Dienstag, 26. Mai 2015

TV-Journalismus: Erfahrungen sammeln im ARD-Hauptstadtstudio

Studierende im Studiengang Journalismus und
Unternehmenskommunikation an der BiTS Hochschule
(Campus Berlin) besuchen das ARD-Hauptstadtstudio
Zusammen mit BiTS-Dozent Carsten Meyer besuchte eine Gruppe von Studierenden des Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation das ARD Hauptstadtstudio in der Berlin. Die Exkursion fand statt im Fach Stilistik und Darstellungsformen, das die Studierenden im 2. Semester belegen.

Das ARD-Hauptstadtstudio ist eine Gemeinschaftseinrichtung der neun Landesrundfunkanstalten der ARD, um Nachrichten zur Bundespolitik für Radio und TV zu produzieren. Das ARD-Hauptstadtstudio zählt zu den modernsten digitalen Hörfunk- und Fernsehstudios in Europa. Servergestützte Redaktions- und Schnittsysteme sowie komplexe Digitaltechnik unterstützen die Arbeit der Journalisten und Techniker und sichern die Aktualität der Berichterstattung.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Als Journalist im Ausland arbeiten: Einblicke in die Welt der Korrespondenten

Frank Wahlig (SWR) berichtet an der BiTS von seinen
Erfahrungen als Korrespondent
Man nennt es Commodity Trap: Wenn ein Produkt zwar durchaus nachgefragt wird, es dem Kunden aber egal ist, von welchem Hersteller er es bezieht. Das Nachrichtengeschäft unterliegt heute ganz real der Gefahr dieser Austauschbarkeit. Nachrichten kommen von allen Seiten und den Nutzern ist es letztlich egal, ob diese Nachricht von der Tagesschau, der Bild, dem Deutschlandfunk oder einem Augenzeugen vor Ort kommt.

In diesem Szenario wundert es, dass Medienunternehmen im Geschäft mit Nachrichten nicht klarer auf Qualität setzen. Und was Qualität ist, lässt sich recht deutlich am Beispiel der Berichterstattung erklären: Ist ein Reporter vor Ort und erstattet seiner Redaktion und seinen Lesern tatsächlich einen Bericht aus eigener Anschauung? Oder fließen Nachrichten über Agenturen, Twitter und Pressestellen ein und werden nur noch auf ihre schnelle und preiswerte Verwendung geprüft?

Prof. Dr. Thomas Becker stellt den Round Table und
das Ziel der Veranstaltung im Journalismus-Studiengang
an der BiTS Hochschule vor
In der erstgenannten Annahme liegt es nahe, die Qualität eines Nachrichtenanbieters durch sein Netz von Vorort-Berichterstattern zu erfassen. Die einfache Annahme: Je mehr Reporter vor Ort sind, desto besser und exklusiver ist die Nachricht oder in anderen Worten: desto höher ist der Wert der Nachricht für den Kunden.

Was man allerdings in den letzten Jahren beobachten kann, ist das insbesondere das Netz der Auslandskorrespondenten massiv ausgedünnt wird. Wozu braucht man einen Reporter in Moskau oder Athen? Man kann doch auch einen Praktikanten in der Redaktion in Berlin an der Computer setzen und ihn relevante Twitter-Kanäle folgen lassen, um zu wissen, was wichtig ist.

Die Bedeutung von Korrespondenten für den Wert der Nachrichten diskutierten heute erfahrene Journalisten und Studierende in einem medienwissenschaftlichen Round Table am Berliner Campus der Business and Information Technology School (BiTS). Organisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Verein der ausländischen Presse (VAP) veranstaltete die BiTS diesen Round Table im Rahmen des Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation.

Seminarleiter und Moderator des Round Table:
Udo Seiwert-Fauti (u.a. BBC)
Die Diskussionsrunde wurde geleitet vom BiTS-Dozent Udo Seiwert-Fauti, selbst langjähriger Korrespondent im Auftrag der BBC. Als Experten kamen Pascal Thibaut (Radio France International, Vorsitzender des Vereins der ausländischen Presse), Frank Wahlig (Hauptstadtkorrespondent des SWR) und Oliver Towfigh Nia (ehemals Reuters, heute freier Deutschland-Korrespondent für Medien im Iran) zur BiTS.

Pascal Thibaut (links) und Oliver Towfigh Nia vom Verein
der ausländischen Presse am Berliner Campus der BiTS
Pascal Thibaut fasste die zentralen Aufgaben des Auslandskorrespondenten prägnant zusammen: „Das Land, in dem man lebt, der Heimat vermitteln. Komplexe Zusammenhänge überschaubar machen, Vorurteile zurechtrücken.“

Aus seiner langjährigen Erfahrung in den USA, England und dem Iran berichtete Oliver Towfigh Nia und wies darauf hin, wie wichtig persönlicher Kontakt, Offenheit und Netzwerke sind, um tatsächlich ein Verständnis für die Kultur und Eigenheiten aufzubauen und im Fall der Fälle den richtigen Leuten Fragen stellen zu können. 

Frank Wahlig stellte den Studierenden seine Erfahrungen aus Krisen in Somalia oder dem Irakkrieg vor und erläuterte wie schwer es ist, als Korrespondent auch gegen den Strom zu schwimmen, aber eben dadurch Qualität in der Wahrnehmung der Leser, Hörer und Zuschauer zu schaffen.

Die Diskussionsrunde zum Thema „Auslandskorrespondenten und Qualitätsjournalismus“ war Bestandteil des Seminars Foreign Correspondency im Journalismus-Studiengang der BiTS. Das Seminar wurde als Blockveranstaltung organisiert. Am Mittwoch erhielten die Studierenden Hintergrundinformationen und theoretischen Background zur Bedeutung und den Aufgaben des Korrespondenten. Am Donnerstag ging es dann zu einer Intensiv-Hospitanz: Für vier Stunden begleiteten die Studierenden zwei TV-Teams: Der ORF nahm die Studierenden mit in den Bundestag für ein Interview mit Bundestagspräsident Norbert Lammmert. Das Schweizerische Fernsehen dreht mit den BiTS-Studierenden im Jüdischen Museum.

Nach dieser Learning-by-Viewing Einheit diente der medienwissenschaftliche Round Table der gemeinsamen Reflektion, bevor die Studierenden am Freitag selbst Beiträge mit der Brille eines Auslandskorrespondenten produzierten. Fachlicher Input, praktisches „Über-die-Schulter-schauen“, theoretische Reflektion und selbst journalistisch tätig werden: Das zeichnet den Journalismus-Studiengang aus.

Die BiTS ist eine staatlich anerkannte, aber privat geführte Hochschule mit Sitz in Iserlohn und Zweigstellen in Berlin und Hamburg. Die BiTS bildet über 1.600 Studierende in zehn Bachelor- und sieben Master-Studiengängen. Seit 2008 ist die BiTS Teil der Laureate International Universities. 

Laureate International Universities ist weltgrößter Anbieter von Hochschulausbildung. In über 80 Laureate-Universitäten in 29 Ländern studieren rund 950.000 Menschen. Laureate bietet Bachelor-, Master- und Postgraduierten-Programme in Fächern Wirtschaft, Recht und Kommunikation an. William J. Clinton,ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten, ist Ehrenkanzler der Laureate International Universities.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Radio-Journalismus in der Praxis: BiTS bei Bundespressekonferenz

Die BiTS berichtet von der Bundespressekonferenz:
Angehende Journalisten besuchten mit Fachdozent
die Bundespressekonferenz, um die Grundlagen
im Radio-Journalismus anzuwenden.
Wer Journalismus an der BiTS Hochschule studiert, wälzt nicht nur Bücher, sondern arbeitet vom Beginn an auch praktisch. So erstellen die Studierenden am Berliner Campus der BiTS das Online-Magazin Terminal Y, auf dem Texte (vom Erklärstück über die Reportage bis zum Kommentar), Fotostories, Video Clips und Audiobeiträge veröffentlicht werden.

Speziell in den Bereichen Audio und Video muss man neben dem journalistischen Handwerkszeug der Recherche auch typische Eigenarten der Medien beherrschen. Dazu gibt es im Journalismusstudiengang an der BiTS spezielle Stilistik-Seminare.


Mit von der Partie, die BiTS-Studierenden (v.l.n.r.)
Kim von Ciriacy
, Lada Osornina, Pauline Schnor
und Maximilian Haag.
Das Stilistikseminar Radio-Journalismus leitet Peter Mücke, Hauptstadtkorrespondent des NDR-Radio. Zusammen mit einer Gruppe von Studierenden besuchte Mücke heute die Bundespressekonferenz, um dort zu vermitteln, wie ein Radiojournalist mit den vermittelten Fakten umgeht und wie der Produktionsalltag aussieht.

Die Bundespressekonferenz ist dafür ein gutes Beispiel, denn hier spielt sich journalistischer Alltag unter Wettbewerbsbedingungen ab: Alle Journalisten erhalten dieselben Informationen und müssen nun schnell ihre eigene Geschichte aus den gelieferten Fakten bauen. Zeitdruck, Aufnahmetechnik, Moderation, Produktion: Das zusammen liefert den Reiz im Radiojournalismus.

Dienstag, 19. Mai 2015

Wanderatlas Deutschland informiert (Mai 2015)

Große Rundtour durch die Wahner Heide: Einer von drei
aktuellen Wandertipps der Wanderatlas-Redaktion
Hallo liebe Wanderfreunde,

Mai und Juni gehören zu den beliebtesten Wandermonaten im Jahr. Kein Wunder, dass in dieser Zeit auch viele größere Veranstaltungen stattfinden, z.B. der Deutsche Wandertag (17. - 22. Juni in Paderborn). Wem das dann aber doch eine Nummer zu groß und zu "vereinslastig" ist, der ist mit einem regionalen Wandertag gut beraten. Dafür haben wir heute einen guten Tipp.

Der Natursteig Sieg ist eine der beliebtesten Wanderwege in Nordrhein-Westfalen. Letztes Jahr wurde der Natursteig Sieg um sechs Etappen erweitert, die der Sieg weiter nach Rheinland-Pfalz folgen. Die Strecke führt von Au an der Sieg durchs Wildenburger Land, das Hellerbergland und das Gebhardshainer Land nach Mudersbach kurz vor Siegen

Am Sonntag, den 14. Juni, erfolgt die offizielle Einweihung der sechs neuen Etappen des Natursteigs Sieg mit einem öffentlichen Wandertag der Rhein-Zeitung. Es gibt verschiedene Wegstrecken. Die längste ist 19km und startet um 8:45 Uhr am Bahnhof in Kirchen. Mit knapp 11km deutlich kürzer ist die Variante 2, die in verschiedenen Touren zwischen 10.00 und 11.00 ab der Freusburg gestartet wird. Dann gibt es auch noch zwei Rundtouren, die zwischen 11.00 und 12.00 am Otto-Hellinghausen-Platz in Mudersbach beginnen.

Alle Wanderer treffen sich dann um 14.00 in Mudersbach zum großen Eröffnungsfest mit Musik, regionalen Spezialitäten, vielen Attraktionen für Kinder und mehr. Also: 14. Juni vormerken, hinfahren und mitwandern! Weitere Informationen können Sie vor der Veranstaltung auch auf der Homepage des Natursteig Sieg einsehen. 

Daneben haben wir natürlich auch wieder drei Wanderempfehlungen für Invidualwanderer "im Gepäck", die uns diesmal in die Wahner Heide bei Köln, die Hessische Schweiz an der Landesgrenze zu Thüringen und in den Binger Wald im Hunsrück führen.

  • die Baumgeister-Tour (16km) ist eine Rundwanderung am Rheinburgenweg bei Bingen. Es geht vom Jägerhaus ins Morgenbachtal, eines der schönsten Seitentäler des Rheins, zu den Baumgeistern in der Steckeschlääferklamm und über eine echte Hängebrücke. Tolle Tour, naturnah und abwechslungsreich.
  • der Premiumwanderweg P 4 (16km) zählt laut dem Deutschen Wanderinstitut zu den zehn schönsten Touren in Hessen. Die Hessische Schweiz liegt im Naturpark Meißner-Kaufunger-Wald im ehemaligen Zonenrandgebiet zwischen BRD und DDR. Der P 4 führt auf seinem pfadigen Weg immer wieder an steile Felskanten mit schönen Ausblicken und verbindet alle Sehenswürdigkeiten der Hessischen Schweiz.
  • die Große Rundtour durch die Wahner Heide (15km) ist eine Erweiterung des Telegraphenberg-Tour und verbindet die schönsten Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes vor den Toren Kölns zu einer herrlichen Tageswanderung über die selten gewordenen Heidelandschaften, die sich einst zwischen Köln und Duisburg entlang des Rheins erstreckten.

Der GPS Wanderweg des Monats ist im Mai der Soonwaldsteig im Hunsrück. Der Soonwaldsteig leitet von Kirn im Lützelsoon durch den zentralen Soonwald zum Binger Wald und endet in Bingen am Rhein. Der Soonwald war das Revier des bekannten Jägers aus Kurpfalz und noch heute findet sich hier Naturlandschaft satt - Übernachten tut man am Besten im Zelt, denn Straßen, Bahnhöfe und Ortschaften sind rar gesät am Soonwaldsteig.

Wir freuen uns natürlich auch auf viele neue Wandervorschläge von euch. Das Veröffentlichen neuer Wanderwege im GPS Wanderatlas ist denkbar einfach: Einmal anmelden, dann GPX-Datei hochladen, ein bisschen Beschreibungstext und nach Möglichkeit ein paar Bilder - fertig.

Wer immer aktuell bleiben möchte, folgt uns auf Twitter oder Facebook, wo wir alle neuen Touren und Sehenswürdigkeiten parallel veröffentlichen. Über diese Angebote könnt ihr auch prima eure Freunde auf den Wandertag am Natursteig Sieg hinweisen.

Liebe Grüße vom Team des GPS Wanderatlas Deutschland!

Mittwoch, 6. Mai 2015

BiTS bei Jauch: Journalismus-Studierende informierten sich im Gasometer

Journalismus in der Praxis: Studierende der BiTS
informieren sich über das Format Polit-Talkshow bei Jauch.
Der sonntägliche Polit-Talk bei Günter Jauch ist Pflichtprogramm für die Meinungseliten. Rund 5 Mio. Zuschauer schalten ein, wenn Günter Jauch seine Gäste zu aktuellen Themen befragt. Daher ist die Sendung ein guter Platz, um etwas über das Format der journalistischen Talkshow zu erfahren.

Am Sonntag besuchte das zweite Semester des Studiengangs Journalism& Business Communication am Berliner Campus der BiTS die Live-Sendung, die aus dem Gasometer in Berlin-Schöneberg ausgestrahlt wird. Fachdozent Carsten Meyer, selbst erfahrener TV-Journalist (u.a. n-tv), hatte die Exkursion zur Jauch-Talkshow organisiert.

Die Studierenden trafen lange vor Start der Sendung ein, denn man wollte nicht nur die Sendung live verfolgen, sondern vor allem lernen, wie eine solche Sendung vorbereitet und produziert wird. Welche Technik braucht man im Studio, wie werden Einspieler vorbereitet, wie funktioniert die Planung einer Live-Sendung, welche Aufgaben übernimmt vorab die Redaktion? All das wurde von Mitarbeiter der Produktionsgesellschaft erläutert und präsentiert.

Prof. Dr. Thomas Becker, Leiter des Journalismus-Studiengangs am Campus Berlin, unterstützt den engen Kontakt zur Medienbranche: „Journalismus ist Praxis. Man lernt am Besten, wenn man mit den Machern redet und sich die Realität anschaut.“ Genau diesen Ansatz verfolgt auch Nachrichtenmacher Carsten Meyer, der seit drei Semestern für die BiTS in Berlin als Fachdozent speziell im Bereich TV den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis realisiert.