Donnerstag, 24. Dezember 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (Dezember 2015)

Drei frische Wandertipps für Wandern in NRW, Hessen und
Rheinland-Pfalz wie z.B. auf der Rheinburgenweg-Rundtour
Breisiger Ländchen zwischen Bonn und Andernach.
Der GPS Wanderatlas Deutschland informiert in seinem regelmäßigen Wander-Newsletter über drei schöne Wanderwege in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen und stellt den GPS Wanderweg des Monats vor. Im Dezember ist das der Ausoniusweg von Bingen am Rhein nach Trier an der Mosel.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

BiTS-Studierende entwickeln für BR Volleys eine Markenanalyse

Praxisarbeit im Studium: Studierende der BiTS präsentieren Markenanalyse für die BR Volleys
(v.l.n.r.: Kim von Ciriacy, Matthias Klee und Maximilian Haag)
Die Berlin Recycling Volleys sind die zurzeit erfolgreichste Volleyballmannschaft Deutschlands. Tausende schauen sich jede Woche ihre Spiele in der Berliner Max-Schmeling-Halle an. Gemeinsam mit Studierenden der BiTS Hochschule in Berlin arbeiten die BR Volleys jetzt daran, ihre Marke unter dem Dach-Claim „Berlin spielt Volleyball“ weiter zu entwickeln.


Freitag, 18. Dezember 2015

Journalismus-Studium in Berlin: Theorie ist wichtig, Praxis unersetzlich

Sendebesprechung
Journalismus-Studium: Die Terminal Y Redakteure sprechen den Sendeablauf bei Berlin.FM durch
Im Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Berliner BiTS Hochschule steht neben den kommunikationswissenschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Grundfächern auch viel Praxis auf dem Lehrplan: Stilistik-Seminare, Moderationstraining, EU-Journalismus (Exkursion nach Brüssel) und Vorort-Termine z.B. bei der Bundespressekonferenz oder im Hauptstadtstudio der ARD.

Freitag, 11. Dezember 2015

Theorie im Praxistest: Wie gut sind Studierende für den Beruf vorbereitet?

Theorie im Praxistest: Studierende der BiTS entwickeln im Rahmen einer
Lehrveranstaltung für den Landessportbund Berlin ein neues Kommunikationskonzept.
Das Bachelorstudium an der BiTS ist in drei Phasen aufgeteilt: drei Semester Grundstudium, ein Semester study abroad und zwei Semester Vertiefungsstudium. Was ist so ein Vertiefungsstudium eigentlich? Ein gutes und sehr plastisches Beispiel habe ich im laufenden Wintersemester mit einem Kurs in Berlin umsetzen können.

Mittwoch, 25. November 2015

GPS-Wanderatlas Newsletter (Novermber 2015)

Wandern im Herbst: Die beste Medizin gegen den
November-Blues. Daher empfiehlt der GPS Wanderatlas
wieder drei schöne Wanderwege in Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz und Hessen
Hallo liebe Wanderfreunde,

der November verhält sich wie der April - er macht was er will. Erst viel zu warm, dann schon richtig winterlich. Sicherlich nicht die besten Bedingungen zum Wandern, zumal auch die Bäume ihr Laub mittlerweile abgeworfen haben.


Aber wir erinnern nur allzu gerne daran: Gerade jetzt wenn die Tage kürzer werden, ist es wichtig, an die frische Luft zu gehen. Eine bessere Vorsorge gegen Erkältungen und November-Blues gibt es nicht.


Wer seinen inneren Schweinehund überwindet, der findet hier drei schöne Tourenvorschläge für Wanderungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen:


  • die Traumschleife Oberes Baybachtal (16km) führt uns in den Hunsrück. Mehrere schöne Aussichtspunkte sind in den Streckenverlauf eingearbeitet
  • der Panoramaweg Dreienberg (9km) lädt uns zu einem Ausflug nach Waldhessen. Klar, eigentlich ist dieser Weg besonders schön, wenn man ihn im goldenen Herbst wandert. Aber auch im grauen November strahlen die Buchenwälder bei Friedewald eine ganz besondere Stimmung aus
  • im Quellgebiet der Eder, dem sogenannten Ederbruch, wandert man auf der Rothaarsteig-Spur Ederbruch (17km). Man passiert die historische Eisenstraße, kommt an zwei Weihern vorbei, kann sich im ehemaligen Forsthaus Hohenroth informieren und stärken: Eine tolle Wanderung, die allerdings von den Touristikern nicht beworben wird - schade!
Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir im November den Grimmsteig vor. Der Grimmsteig ist eine naturnahe Wanderung, die ins Reich der Frau Holle rund um den Hohen Meißner (754m) im wilden Norden Hessens führt. 

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.


Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen.


Herzliche Grüße

Euer Team vom GPS Wanderatlas

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Wandern auf Deutschlands höchster
Hängeseilbrücke, der Geierlay im Hunsrück.
Tourentipp vom GPS Wanderatlas.
Der GPS Wanderatlas Deutschland informiert in seinem regelmäßigen Wander-Newsletter über drei schöne Wanderwege in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen und stellt den GPS Wanderweg des Monats vor: den Weinwanderweg Rhein-Nahe am Südrand des Soonwalds.

Hallo liebe Wanderfreunde,

als der Oktober noch golden war - also vor rund einer Woche - wurde im Hunsrück Deutschlands längste Hängebrücke eröffnet. Die Geierlay-Brücke überspannt auf einer Länge von 360m und einer Höhe von knapp hundert Metern eine Schlucht. Das ist spektakulär, wenngleich auch der Andrang in den ersten Tagen spektakulär war und ein Besuch der Geierlay tatsächlich eher an einen Messebesuch erinnerte. Wie dem auch sei: Wir haben Fotos mitgebracht und direkt auch einen kleinen ersten Tourenvorschlag:

  • die kleine Geierlayschleife (5km) ist eine schöne kleine Runde für alle, die die Geierlay-Hängeseilbrücke von allen Seiten in Augenschein nehmen wollen. Vom Besucherzentrum in Mörsdorf (Ferienland Kastellaun) geht es zunächst über die Geierlay und dann - auf dem Saar-Hunsrück-Steig - auch unter der Geierlay hindurch, was ebenfalls schöne Fotomotive bringt
  • ein Evergreen für Wanderer ist ein Ausflugs ins Siebengebirge, z.B. um eine schöne Runde zur Löwenburg (6km) zu unternehmen. Vom Wanderparkplatz Margarethenhöhe wandert man, mit schönen Aussichten auf den Rhein garniert, auf den zweithöchsten Gipfel im Siebengebirge.

Als GPS Wanderweg des Monats haben wir im Oktober den Weinwanderweg Rhein-Nahe ausgewählt. Damit eröffnen wir quasi auch den Start einer neuen Wanderregion: den Saar-Hunsrück. Der Saar-Hunsrück ist damit nach Westerwald, Sauerland, Taunus, Oberhessen, Bergischem Land und Eifel das siebte Wandergebiet, das im GPS Wanderatlas ausgearbeitet wird.

Seit Freitag veröffentlichen wir nun Berichte zu Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten im Saar-Hunsrück und beginnen dabei ganz im Südosten, dem Soonwald - dem Revier des Jägers aus Kurpfalz.

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen.

Herzliche Grüße schickt euch
die Redaktion des GPS Wanderatlas Deutschland

Donnerstag, 10. September 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (September 2015)

Wein und Rhein, so soll es sein: Rundwanderwege rund um das
Thema Wein in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-
Pfalz im aktuellen Wander-Newsletter des GPS Wanderatlas.
Der GPS Wanderatlas Deutschland informiert in seinem Wander-Newsletter über drei schöne, vom Thema Wein inspirierte Wanderwege in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen und stellt den GPS Wanderweg des Monats vor: den Vulkanweg durch die Eifel.

Hallo liebe Wanderfreunde,

im Herbst steht die Weinlese an. Viele Weinfeste locken Ausflugsgäste in die schönen Winzerorte entlang von Rhein und Mosel, Ahr und Nahe. Und eines ist gewiss: Niemals schmeckt ein Schoppen Wein und eine zünftige Brotzeit besser, als nach einer schönen Wanderung in der herrlichen Natur unserer Heimat.

Daher in diesem Monat drei Wandertipps, die vom Thema Wein inspiriert sind:








Die GPS Wanderung des Monats September ist der Vulkanweg in der Eifel. Dieser Klassiker startet in Andernach am Rhein und durchzieht die gesamte Vulkaneifel - vom Laacher See über die Hocheifel zu den Dauner Maaren - bis nach Gerolstein. Der Vulkanweg ist sehr abwechslungsreich und darüberhinaus informativ für alle, die sich für Vulkanismus und Geologie interessieren. 

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

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Herzliche Grüße schickt euch 
die Redaktion des GPS Wanderatlas Deutschland

Freitag, 28. August 2015

Interne Unternehmenskommunikation: Ein Modell, viele Instrumente

Unternehmen lassen sich als organisierte Sozialsysteme beschreiben. Ihre Funktion für die Gesellschaft ist die Versorgung mit knappen Gütern. Ihre Zielsetzung ist das Erzielen von Gewinn, um dadurch langfristig die Zahlungsfähigkeit zu sichern. In dieser Perspektive erscheint es klar, dass Kommunikation – also das Auslösen koordinierten Verhaltens zwischen getrennten Lebewesen – die zentrale Voraussetzung für Erfolg ist. 

Die Fähigkeit, Gewinn zu erzielen, ist letztlich eine Folge der kommunikativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Es verwundert daher, dass in Theorie und Praxis gleichermaßen die Rolle der Kommunikationsprozesse im Unternehmen wenig thematisiert werden. 


Interne Unternehmenskommunikation wird traditionell als Aufgabe
des Human Resource Management und der Public Relations interpretiert
Unter dem sperrigen Begriff der internen Unternehmenskommunikation findet man in der Literatur zwei Themenkomplexe vereinigt: Zum einen die innerbetriebliche Informationspolitik mit der Aufgabe der Bereitstellung arbeitsrelevanter Daten und Fakten, die die Mitarbeiter zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen (need to have, meistens organisiert durch die Personalabteilung in Abstimmung mit den einzelnen Fachabteilungen). Zum anderen die Mitarbeiterkommunikation mit der Aufgabe, die Mitarbeiter als relevante Stakeholder-Gruppe zu adressieren und entsprechende Nachrichten und Themen für dieses klar umrissene Publikum mit journalistischen Mitteln umzusetzen (nice to have, meistens organisiert durch die PR-Abteilung in Abstimmung mit der Geschäftsleitung). 

Beide Aspekte werden im betrieblichen Alltag eher als untergeordnet und nebensächlich verortet, während die big points bei Finanzierung, Absatz oder Technologie gemacht werden. Diese Sichtweise ist eine Folge der Erfahrungen aus der industriellen Revolution, die sich in der Ausbildung und der Arbeitsweise der handelnden Personen niederschlägt. Schaut man jedoch auf die aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft, verschiebt sich der Fokus: 

  • Projektmanagement: Immer öfter scheitern Projekte und als zentraler Grund wird mangelhafte Kommunikation angeführt
  • Innovationsfähigkeit: In Zeiten, in denen Grundbedürfnisse zumindest in den Industriegesellschaften als befriedigt einzuschätzen sind, kann neuer Bedarf nur durch neue Produkte erzeugt werden. Innovationen entstehen aber heute weniger durch Technologie, als durch kreatives (also kommunikativ erschlossenes) Re-Arrangement bestehender Technologien
  • Change Management: Umweltfaktoren ändern sich immer schneller (Stichwort: digital transformation). Dies erfordert eine Beschleunigung des Wandels in den Unternehmen. Veränderungsprozesse aber sind zuallererst Kommunikationsprozesse.
  • Employee Engagement: Je stärker Produktqualität und Kundenerlebnis durch die Mitarbeiter beeinflusst wird, desto wichtiger ist es, Engagement und Selbstverpflichtung der Belegschaft zu erhöhen.
  • Knowledge Management: Das verborgene Wissen (tacit knowledge) innerhalb von Organisationen lässt sich ausschließlich kommunikativ heben.
  • Leadership: Erfolgreiche Führung beruht auf der effektiven Beeinflussung der Untergebenen. Diese benötigt formale Macht aber noch viel mehr informelle Reputation, die ein Resultat der kommunikativen Fähigkeiten ist.  
Unsere Grundannahme ist es, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen (also die Fähigkeit, Gewinn zu machen) eine direkte Folge der kommunikativen Leistungsfähigkeit der Organisation ist. Je höher die kommunikative Kompetenz eines Unternehmens, desto höher seine Profitabilität. 

Dies gilt natürlich nicht für alle Branchen. In Landwirtschaft und Rohstoffförderung mag das anders aussehen. Aber in den Wirtschaftszweigen, die wesentlich die Wertschöpfung einer modernen Gesellschaft ausmachen, vermuten wir, dass sich als eine Begleiterscheinung der digital transformation die kommunikative Leistungsfähigkeit zum zentralen Erfolgsfaktor von Unternehmen entwickelt. 

Dieser Umstand lässt sich makrotheoretisch recht einfach erklären: Gesellschaftliche Entwicklung ist nichts anderes als die Steigerung von Komplexität. Komplexität erhöht sich durch neue Kommunikationsfähigkeiten. Diese entstehen als Folge der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Medien, die als Katalysatoren von Kommunikation dienen. Erhöhte Komplexität der Umwelt bedingt eine höhere Komplexität im System: die Unternehmen selbst werden komplexer. Diese erhöhte Komplexität wiederum lässt sich nur kommunikativ bewältigen.


Unterschiedliche Arten von Systemen im Sinne von Beobachtungsrahmen
In systemtheoretischer Perspektive unterscheidet man verschiedene Typen von Systemen, z.B. technische Systeme, biologische Systeme, psychische und soziale Systeme. Soziale Systeme sind Systeme (Beobachtungseinheiten), die aus koordiniertem Verhalten entstehen: Menschen arbeiten zusammen, sprechen, tauschen sich aus, lesen Zeitung, schauen Fernsehen, kurzum: sie kommunizieren sich (sie bilden temporär eine Gemeinschaft). 

Soziale Systeme kann man wiederum in verschiedene Typen unterscheiden. Luhmann schlägt dafür die Einteilung in Interaktionssysteme, Organisationssysteme und Funktionssysteme vor. In Unternehmen (wie auch in allen anderen Formen von Organisationen) treffen diese drei Typen sozialer Systeme zusammen: Mitarbeiter interagieren. Die Organisation entwickelt Verfahren, wie Entscheidungen festgelegt und ausgeführt werden. Und die Organisation legt fest, wie sie ihre Funktion für die Gesellschaft wahrnimmt. 


In der internen Kommunikation müssen drei unterschiedliche Typen hinsichtlich ihres
Systembezugs unterschieden werden: Interaktion, Organisation und gesellschaftliche Funktion
Diese drei Dimensionen bilden die Eckpfeiler für ein Verständnis der kommunikativen Leistungsfähigkeit als zentralem Erfolgsfaktor von Unternehmen. Unternehmenskommunikation ist das Zusammenspiel aller kommunikativen Prozesse innerhalb einer Organisation, deren Ziel es ist, Gewinn zu machen. Man kann interne Unternehmenskommunikation demnach auf drei Ebenen untersuchen: 

  • als Interaktion zwischen den Mitarbeitern, 
  • als Durchführung von Entscheidungen durch die Organisation an die Mitarbeiter und 
  • als Festlegung der Selbstbeschreibung des Systems in Bezug auf seine Umwelten. 
Um diesen theoretischen Analyserahmen für den betrieblichen Alltag nutzbar zu machen, stellt sich die Frage, wie man diese Arten organisationsinterner Kommunikation nutzbar machen kann oder in anderen Worten: Wie kann man interne Kommunikation als Instrument für die Ziele des Unternehmens einsetzen, um zu messbaren Resultaten zu kommen? 


In vier Feldern können Organisationen ausgestaltet werden.
Dies gilt auch für die Instrumentalisierung der internen Kommunikation.
Diese Fragestellung lässt sich durch einen Blick auf die Leistungserstellung innerhalb von Organisationen beantworten. Eine Organisation verfolgt immer einen Zweck. Um diesen Zweck umzusetzen, muss die Organisation in vier Stoßrichtungen aktiv werden: 

  • Durch Hierarchie legt das System fest, wie Entscheidungen getroffen werden. Hierarchie führt zu Delegation (Arbeitsteilung) und reduziert die interne Komplexität.
  • Durch Kooperation legt das System fest, wie zusammengearbeitet wird (wie Entscheidungen umgesetzt werden). Kooperation führt zu Adaption (Anpassung) und steigert die interne Komplexität.
  • Durch Stabilität legt das System fest, wie hoch die Redundanz innerhalb der Organisation ist und schafft dadurch Verlässlichkeit gegenüber der Umwelt (auch diskutiert als operational excellence bzw. Prozesssicherheit). Redundanz steigert die strukturelle Dichte. 
  • Durch Flexibilität legt das System fest, wie offen es auf geänderte Umweltbedingungen reagiert (Innovationsfähigkeit). Flexibilität führt zur Emergenz (plötzliches Entstehen neuer Strukturen) und senkt die strukturelle Dichte. 
Grundansatz zu einem Modell der internen Unternehmenskommunikation entworfen über die drei Typen der Systembildung (Interaktion, Organisation und Funktion) und die vier Gestaltungsräume innerhalb der Organisationen entwickelt werden können (Hierarchie, Kooperation, Flexibilität und Stabilität)
Führt man beide Perspektiven– drei unterschiedliche Typen sozialer Systeme innerhalb des Unternehmens und vier operative Gestaltungsräume der Organisation hinsichtlich ihres Umgangs mit Komplexität und ihrer strukturellen Dichte – zusammen, lässt sich erkennen, wie umfassend und grundlegend interne Kommunikation für die Leistungserstellung ist. 

Auf der Ebene der Interaktion lassen sich dann in den Gestaltungsräumen z.B. Instrumente wie Meetings (Hierarchie), Verkaufspräsentationen (Kooperation), Verhandlungsführung (Stabilität) und Small Talk (Flexibilität) einordnen. 


Beispielhafte Instrumente der internen Unternehmenskommunikation auf Ebene der Interaktion
Auf der Ebene der Organisation sprechen wir über Instrumente wie das Organigramm (Hierarchie), Projektkommunikation (Kooperation), Prozessnotation (Stabilität) und Design Thinking (Flexibilität). 

Beispielhafte Instrumente der internen Unternehmenskommunikation auf Ebene der Organisation

Auf der Ebene der Funktion kann man z.B. Instrumente wie das Mitarbeiterinformationssystem (Hierarchie), die Unternehmenskultur (Organisation), Corporate Identity (Stabilität) und Wissensmanagement (Flexibilität) einsetzen. 
Beispielhafte Instrumente der internen Unternehmenskommunikation auf Ebene der Funktion
Mitnichten geht es bei dieser Modellierung nur um eine theoretische Konstruktion, um koordiniertes Verhalten (Kommunikation) zu beschreiben, sondern um einen Erklärungsansatz, um zu verstehen, wie kommunikative skills gelernt und sowohl effektiv als auch effizient eingesetzt werden können, um die kommunikative Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. 

Es ist verwunderlich, wie wenig Fokus in der Ausbildung auf gerade die Instrumente der Interaktion gesetzt wird, sind sie es doch, die im betrieblichen Alltag darüber entscheiden, wie gut Mitarbeiter in die Leistungserstellung eingebunden werden. Eigentlich müsste das das Kernstück der betriebswirtschaftlichen Ausbildung sein. Ebenso erstaunlich ist, wie wenig Kommunikationsprofis innerhalb von Medienstudiengängen mit medialen Entwicklungen vertraut sind, die durch Technologie getrieben sind, wie die Erzeugung von Informationen aufgrund von big data applications (business intelligence, business analytics) oder die Verwendung von Notationsverfahren zur Beschreibung betrieblicher Abläufe (business process modeling).

Montag, 10. August 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (August 2015)

An einem Waldsee im Kannenbäckerland auf der Wanderung
zum Köppel bei Montabaur (Westerwald)
Hallo liebe Wanderfreunde,

der Sommer hat sich bislang nicht lumpen lassen. Im fränkischen Kitzingen wurde  im August gleich zwei Mal der bisherige Temperaturrekord eingestellt. 40,3 Grad Celsius zeigte das Thermometer in zwei Metern über dem Erdboden. Die kälteste Temperatur Deutschlands ist dagegen schon etwas älter. Sie wurde 1929 im oberbayerischen Hüll (Gemeinde Wolnzach) ermittelt. Hier fiel das Thermometer auf -37,8 Grad. Deutschland hat in Sachen Wetter also ganz schön viel Dynamik zu bieten. 

Wie auch immer das Wetter ist, Wandern kann man fast immer. Und damit man weiß, wo man wandern sollte, gibt's wieder drei Empfehlungen für Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, frisch von der Wanderatlas-Redaktion:






  • die Südroute Limburg (25km) ist der erste touristische Rundwanderweg in Limburg an der Lahn, dem beliebten Ausflugsort zwischen Taunus und Westerwald. Es gibt durchaus einige Längen, aber alles in allem ist die Tour eine gelungene Tageswanderung, die man abschließend in der Limburger Altstadt ausklingen lassen kann.


Als GPS Wanderweg des Monats hat der GPS Wanderatlas im August die Straße der Arbeit ausgewählt. Die Straße der Arbeit ist ein Themenwanderweg, der von Wuppertal aus durchs Bergische Land führt und den Spuren der Industrievergangenheit folgt. Interessant und zugleich landschaftlich schön. 

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

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Liebe Grüße vom Team des GPS Wanderatlas Deutschland!

Freitag, 31. Juli 2015

Wie sieht der Journalismus der Zukunft aus?

Der Dutch Journalism Fund veröffentlichte jüngst einen Bericht, in dem mögliche Entwicklungen des Journalismus über einen Zeithorizont von zehn Jahren dargestellt werden. Ila Kasem, Mark van Waes und Kim Wannet tragen dabei vier mögliche Szenarios vor, die anhand zweier Dimensionen eingeordnet werden: Vertrauen und Technologie.

In der Dimension Vertrauen geht es darum, wie stark Journalismus eine durch Dritte erbrachte Dienstleistung bleibt oder in die Eigenverantwortung der Bürger übergeht. In der Dimension Technologie geht es letztlich um die Radikalität, mit der die digitale Transformation sich fortsetzt. Guter Artikel, interessante Denkanstöße und eine praktische Roadmap, um neue Entwicklungen im Journalismus einordnen zu können.

Vier mögliche Szenarien, wie Journalismus 2025 aussehen könnte (Quelle: journalism2025.com)

Freitag, 17. Juli 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (Juli 2015)

Neue Wandertipps vom GPS Wanderatlas für die Regionen
Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz, z.B.
der Geopfad Olbrücke Burgpanorama in der Eifel
Hallo liebe Wanderfreunde,

mitten im Sommer erreicht euch dieser Newsletter mit drei aktuellen Wandertipps für Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.


  • der Wisentpfad (13km) ist als Rothaarsteig-Spur angelegt und führt ins waldreiche Wittgensteiner Land, das seit 2013 wieder Heimat für ausgewilderte Wisente ist. Das Wittgensteiner Land ist das einzige Gebiet in Deutschland, wo der Wisent wieder frei lebt. Ein klarer Beweis: NRW kann nicht nur Industrie, sondern ist auch in Sachen Natur ganz vorne mit dabei!






Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir im Juli den Burgensteig an der Bergstraße vor. Der relativ junge Fernwanderweg verbindet Darmstadt mit Heidelberg und passiert auf der Strecke oberhalb des Rheintals rund dreißig Burgen, Schlösser und Ruinen.

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Montag, 29. Juni 2015

Die gefährlichsten Tiere der Welt

Hand aufs Herz: Hätten Sie's gewusst? Das gefährlichste Tier der Welt ist weder Krokodil, noch Hai, noch Löwe noch Elefant. Das gefährlichste Tier der Welt ist die Stechmücke oder im internationalen Umfeld meist Moskito oder Mosquito genannt. 725.000 Menschen fallen ihr jährlich zum Opfer. 
Die gefährlichsten Tiere der Welt (Quelle: arte)


Ok, mit ein bisschen Nachdenken kommt man drauf, denn die Stechmücke überträgt so unangenehme Krankheiten wie Malaria und das Denguefieber. Aber wenn man bedenkt, wie viel Angst Menschen vor Haiangriffen, Wölfen oder Bären haben, ist das schon erstaunlich. 

Interessant auch Platz 4 der Liste der gefährlichsten Tiere. Da steht der Hund - nicht weil er uns so oft beißt, sondern weil er ein beliebter Wirt für Tollwuterreger ist. 

Wer sich für die Killer-Mücken interessiert: Arte bringt am Feitag (26.6.2015, 21.35 Uhr) eine Dokumentation über Mücken, Info: http://future.arte.tv/de/muecken.

Samstag, 27. Juni 2015

Strategie-Palette: Die richtige Strategie für die Strategie finden

Strategieoptionen im Laufe der Zeit
(Quelle: Harvard Business Review)
Berater der Boston Consulting Group haben eine interessantes Buch geschrieben. Titel: Your Strategy Needs a Strategy. Das Thema: Mittlerweile gibt es so viele strategische Ansätze und erfolgsversprechende Konzepte, das es schwierig ist, den richtigen Ansatz für den konkreten Fall zu finden und zu nutzen. Denn, das ist vielfach nicht klar: Man kann strategische Ansätze nicht einfach kopieren oder nach Lust und Laune anwenden. Vielfach widersprechen sich Konzepte und Ideen, so dass man für die Strategieentwicklung selbst eine strategische Entscheidung zu treffen hat.

Strategieoptionen im Laufe der Zeit
(Quelle: Harvard Business Review)
Die Autoren, Martin Reeves, Knut Haanaes und Janmejaya Sinha, gliedern die zahlreichen Strategien nach unterschiedlichen Umweltbedingungen. Umwelten für Unternehmen können demnach eingeteilt werden nach Vorhersagbarkeit (Prognosequalität), Gestaltbarkeit und Härte. 

Aus den ersten beiden Dimensionen lässt sich einfach eine Vierfelder-Matrix entwerfen mit den vier Strategiegruppen klassisch, adaptiv, visionär und formend. Dies gilt in normalen Zeiten. In rauhen Zeiten hilft das alles nicht und das Unternehmen muss sich mit Hilfe einer Renewal-Strategie neu erfinden.

Welche Art von Strategie man braucht legen die Umwelt-
bedingungen fest (Quelle: Harvard Business Review)
Diese fünf Strategie-Gruppen bilden die Strategie-Palette, aus denen sich Manager und Unternehmer bedienen können, um sich periodenübergreifend auf Markt und Öffentlichkeit auszurichten. Die fünf Strategie-Gruppen der Strategie-Palette ordnen die Autoren fünf Top-Level-Handlungsempfehlungen zu:

  • Classical: Be big.
  • Adaptive: Be fast.
  • Visionary: Be first.
  • Shaping: Be the orchestrator.
  • Renewal: Be viable.
Die Strategie-Palette kann auf drei Ebenen angewendet werden: "to match and correctly execute the right approach to strategy for a specific part of the business, to effectively manage multiple approaches to strategy in different parts of the business or over time, and to help leaders to animate the resulting collage of approaches." (Quelle: Harvard Business Review)




Mittwoch, 10. Juni 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (Juni 2015)

Neue Wandertipps aus dem Sauerland, dem Lahntal und dem
Krofdorfer Forst bei Gießen im GPS Wanderatlas
Hallo liebe Wanderfreunde,

im Juni beginnt der Sommer. Dazu schreibt das Lexikon Wikipedia: Der Sommer gilt "als die Jahreszeit der gesteigerten Lebensfreude. Dieses wird besonders auf durch die höheren Temperaturen veranlasste Aufenthalte im Freien zurückgeführt und durch die Sonnenstrahlen freigesetzte Hormone."

So frisch auf, hinaus ins Freie zur Hormonproduktion: Wir haben drei spannende Tourentipps aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen für euch:


  • herrliche Aussichten aufs Lahntal bietet die Vier-Türme-Tour (18km) in Bad Ems. Aber Achtung: die Anstiege sind nicht ohne. Man wird aber belohnt mit einer abwechslungs- und aussichtsreichen Wanderung
  • ebenfalls eine schöne Tour für den Sommer ist der Gleiberger Forstring (23km), der durch den Krofdorfer Forst nördlich von Gießen führt. Recht flach, viel Schatten, angenehme Luft: Der Gleiberger Forstring ist eine schöne Sommerwanderung im grünen Herzen Hessens


Als GPS Wanderweg des Monats stellen wir im Juni die Regionalpark-Rundroute Rhein-Main vor. Die Regionalpark-Rundroute führt großzügig herum um Frankfurt. Entlang der Strecke, die man auch gut radeln kann, wurden keine Kosten gescheut: neue Aussichtstürme, Kunstobjekte in der Landschaft, Infotafeln, eigene Sitzmöbel, alles vom Feinsten. Eine wirklich interessante Rundtour durch die Metropolregion Rhein-Main mit vielen attraktiven Stationen und abwechslungsreicher Natur.

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen. 

Liebe Grüße vom Team des GPS Wanderatlas Deutschland!

Montag, 1. Juni 2015

Fit für den Pitch: BiTS Studierende informieren sich bei Ketchum Pleon

Studium mit Praxisbezug: Studenten der BiTS holen sich für
ihren Agentur-Pitch bei Ketchum Pleon letzte Profi-Tipps.
Wie arbeiten eigentlich Agenturen? Wer an der Business and Information Technology School (BiTS) in Berlin studiert, lernt das nicht nur in der Theorie. Im Fach Kommunikationsberatung und Agenturen müssen die Studierenden der Fächer Journalismus und Medienmanagement eine echte Kommunikationskampagne für einen Kunden entwickeln und dann ihre Ideen vor dem Kunden in einem Pitch präsentieren. Damit das bestmöglich gelingt, gibt’s nicht nur viel Input am Campus. Auch eine Exkursion steht mit auf dem Programm.

So konnten sich heute einige Studierende direkt bei Ketchum Pleon, einer der größten PR Agenturen in Deutschland, noch einmal präparieren, bevor die Pitch-Präsentation ansteht. Senior Consultant Martin Eckhardt stellte den BiTS-Studierenden den von Ketchum Pleon entwickelten RISC-Prozess zur Entwicklung einer Kommunikationskampagne vor.

Am Anfang einer erfolgreichen Kommunikationskampagne steht schlichte Arbeit: Recherche, Recherche und noch einmal Recherche. Der Kunde weiß meistens nicht exakt, was er benötigt. Das ist der Grund, warum er eine Agentur einschaltet. Und die muss sich erst einmal mit dem Kunden, dem Umfeld und den Zielgruppen vertraut machen. Das R im RISC-Prozess steht demnach für Research und folgt auf das Briefing des Kunden. Idealerweise werden die Rechercheergebnisse in einem Re-Briefing mit dem Kunden danach noch einmal abgestimmt. 

Ergebnis der Recherche-Phase ist das Finden von verborgenen Wahrheiten: den Insights, was für das I im RISC-Prozess steht. Ein Insight bringt etwas aus den Punkt, was nicht ausgesprochen wird, aber tatsächlich des Pudels Kern beschreibt. So etwa wie in BBDO’s Kampagne „Try something new today“. Hier sollte die Agentur für den Lebensmitteleinzelhändler Sainsbury’s 2,5 Milliarden Pfund zusätzlichen Umsatz generieren. Nicht eben trivial. Der Insight, den die Agentur herausfand: Die meisten Kunden langweilen sich beim Einkaufen. Sleep Shopping beschrieb den zentralen Insight, den die Agentur dann durch eine kreative Kampagne mit Jamie Oliver als Zugpferd umsetzte – und tatsächlich das Geschäft von Sainsbury’s massiv positiv beeinflusste.

Steht der Insight, muss eine Strategie – das S im RISC-Prozess – entwickelt werden. Dies betrifft sowohl den analytischen Teil (Ziele, Zielgruppen), als auch die Kreativ-Strategie und die Konsequenzen der Kampagne. Last not least muss die Strategie kreativ umgesetzt werden. Creativity ist der bunte Teil der Arbeit und beschäftigt sich mit der Ausgestaltung der konkreten Kommunikationsangeboten. 
PESO-Struktur zur Strukturierung der
verschiedenen Medien-Kanäle, die in einer
Kampagne bespielt werden sollem

Am Ende des RISC-Prozesses setzt das Programming ein: Die Fragestellungen, welche Medien und Maßnahmen konkret eingesetzt werden. Dabei nutzt man heute im Umfeld konvergenter Medien zunehmend das PESO-Modell, das die Medien nicht mehr technologisch gruppiert (Print, TV etc.), sondern zwischen bezahlten (paid), verdienten (earned), geteilten (shared) und eigenen (owned) Medien unterscheidet. 

Stehen die Kampagnenkonzeption und Creatives geht es schließlich im Agentur-Alltag ganz konkret darum, den Kunden von der eigenen Idee zu überzeugen. Dies geschieht in der Pitch-Präsentation. Hier spiegeln sich die Eckdaten der Konzeption und Umsetzung wider und werden durch einen „hot start“ und einen „compelling close“ eingerahmt. 

Nach diesem motivierenden Abschlusstraining, haben die BiTS-Studierenden jetzt noch einmal drei Tage Zeit, ihrer Pitch-Präsentation den letzten Feinschliff zu geben und dann vor dem Kunden und dem Seminarleiter, Prof. Dr. Thomas Becker, ihr Konzept „zu verkaufen“. 

Dienstag, 26. Mai 2015

TV-Journalismus: Erfahrungen sammeln im ARD-Hauptstadtstudio

Studierende im Studiengang Journalismus und
Unternehmenskommunikation an der BiTS Hochschule
(Campus Berlin) besuchen das ARD-Hauptstadtstudio
Zusammen mit BiTS-Dozent Carsten Meyer besuchte eine Gruppe von Studierenden des Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation das ARD Hauptstadtstudio in der Berlin. Die Exkursion fand statt im Fach Stilistik und Darstellungsformen, das die Studierenden im 2. Semester belegen.

Das ARD-Hauptstadtstudio ist eine Gemeinschaftseinrichtung der neun Landesrundfunkanstalten der ARD, um Nachrichten zur Bundespolitik für Radio und TV zu produzieren. Das ARD-Hauptstadtstudio zählt zu den modernsten digitalen Hörfunk- und Fernsehstudios in Europa. Servergestützte Redaktions- und Schnittsysteme sowie komplexe Digitaltechnik unterstützen die Arbeit der Journalisten und Techniker und sichern die Aktualität der Berichterstattung.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Als Journalist im Ausland arbeiten: Einblicke in die Welt der Korrespondenten

Frank Wahlig (SWR) berichtet an der BiTS von seinen
Erfahrungen als Korrespondent
Man nennt es Commodity Trap: Wenn ein Produkt zwar durchaus nachgefragt wird, es dem Kunden aber egal ist, von welchem Hersteller er es bezieht. Das Nachrichtengeschäft unterliegt heute ganz real der Gefahr dieser Austauschbarkeit. Nachrichten kommen von allen Seiten und den Nutzern ist es letztlich egal, ob diese Nachricht von der Tagesschau, der Bild, dem Deutschlandfunk oder einem Augenzeugen vor Ort kommt.

In diesem Szenario wundert es, dass Medienunternehmen im Geschäft mit Nachrichten nicht klarer auf Qualität setzen. Und was Qualität ist, lässt sich recht deutlich am Beispiel der Berichterstattung erklären: Ist ein Reporter vor Ort und erstattet seiner Redaktion und seinen Lesern tatsächlich einen Bericht aus eigener Anschauung? Oder fließen Nachrichten über Agenturen, Twitter und Pressestellen ein und werden nur noch auf ihre schnelle und preiswerte Verwendung geprüft?

Prof. Dr. Thomas Becker stellt den Round Table und
das Ziel der Veranstaltung im Journalismus-Studiengang
an der BiTS Hochschule vor
In der erstgenannten Annahme liegt es nahe, die Qualität eines Nachrichtenanbieters durch sein Netz von Vorort-Berichterstattern zu erfassen. Die einfache Annahme: Je mehr Reporter vor Ort sind, desto besser und exklusiver ist die Nachricht oder in anderen Worten: desto höher ist der Wert der Nachricht für den Kunden.

Was man allerdings in den letzten Jahren beobachten kann, ist das insbesondere das Netz der Auslandskorrespondenten massiv ausgedünnt wird. Wozu braucht man einen Reporter in Moskau oder Athen? Man kann doch auch einen Praktikanten in der Redaktion in Berlin an der Computer setzen und ihn relevante Twitter-Kanäle folgen lassen, um zu wissen, was wichtig ist.

Die Bedeutung von Korrespondenten für den Wert der Nachrichten diskutierten heute erfahrene Journalisten und Studierende in einem medienwissenschaftlichen Round Table am Berliner Campus der Business and Information Technology School (BiTS). Organisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Verein der ausländischen Presse (VAP) veranstaltete die BiTS diesen Round Table im Rahmen des Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation.

Seminarleiter und Moderator des Round Table:
Udo Seiwert-Fauti (u.a. BBC)
Die Diskussionsrunde wurde geleitet vom BiTS-Dozent Udo Seiwert-Fauti, selbst langjähriger Korrespondent im Auftrag der BBC. Als Experten kamen Pascal Thibaut (Radio France International, Vorsitzender des Vereins der ausländischen Presse), Frank Wahlig (Hauptstadtkorrespondent des SWR) und Oliver Towfigh Nia (ehemals Reuters, heute freier Deutschland-Korrespondent für Medien im Iran) zur BiTS.

Pascal Thibaut (links) und Oliver Towfigh Nia vom Verein
der ausländischen Presse am Berliner Campus der BiTS
Pascal Thibaut fasste die zentralen Aufgaben des Auslandskorrespondenten prägnant zusammen: „Das Land, in dem man lebt, der Heimat vermitteln. Komplexe Zusammenhänge überschaubar machen, Vorurteile zurechtrücken.“

Aus seiner langjährigen Erfahrung in den USA, England und dem Iran berichtete Oliver Towfigh Nia und wies darauf hin, wie wichtig persönlicher Kontakt, Offenheit und Netzwerke sind, um tatsächlich ein Verständnis für die Kultur und Eigenheiten aufzubauen und im Fall der Fälle den richtigen Leuten Fragen stellen zu können. 

Frank Wahlig stellte den Studierenden seine Erfahrungen aus Krisen in Somalia oder dem Irakkrieg vor und erläuterte wie schwer es ist, als Korrespondent auch gegen den Strom zu schwimmen, aber eben dadurch Qualität in der Wahrnehmung der Leser, Hörer und Zuschauer zu schaffen.

Die Diskussionsrunde zum Thema „Auslandskorrespondenten und Qualitätsjournalismus“ war Bestandteil des Seminars Foreign Correspondency im Journalismus-Studiengang der BiTS. Das Seminar wurde als Blockveranstaltung organisiert. Am Mittwoch erhielten die Studierenden Hintergrundinformationen und theoretischen Background zur Bedeutung und den Aufgaben des Korrespondenten. Am Donnerstag ging es dann zu einer Intensiv-Hospitanz: Für vier Stunden begleiteten die Studierenden zwei TV-Teams: Der ORF nahm die Studierenden mit in den Bundestag für ein Interview mit Bundestagspräsident Norbert Lammmert. Das Schweizerische Fernsehen dreht mit den BiTS-Studierenden im Jüdischen Museum.

Nach dieser Learning-by-Viewing Einheit diente der medienwissenschaftliche Round Table der gemeinsamen Reflektion, bevor die Studierenden am Freitag selbst Beiträge mit der Brille eines Auslandskorrespondenten produzierten. Fachlicher Input, praktisches „Über-die-Schulter-schauen“, theoretische Reflektion und selbst journalistisch tätig werden: Das zeichnet den Journalismus-Studiengang aus.

Die BiTS ist eine staatlich anerkannte, aber privat geführte Hochschule mit Sitz in Iserlohn und Zweigstellen in Berlin und Hamburg. Die BiTS bildet über 1.600 Studierende in zehn Bachelor- und sieben Master-Studiengängen. Seit 2008 ist die BiTS Teil der Laureate International Universities. 

Laureate International Universities ist weltgrößter Anbieter von Hochschulausbildung. In über 80 Laureate-Universitäten in 29 Ländern studieren rund 950.000 Menschen. Laureate bietet Bachelor-, Master- und Postgraduierten-Programme in Fächern Wirtschaft, Recht und Kommunikation an. William J. Clinton,ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten, ist Ehrenkanzler der Laureate International Universities.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Radio-Journalismus in der Praxis: BiTS bei Bundespressekonferenz

Die BiTS berichtet von der Bundespressekonferenz:
Angehende Journalisten besuchten mit Fachdozent
die Bundespressekonferenz, um die Grundlagen
im Radio-Journalismus anzuwenden.
Wer Journalismus an der BiTS Hochschule studiert, wälzt nicht nur Bücher, sondern arbeitet vom Beginn an auch praktisch. So erstellen die Studierenden am Berliner Campus der BiTS das Online-Magazin Terminal Y, auf dem Texte (vom Erklärstück über die Reportage bis zum Kommentar), Fotostories, Video Clips und Audiobeiträge veröffentlicht werden.

Speziell in den Bereichen Audio und Video muss man neben dem journalistischen Handwerkszeug der Recherche auch typische Eigenarten der Medien beherrschen. Dazu gibt es im Journalismusstudiengang an der BiTS spezielle Stilistik-Seminare.


Mit von der Partie, die BiTS-Studierenden (v.l.n.r.)
Kim von Ciriacy
, Lada Osornina, Pauline Schnor
und Maximilian Haag.
Das Stilistikseminar Radio-Journalismus leitet Peter Mücke, Hauptstadtkorrespondent des NDR-Radio. Zusammen mit einer Gruppe von Studierenden besuchte Mücke heute die Bundespressekonferenz, um dort zu vermitteln, wie ein Radiojournalist mit den vermittelten Fakten umgeht und wie der Produktionsalltag aussieht.

Die Bundespressekonferenz ist dafür ein gutes Beispiel, denn hier spielt sich journalistischer Alltag unter Wettbewerbsbedingungen ab: Alle Journalisten erhalten dieselben Informationen und müssen nun schnell ihre eigene Geschichte aus den gelieferten Fakten bauen. Zeitdruck, Aufnahmetechnik, Moderation, Produktion: Das zusammen liefert den Reiz im Radiojournalismus.