient - whatever that means.

Nach dieser Aufstellung liegt bild.de mit rund 46 Mio. Umsatz mit deutlichen 50% vor Spiegel Online (30 Mio.). Die anderen Kandidaten folgen wiederum mit deutlichem Abstand: Focus Online (14 Mio.), sueddeutsche.de, welt.de (beide rund 13 Mio.) Zeit Online (11 Mio.), Handelsblatt (10 Mio.), stern.de (9 Mio.) faz.net (8 Mio.) und news aktuell (3 Mio.), eine Tochter der dpa.

Interessant ist, wenn man dagegen die ebenfalls von Statista erhobenen Umsätze der stärksten Internetseiten in Deutschland setzt. Da liegt, man wundert sich nicht, Google mit stolzen 1.900 Mio. deutlich vorne und ist etwa 41 Mal so groß wie Springers Bild. Interessant auch die Rubrikenmärkte: Immobilienscout (Telekom) liegt bei 155 Mio. mobile.de (Ebay) bei 145 Mio., monster.de bei 87 Mio. und Autoscout bei 85 Mio. Das sind die Umsätze, die die Nachrichtenbranche ohne Not abgegeben hat und denen man jetzt mit viel Investitionen hinterher rennt.

Die Top-Verdiener im deutschsprachigen Internet, Stand 2013 (Quelle: Statista)

Freitag, 11. April 2014

Medienmanagement und öffentliche Kommunikation: Gute Rezensionen bei Amazon

Lehrbuch Medienmanagement auf Platz 1
in der Kategorie Medienökonomie. Cool!
Puh, hab mich gerade riesig gefreut über zwei neue Rezensionen bei Amazon. Die eine von meiner Ex-Kollegin an der Hochschule in Calw, die - ohne Bestechung oder unmoralische Gegenleistungen - das Buch besorgt und gelesen hat und es gut findet. Das ist wirklich eine Ehre von einer Kollegin, die ich fachlich und menschlich äußerst schätze und die für meinen eigenen Start in die Hochschulwelt die wertvollste Mentorin war. Danke Claudi(a) für dieses tolle Feedback aus dem allertiefschten Baden :)

Hab mich auch gefreut, als ich gerade gesehen habe, dass das Lehrbuch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation (wenigstens gerade just zur Stunde) der Topseller in der Rubrik Medienökonomie ist. Coole Sache, die ich direkt mit einem Screenshot verewigt habe, damit ich mich an diesen Umstand immer wieder zurückerinnern kann.

Eine weitere neue Rezension stimmt mich auch extrem glücklich. Dort heißt es bei einer 5-Sterne-Bewertung im Fazit: "Medienmanagement und Kommunikation von Thomas Becker hat das Zeug zum Standardwerk im Lehrbetrieb und ist lesenswert für alle Interessierten, die sich mit Medien näher auseinander setzen wollen." Das ist wirklich schön, dass das Buch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation doch ganz offen und gut aufgenommen wird.

Danke an die ersten Käufer und Leser und den Verlag, der "Medienmanagement und öffentliche Kommunikation" erst ermöglicht hat!

Montag, 7. April 2014

Wanderatlas Deutschland informiert (April 2014)

Hallo liebe Wanderfreunde,

GPS Wanderatlas empfiehlt im April drei Touren an der Mosel
der April steht bei uns ganz im Zeichen der Mosel. Das liegt daran, dass wir als GPS-Wanderweg des Monats den neuen Moselsteig vorstellen, der es immerhin auf eine Weglänge von 370km bringt. Für die Gesamtdistanz muss man gut 24 Tageswanderungen planen - und die werden natürlich alle einzeln im GPS Wanderatlas vorgestellt.

Wenn wir eh schon an der Mosel sind, möchten wir euch in diesem Monat auch gleich drei Rundwanderungen im Moseltal empfehlen:

  • Der Fünf-Täler-Weg (18km) verbindet Fronbachtal, Kieselborner Bachtal, Brelitzer Bachtal, Rondelbachtal und natürlich das Moseltal
Wie immer möchten wir darauf hinweisen, dass ihr alle eingeladen seid, selbst schöne Wandertouren im GPS Wanderatlas zu veröffentlichen. Zeigt der Welt die besten Wandermöglichkeiten in unserer wunderschönen Heimat. Ihr seid die Experten, der GPS Wanderatlas Deutschland die Plattform.

Liebe Grüße schickt euch das Team vom GPS Wanderatlas Deutschland.

PS: Wie immer zum Schluss der Hinweis: Wir freuen uns auf neue Follower bei Twitter und Freunde bei Facebook.

Freitag, 4. April 2014

Gute Ziele sind SMART

Eigentlich bräuchte ich über SMARTe Ziele keinen Beitrag zu schreiben, ist doch das Akronym SMART mittlerweile ähnlich gängig wie die 4 Ps im Marketing oder die AIDA-Hierarchie in der Werbung. Die SMART-Regel ist quasi so etwas wie das erste Watzlawick-Axiom: Man kann sie eigentlich immer und in unterschiedlichen Kontexten anwenden.

SMART(e) Ziele setzen
Ziele sollen SMART sein.
(Bild: Gentleman-Blog)
Die SMART-Formel hat keinen echten Urheber und hatte sich wohl schon länger in der Praxis bewährt, bevor George T. Doran 1981 in der Management Review den Artikel „There’s a S.M.A.R.T. way to write management goals and objectives“ veröffentlichte. Auch die Interpretation, für was die einzelnen Buchstaben des Akronyms stehen, unterscheidet sich je nach Quelle.

Allen Ansätzen ist aber eines gemeinsam: Der Wille, Managern ein Hilfsmittel an die Hand zu geben, mit dem sie wenigstens teilweise sicherstellen können, dass ihre Mitarbeiter verstehen, was der Chef von ihnen will.

Warum ist es eigentlich so schwierig, Ziele so zu formulieren, dass sie klar und präzise sind? Meine Antwort darauf: Es ist nicht schwierig. Manager sind es nur nicht gewohnt, präzise zu arbeiten. Manager sind weder Ingenieure, noch Architekten, noch Juristen, noch Chirurgen. Manager sind Manager und die scheinen sich vor allem dadurch auszuzeichnen, dass sie Dinge am Laufen halten, nicht aber, dass sie Dinge nach vorne bringen.

Dies lässt sich meines Erachtens vielfach auf die Ausbildung zurückführen. Die  Betriebswirtschaftslehre ist akademisiertes Kaufmannshandwerk, aber liefert wenig Instrumente und Verfahren für Manager. Die Volkswirtschaftslehre kapriziert sich auf die Makroperspektive, mit der man allerdings meist nur in Banken, der Politik und auf der Schule was anfangen kann. Unternehmen arbeiten selten mit „abstrakt verdichteten“ Kunden, sondern stehen im handfesten Wettebewerb.

Wie dem auch sei: Die SMART-Regel ist eine solches Hilfsmittel, mit dem man wenigsten zu Teilen sicherstellen kann, dass man hinsichtlich seiner Ziele verstanden wird. Ziele im Sinne von „ich erwarte mir von ihnen mehr Impulse für unser Tagesgeschäft“ sind eben sehr individuell zu interpretieren und verdienen es nicht, Ziel genannt zu werden. Ein Ziel ist präzise, insoweit definiert sein muss, wann genau das Ziel erreicht ist – so wie einem 100-Meter-Lauf. Man weiß, wann man die Distanz hinter sich gebracht hat.

Daher hilft die SMART-Regel einfach und praktisch, bloße Wünsche und Absichten in tatsächliche Ziele zu transformieren. Nach dieser langen Vorrede: Wie formuliert man Ziele SMART? Was ist die SMART-Regel? Wofür stehen die Buchstaben im Akronym SMART? Um dies zu beantworten, mache ich es mir leicht und zitiere einfach mich selbst (Thomas Becker 2014: Medienmanagement und öffentliche Kommunikation. Der Einsatz von Medien in Unternehmensführung und Marketing, Wiesbaden, Springer VS, S. 19):

„Das Akronym SMART steht für fünf Kriterien, denen die Formulierung von Zielen gerecht werden sollte:
  • specific: Damit ist die Vermeidung von Platitüden angesprochen („wir wollen die besten Lösungen für unsere Kunden“). Ein Ziel sollte unmissverständlich und damit spezifisch formuliert werden: Wer soll was mit welchen Mitteln warum und bis wann erreichen?
  • measurable: Wenn man etwas nicht messen kann, könne man es auch nicht managen, heißt ein vor allem in Controllingkreisen genutzter Spruch. Tatsachlich ist ein Ziel erst dann ein Ziel, wenn man sein Erreichen bestimmen kann und dies geht nur über Messbarkeit. Ein nicht messbares Ziel ist eine bloße Absicht, ein Wunsch oder ein Traum. Messbarkeit bringt Sicherheit, zu welchem Zeitpunkt ein Ziel als erreicht gilt.
  • attainable: Ziele müssen durch die Kräfte, die sie anstreben sollen, erreichbar erscheinen. Sie können ruhig fern liegen – wie dies die Grundidee von BHAGs ist –, aber sie dürfen nicht unerreichbar sein. Den 100 m-Lauf in einer Sekunde – das ist nicht attainable. Den 100 m-Lauf in acht Sekunden – das mag für eine kleine Elite irgendwann erreichbar sein. Den 100 m-Lauf unter zwölf Sekunden – dieses Ziel ist ambitioniert, aber für Sportler durchaus erreichbar.
  • relevant: Ziele sollten für die zielgebende Stelle wichtig sein. Wenn ein Lauftrainer seinem Schützling das Ziel gibt, Pasta perfekt bissfest zu kochen, hat das offensichtlich wenig mit seinen Erfolgen als Läufer zu tun und damit in diesem Kontext keine Relevanz. Erst der Faktor Relevanz macht Ziele wichtig.
  • time-bound: Ziele sollten immer einen Zeitbezug haben. Strategische Ziele können auf längere Perioden verweisen, aber je stärker die Ziele ins Tagesgeschäft herunter gebrochen werden, desto wichtiger ist ihre Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Realisierung. Zeitabhängigkeit macht Ziele dringend.“
Wie man ein Ziel SMART formuliert, wissen übrigens meine Studenten wenigstens in Bezug auf einen Punkt ganz genau: Wenn ich sie frage, was sie von ihrem Studium erwarten, antworten viele in etwa so: „Ich möchte in drei Jahren meinen Abschluss zum Bachelor machen und dabei wenigstens eine 2 im Schnitt haben, damit ich später einen guten Job finde oder einen Master dranhängen kann“. Das ist spezifisch (Bachelorabschluss), das ist messbar (die Note 2 im Schnitt), das ist vom Studenten erreichbar (das legt jedenfalls der Aufnahmetest nahe), das ist relevant (da eine entscheidende Weichenstellung für das Berufsleben) und das ist terminiert (in drei Jahren). Mit anderen Worten: Das ist SMART.

Donnerstag, 3. April 2014

Moselsteig GPS-Track und Tourenbeschreibung

Im April stellt der GPS Wanderatlas Deutschland den neuen Moselsteig als GPS Wanderweg des Monats vor. Die insgesamt 24 Tageswanderungen auf dem Moselsteig werden einzeln beschrieben inkl. digitaler Wanderkarte und den GPS-Tracks zum kostenfreien Download. Zur Veröffentlichung des Moselsteigs ab Freitag, 4. April, hat der GPS Wanderatlas folgende Presseinformation veröffentlicht:


Wandern auf dem Moselsteig. Blick von der Hitzlay

Wein, Burgen, Aussichten satt: Wandern auf dem Moselsteig

Der Moselsteig ist GPS-Wanderweg des Monats

(Beselich, 4. April 2014). O Mosella! Du hast doch so viel Wein! O Mosella! Trinkst du den Wein allein? Mitnichten. Jetzt können wir alle mittrinken. Und zwar ohne schlechtes Gewissen – denn erst wird kräftig gewandert, durch die steilsten Weinhänge Europas, zu bekannten Burgen, der ältesten Stadt Deutschlands und dem Deutschen Eck – dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein in Koblenz. Möglich macht’s der neue Moselsteig, der auf rund 370km den deutschen Teil der Mosel begleitet.

Der GPS Wanderatlas stellt den Moselsteig, der am 12. April offiziell eröffnet wird, als GPS Wanderweg des Monats vor. Die 24 Tageswanderungen auf dem Moselsteig werden ausführlich auf www.ich-geh-wandern.de beschrieben und natürlich gibt’s für die Wegführung alle GPS-Daten als Download fürs Navi oder ein Smartphone mit GPS-Unterstützung.

Der Moselsteig beginnt in Perl – direkt gegenüber von Schengen – im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg. Man wandert durchs Naturschutzgebiet Hammelsberg mit faszinierenden wilden Orchideenbeständen. Vorbei am Helfanter Dom kommt man zum Nitteler Fels – steile Kalkfelsen, die tief ins Moseltal abfallen.

Auf Etappe 4 erreicht man Trier, die älteste Stadt Deutschlands und zugleich Standort der ältesten Bischofskirche des Landes. Man wandert zur Porta Nigra und verlässt Trier auf den Spuren der Römer. Es geht in die Tourismusregion Römische Weinstraße. 

Vom Aussichtsturm Fünf-Seen-Blick genießt man den wunderbaren Blick auf die Trittenheimer Moselschleife, bevor der Moselsteig zum Neumagener Weinschiff führt. In der Heimat des Piesporter Goldtröpfchens fällt die Mosel-Loreley ins Auge bevor man später Burg Landshut erreicht.

Durch die Weinlage Bernkasteler Doctor erreicht man den Aussichtspunkt Maria Zill und wandert weiter zur Moselschleife bei Kröv, wo man die frühere Festung Mont Royal passiert. Von den Ruinen der Grevenburg schaut man später auf die Jugendstilstadt Traben-Trarbach.

Der Aussichtsturm Prinzenkopf eröffnet einen wunderbaren Blick auf den Zeller Hamm, bevor man – gerne auch über einen Klettersteig – hinauf zum Collis-Turm wandert. Und dann kommt man zum Calmont, Europas steilstem Weinberg mit dem vielleicht schönsten Ausblick auf die Mosel – ein unvergessliches Erlebnis.

Durch die Briederner Schweiz leitet der Moselsteig nach Cochem, Standort der bekannten Reichsburg Cochem. Hinter Cochem liegt das Naturschutzgebiet Dortebachtal und dann geht es auf einem Abstecher hinauf zur Burg Eltz, einer der wenigen Burgen Deutschlands, die niemals zerstört oder erobert wurden und heute noch ursprünglich davon zeugen, wie früher Ritter und Adlige lebten.

Über die Rabenlay kommt man weiter zur Burg Thurant und zur Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg, bevor man über das Winzerdorf Winningen die Schlussetappe nach Koblenz zum Deutschen Eck wandert.

Die vollständige Wegführung des Moselsteigs (rund 370km) wird auf der kostenfreien Wanderatlas-Karte im Internet vorgestellt und kann gedruckt oder als GPS-Daten (GPX-Datei) heruntergeladen werden.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein redaktionelles Angebot, das sich speziell an den Bedürfnissen von Wanderern, Tagesgästen und Ausflugstouristen orientiert. Wer kurzfristig etwas in der Region unternehmen möchte, findet im GPS Wanderatlas Deutschland eine sehr fein gegliederte und praktische Planungshilfe.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein Produkt der Wanderatlas Verlag GmbH mit Sitz in Beselich bei Limburg. Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet, um Tagestouristen und Wanderern überregional und unabhängig mit Informationen zu Touren, Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten zu unterstützen. Aktuell gibt es den GPS Wanderatlas für die Wandergebiete Bergisches Land, Sauerland, Taunus, Westerwald, Eifel und Oberhessen.